Erfahrungen

Was isst man eigentlich in Irland? Gewinnspiel & Ankündigung

Reisen und essen sind für mich zwei Dinge, die so fix zusammengehören wie Burger und Pommes oder Tomate und Mozzarella – also SEHR fix. Ich bin kein Fan davon, mein Essen zu fotografieren und vor allem nicht davon, diese Fotos dann auch noch auf meinen Social Media-Kanälen zu teilen, daher bekommt ihr es selten mit, aber kochen, backen, essen, probieren und alles, was dazugehört, das ist definitiv eine meiner Leidenschaften – genau wie das Reisen auch. Weiterlesen

Gedanken

Quer durch die Alpen, Teil 3: Nachhaltig unterwegs

nachhaltige Mobilität Alpen

Es mag paradox oder vielleicht sogar heuchlerisch erscheinen, doch in meinem Umfeld kenne ich viele Menschen, die viel reisen – und die trotzdem ein großes Interesse an Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben. Vielleicht liegt es daran, dass uns der Planet, auf dem wir leben, je mehr am Herzen liegt, desto mehr wir von seiner Schönheit gesehen haben? Oder wir wollen, anders herum, mehr sehen von dieser Welt, die wir ohnehin als wichtig und schützenswert erachten? Vielleicht hat es auch was Apokalyptisches – wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, der weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Gletscher und Wälder verschwinden oder gar ganze Städte und Inseln untergeht, und macht sich deswegen fix auf den Weg.

Egal, was der Grund ist – wir wissen alle, dass reisen schlecht für die Umwelt ist. Und um soziale oder ästhetische Folgen von Massentourismus zu erleben, reicht ein Blick ans Mittelmeer. Andererseits gibt es auf der ganzen Welt Länder, Regionen und Orte, deren Wirtschaft zu einem riesigen Teil vom Tourismus abhängt – oder bei denen der Tourismus einen großen Teil zur Entwicklung beiträgt. Die gute Nachricht für alle, die viel unterwegs sind: Es gibt nicht nur schwarz und weiß, und Zuhausebleiben ist nicht die eine Lösung. Weiterlesen

Geschichten

Berge, Freiheit und Feinmechanik: Die „Mächler“ in Pfronten

Mächler Pfronten

Handwerk fasziniert mich. Das mag ganz grundsätzlich daran liegen, dass ich zwei linke Hände habe und durch meine Berufswahl immer hinter dem Schreibtisch sitzen werde – und ich es daher doppelt faszinierend finde, wie Menschen aus ganz einfachen Materialien die spannendsten Dinge erschaffen. So richtig präsent wurde mir das Thema jedoch erst, als ich meine Bachelorarbeit über indigenes, das heißt traditionelles und in bestimmten Bevölkerungsgruppen überliefertes, Wissen schrieb. Dabei ist der Begriff „traditionell“ eigentlich irreführend – es wird nicht nur heute noch angewendet, sondern ist in vielen Elementen, zum Beispiel, was Umweltschutz und Nachhaltigkeit betrifft, modern und zeitgemäß. Traditionell ist eher der Umgang mit dem Wissen, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Weiterlesen

Impressionen

Quer durch die Alpen, Teil 2: Staunen in Berchtesgaden

Berchtesgaden Königssee

Wenn man aus so einem Ort wie Bled in Slowenien wegfährt, dann denkt man, es könne nicht mehr besser werden. Und vor allem: auf keinen Fall noch märchenhafter. Und dann steht man in Berchtesgaden.

Okay, ich gebe es zu, ich wundere mich zunächst mal über die Touristenmassen, die zusammen mit mir in Richtung des Bootsanlegers am Königssee strömen. Es ist ein Tag Anfang Oktober, der sich anfühlt wie mitten im November, kalt und grau, und es ist früh morgens. Reisegruppen und Schulklassen zwängen sich in die Boote, Babys werden aus regenschutzfolienbepackten Kinderwägen gezogen. Ich erinnere mich an die vielen Instagram-Bilder und Reiseblog-Fotos vom Königssee, stets in absoluter Einsamkeit, hübsche blonde Bloggerin vor See und Felswand, und muss grinsen. So viel zum Thema falsche Erwartungen. Weiterlesen

Geschichten

Sag niemals nie: Aufruf zur Blogparade

coto-bikes

Sag niemals nie – alle, die viel reisen, sollten sich diesen Satz wohl hinter die Ohren schreiben. Denn haben wir nicht alle dieses eine Mal in Erinnerung, als wir steif und fest behaupteten: „Niemals mach ich das!“ Nie steig ich da ein, nie schaff ich das, nie trau ich mich das allein, nie im Leben wird das gut gehen – und am Ende ist man eingestiegen, hat es geschafft, sich ganz alleine getraut, und alles ist gut gegangen. Und in den meisten Fällen hatte man sogar noch Spaß dabei.

