Kategorie: Geschichten

Geschichten

So klingt Leidenschaft: Musikinstrumentenbau im Vogtland

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Musikinstrumente sind eine Wissenschaft für sich – wenn etwas Klang erzeugt, dann kann jeder Millimeter Holz oder Metall einen Unterschied machen. Die Musikinstrumentenbauer im sächsischen Vogtland vereinen seit Jahrhunderten handwerkliches Können und das perfekte Gehör, um in Handarbeit Instrumente herzustellen, die von Hobby- und Profi-Musikern auf der ganzen Welt genutzt werden. Die Geschichte eines Besuchs bei ganz besonderen Künstlern. Weiterlesen

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Der Kampf gegen die Elemente: Wettereskapaden in Irland

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Das irische Wetter hat zwei Eigenschaften: unberechenbar und unbarmherzig.

Kein Wunder, dass es in Irland nicht nur Hunde und Katzen regnet, sondern dass der irische Wind laut den Iren „eine Abkürzung durch dich durch nehmen“ würde, wenn er könnte, und dass die Sonne „die Steine spaltet“.

Dabei haben wir, als wir uns zu den berühmten Klippen von Moher aufmachen, eigentlich bisher eine wettertechnisch sanfte Woche hinter uns. Wenn es regnete, konnten wir uns immer rechtzeitig ins Auto retten – und Steine verätzt die Sonne Anfang März wohl auch noch nicht so ganz. Wir wiegen uns also noch in trügerischer Sicherheit. Weiterlesen

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Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen: Chaosgeschichten aus aller Welt

Ich habe eine beinahe beunruhigende Tendenz dazu, egal, wo ich gerade bin, Dinge zu erleben, die mir, wenn ich sie zu Hause erzähle, erst mal niemand glaubt. Und das nicht im positiven Sinne.

Nein, auf meinen Reisen scheint häufig Murphy’s Law zu greifen: Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, und eine davon in einer Katastrophe endet, dann wird es jemand genau so machen. Der „jemand“ bin in den meisten Fällen ich. Und normalerweise auch die Notleidende der Katastrophe.

Ich habe bei vielen dieser Geschichten überlegt, ob sie es wert sind, auf dem Blog verewigt zu werden – meistens sind sie jedoch relativ fix erzählt und keinen eigenen Artikel wert. Andererseits weiß ich spätestens dank Marieke, dass sehr viele Menschen gerne Geschichten rund um Leid, Drama und Chaos lesen. Darum habe ich beschlossen, eine kleine Compilation anzulegen: Meine besten Chaosgeschichten aus sechs Jahren Reisen. Viel Spaß! 🙂

Wer Lust hat, kann mir übrigens sehr gerne seine krassesten Geschichten in den Kommentaren verraten – ich möchte schließlich auch ein bisschen lachen!

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Worüber soll man sich auch Sorgen machen?

Loop Head Wild Atlantic Way

Kilkee nimmt drei Seiten im Irland-Reiseführer ein und besteht letztlich gefühlt doch nur aus einer Straße und einem Strand. Weit muss man gehen bei Ebbe, um zum Wasser zu kommen, und wie man so über den vollkommen leeren Sand spaziert, denkt man sich, dass hier im Sommer bestimmt die Hölle los sein muss. Also, in der einen Woche, die der irische Sommer dauert.

Jetzt im März, wo einem der eiskalte Wind durch die Haare fährt, ist man trotz vier Lagen Kleidung froh, sich wieder ins Auto retten zu können. Das Faszinierende am County Clare ist, dass man nicht einmal wirklich aussteigen muss: Die Küstenstraße, der „Wild Atlantic Way“ führt so nah an den Klippen vorbei, dass jeder Blick aus dem Fenster uns begeisterte „Ohh“s und „Ahh“s entlockt. Mächtig schwappt die Gischt in die Schluchten und Ritzen, die die Felsen gebildet haben, am Himmel kreisen die Seevögel. Weiterlesen

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Berge, Freiheit und Feinmechanik: Die „Mächler“ in Pfronten

Mächler Pfronten

Handwerk fasziniert mich. Das mag ganz grundsätzlich daran liegen, dass ich zwei linke Hände habe und durch meine Berufswahl immer hinter dem Schreibtisch sitzen werde – und ich es daher doppelt faszinierend finde, wie Menschen aus ganz einfachen Materialien die spannendsten Dinge erschaffen. So richtig präsent wurde mir das Thema jedoch erst, als ich meine Bachelorarbeit über indigenes, das heißt traditionelles und in bestimmten Bevölkerungsgruppen überliefertes, Wissen schrieb. Dabei ist der Begriff „traditionell“ eigentlich irreführend – es wird nicht nur heute noch angewendet, sondern ist in vielen Elementen, zum Beispiel, was Umweltschutz und Nachhaltigkeit betrifft, modern und zeitgemäß. Traditionell ist eher der Umgang mit dem Wissen, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Weiterlesen

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Sag niemals nie: Aufruf zur Blogparade

coto-bikes

Sag niemals nie – alle, die viel reisen, sollten sich diesen Satz wohl hinter die Ohren schreiben. Denn haben wir nicht alle dieses eine Mal in Erinnerung, als wir steif und fest behaupteten: „Niemals mach ich das!“ Nie steig ich da ein, nie schaff ich das, nie trau ich mich das allein, nie im Leben wird das gut gehen – und am Ende ist man eingestiegen, hat es geschafft, sich ganz alleine getraut, und alles ist gut gegangen. Und in den meisten Fällen hatte man sogar noch Spaß dabei.

Ich glaube, beim Reisen hat man besonders viele solcher Momente. Denn zum einen wächst man durch freiwillige und unfreiwillige Abenteuer ständig über sich selbst hinaus. Und zum anderen sind die Fronten derart verhärtet: Eine selbsternannte Backpackerin würde niemals eine Pauschalreise buchen – bis sie sich vom Angebot auf Urlaubshelden verführen lässt. Und im Gegenzug ist vieles, das für den einen zur ganz normalen Reiseplanung gehört, für andere unvorstellbar. Sätze wie „Wie, du reist ganz alleine? Und übernachtest dann auch noch bei fremden Leuten?“ werden gern ergänzt durch ein „Das käme mir ja nie in den Sinn!“ Weiterlesen

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Quer durch die Alpen, Teil eins: Berge und Traditionen

Bled Slowenien

Die vergangene Nacht habe ich am Flughafen Tallinn verbracht. Der eignet sich dank offener Bücherschränke, Sofas und Sitzsäcke erstaunlich gut dafür, Zeit totzuschlagen – trotzdem bin ich am nächsten Morgen ordentlich gerädert. Zwischen Flughafentoilette und Bahnsteig versuche ich, mich halbwegs wieder herzustellen, bevor ich schließlich im Abteil vor mich hin vegetiere. Es geht in Richtung Süden, nach Slowenien, in dieses kleine Land zwischen österreichischen, italienischen und slawischen Einflüssen, in dem einen so viel merkwürdig vertraut vorkommt und manches dann plötzlich doch wieder überraschend fremd. Weiterlesen

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Die Geheimnisse der Spielzeugmacher

Spielzeug Erzgebirge

Als ich den Laden betrete, werde ich aus Hunderten von Knopfaugen angestarrt. Teddys, so weit das Auge reicht. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass ich nicht einer einheitlichen Bärenarmee gegenüberstehe, sondern jeder einen ganz eigenen Charakter hat. Es gibt große Teddys und sehr kleine, es gibt sie in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, und manche haben sogar noch Bilder und Zeichnungen auf dem Bauch. Bei der Teddymanufaktur Martin gehört das sozusagen zur Geschäftsstrategie: Jeder soll hier „seinen“ Bären finden. Das geht sogar so weit, dass man sich den eigenen Bär individuell aus alten Hemden oder Jeans nähen lassen kann. Weiterlesen

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Wildnis auf dem Teller: Wild Food in Lappland

wild food finnland

Wild-Food-Kochkurs heißt der Programmpunkt. Wir sind in Finnisch-Lappland, wo die Winter lang sind und die Rentiere entspannt über die leeren Landstraßen spazieren, und zumindest in meinem Kopf spielen sich, als ich den Begriff zum ersten Mal höre, Szenen ab, in denen bärtige Männer mit karierten Hemden in reißenden Bächen stehen und Lachse mit der Hand fangen. Oder so ähnlich. Wild eben. Weiterlesen

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Irgendwann ist immer das erste Mal

Traumpfad Eltzer Burgpanorama

Irgendwann ist immer das erste Mal. Und, auch wenn es mir viele nicht glauben können, bis vor einigen Wochen bin ich noch nie zuvor alleine gewandert. Ich bin bereits mehrmals alleine gereist, doch diese Reisen gingen immer in Städte. Wenn es in die Natur ging, schloss ich mich größeren Gruppen an. Klar, in Deutschland war ich auch häufig alleine spazieren. Aber das waren kurze Strecken, zwei Stunden durch Park und Stadtrand. So richtig für mehrere Stunden mitten in die Natur, ganz ohne jemanden an meiner Seite? Noch nie.

Dass sich das änderte, war letztendlich eher Zufall als fester Beschluss: Ich suchte mir nicht in Cheryl Strayed-Manier einen Weg, der das Land von Nord nach Süd durchquerte, um zu mir selbst zu finden, und ich gelangte auch nicht zu tiefer spiritueller Erkenntnis auf dem Jakobsweg.

Ich bin ins Maifeld gereist und den Traumpfad Eltzer Burgpanorama gewandert. Und danach noch ein bisschen weiter. Und hab dabei tatsächlich so einige Erkenntnisse gewonnen – von denen eine lautet: Alleine wandern ist ziemlich großartig.

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