Ich glaube, beim Reisen hat man besonders viele solcher Momente. Denn zum einen wächst man durch freiwillige und unfreiwillige Abenteuer ständig über sich selbst hinaus. Und zum anderen sind die Fronten derart verhärtet: Eine selbsternannte Backpackerin würde niemals eine Pauschalreise buchen – bis sie sich vom Angebot auf Urlaubshelden verführen lässt. Und im Gegenzug ist vieles, das für den einen zur ganz normalen Reiseplanung gehört, für andere unvorstellbar. Sätze wie „Wie, du reist ganz alleine? Und übernachtest dann auch noch bei fremden Leuten?“ werden gern ergänzt durch ein „Das käme mir ja nie in den Sinn!“ Weiterlesen

Geschichten

Quer durch die Alpen, Teil eins: Berge und Traditionen

Bled Slowenien

Die vergangene Nacht habe ich am Flughafen Tallinn verbracht. Der eignet sich dank offener Bücherschränke, Sofas und Sitzsäcke erstaunlich gut dafür, Zeit totzuschlagen – trotzdem bin ich am nächsten Morgen ordentlich gerädert. Zwischen Flughafentoilette und Bahnsteig versuche ich, mich halbwegs wieder herzustellen, bevor ich schließlich im Abteil vor mich hin vegetiere. Es geht in Richtung Süden, nach Slowenien, in dieses kleine Land zwischen österreichischen, italienischen und slawischen Einflüssen, in dem einen so viel merkwürdig vertraut vorkommt und manches dann plötzlich doch wieder überraschend fremd. Weiterlesen

Gedanken

Reiserückblick, Reisepläne, Reiseträume – Worte zum Jahresende

jahresrückblick reiseblog

Ich bin 2016 so viel gereist wie noch nie zuvor in meinem Leben. Zähle ich Deutschland mit, habe ich das Jahr in 12 verschiedenen Ländern verbracht und drei verschiedene Kontinente gesehen. Ich bin dem Polarkreis nahe gekommen und habe mehrfach den Äquator überquert. Sechs der Länder habe ich dabei zum allerersten Mal besucht. Dazu kamen mindestens sieben Reisen innerhalb von Deutschland – die gingen von Ost nach West und von der Mitte Deutschlands bis ganz in den Süden. Ganz ehrlich, wenn ich das so schwarz auf weiß geschrieben sehe, fällt mir auf, was für ein Wahnsinn das ist.  Weiterlesen

Geschichten

Die Geheimnisse der Spielzeugmacher

Spielzeug Erzgebirge

Als ich den Laden betrete, werde ich aus Hunderten von Knopfaugen angestarrt. Teddys, so weit das Auge reicht. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass ich nicht einer einheitlichen Bärenarmee gegenüberstehe, sondern jeder einen ganz eigenen Charakter hat. Es gibt große Teddys und sehr kleine, es gibt sie in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, und manche haben sogar noch Bilder und Zeichnungen auf dem Bauch. Bei der Teddymanufaktur Martin gehört das sozusagen zur Geschäftsstrategie: Jeder soll hier „seinen“ Bären finden. Das geht sogar so weit, dass man sich den eigenen Bär individuell aus alten Hemden oder Jeans nähen lassen kann. Weiterlesen

Impressionen

Meine besten Fotos 2016/2

Obersee

Die allhalbjährliche Blogparade von Erkunde die Welt ist mittlerweile nicht nur fest auf heldenwetter eingeplant, sondern ist mir beinahe schon etwas ans Herz gewachsen. Ich finde es total schön, am Ende eines (Halb-)Jahres noch einmal meine Fotos durchzugehen und meine Lieblinge auszuwählen. Dabei stöbere ich durch die verschiedensten Reise- und Momentaufnahmen und fühle mich nochmal so richtig zurückversetzt in alles, was im letzten halben Jahr so geschehen ist.

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Geschichten

Wildnis auf dem Teller: Wild Food in Lappland

wild food finnland

Wild-Food-Kochkurs heißt der Programmpunkt. Wir sind in Finnisch-Lappland, wo die Winter lang sind und die Rentiere entspannt über die leeren Landstraßen spazieren, und zumindest in meinem Kopf spielen sich, als ich den Begriff zum ersten Mal höre, Szenen ab, in denen bärtige Männer mit karierten Hemden in reißenden Bächen stehen und Lachse mit der Hand fangen. Oder so ähnlich. Wild eben. Weiterlesen

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