Geschichten

Sag niemals nie: Aufruf zur Blogparade

coto-bikes

Sag niemals nie – alle, die viel reisen, sollten sich diesen Satz wohl hinter die Ohren schreiben. Denn haben wir nicht alle dieses eine Mal in Erinnerung, als wir steif und fest behaupteten: „Niemals mach ich das!“ Nie steig ich da ein, nie schaff ich das, nie trau ich mich das allein, nie im Leben wird das gut gehen – und am Ende ist man eingestiegen, hat es geschafft, sich ganz alleine getraut, und alles ist gut gegangen. Und in den meisten Fällen hatte man sogar noch Spaß dabei.

Ich glaube, beim Reisen hat man besonders viele solcher Momente. Denn zum einen wächst man durch freiwillige und unfreiwillige Abenteuer ständig über sich selbst hinaus. Und zum anderen sind die Fronten derart verhärtet: Eine selbsternannte Backpackerin würde niemals eine Pauschalreise buchen – bis sie sich vom Angebot auf Urlaubshelden verführen lässt. Und im Gegenzug ist vieles, das für den einen zur ganz normalen Reiseplanung gehört, für andere unvorstellbar. Sätze wie „Wie, du reist ganz alleine? Und übernachtest dann auch noch bei fremden Leuten?“ werden gern ergänzt durch ein „Das käme mir ja nie in den Sinn!“ Weiterlesen

Geschichten

Quer durch die Alpen, Teil eins: Berge und Traditionen

Bled Slowenien

Die vergangene Nacht habe ich am Flughafen Tallinn verbracht. Der eignet sich dank offener Bücherschränke, Sofas und Sitzsäcke erstaunlich gut dafür, Zeit totzuschlagen – trotzdem bin ich am nächsten Morgen ordentlich gerädert. Zwischen Flughafentoilette und Bahnsteig versuche ich, mich halbwegs wieder herzustellen, bevor ich schließlich im Abteil vor mich hin vegetiere. Es geht in Richtung Süden, nach Slowenien, in dieses kleine Land zwischen österreichischen, italienischen und slawischen Einflüssen, in dem einen so viel merkwürdig vertraut vorkommt und manches dann plötzlich doch wieder überraschend fremd. Weiterlesen

Gedanken

Reiserückblick, Reisepläne, Reiseträume – Worte zum Jahresende

jahresrückblick reiseblog

Ich bin 2016 so viel gereist wie noch nie zuvor in meinem Leben. Zähle ich Deutschland mit, habe ich das Jahr in 12 verschiedenen Ländern verbracht und drei verschiedene Kontinente gesehen. Ich bin dem Polarkreis nahe gekommen und habe mehrfach den Äquator überquert. Sechs der Länder habe ich dabei zum allerersten Mal besucht. Dazu kamen mindestens sieben Reisen innerhalb von Deutschland – die gingen von Ost nach West und von der Mitte Deutschlands bis ganz in den Süden. Ganz ehrlich, wenn ich das so schwarz auf weiß geschrieben sehe, fällt mir auf, was für ein Wahnsinn das ist.  Weiterlesen

Geschichten

Die Geheimnisse der Spielzeugmacher

Spielzeug Erzgebirge

Als ich den Laden betrete, werde ich aus Hunderten von Knopfaugen angestarrt. Teddys, so weit das Auge reicht. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass ich nicht einer einheitlichen Bärenarmee gegenüberstehe, sondern jeder einen ganz eigenen Charakter hat. Es gibt große Teddys und sehr kleine, es gibt sie in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, und manche haben sogar noch Bilder und Zeichnungen auf dem Bauch. Bei der Teddymanufaktur Martin gehört das sozusagen zur Geschäftsstrategie: Jeder soll hier „seinen“ Bären finden. Das geht sogar so weit, dass man sich den eigenen Bär individuell aus alten Hemden oder Jeans nähen lassen kann. Weiterlesen

Impressionen

Meine besten Fotos 2016/2

Obersee

Die allhalbjährliche Blogparade von Erkunde die Welt ist mittlerweile nicht nur fest auf heldenwetter eingeplant, sondern ist mir beinahe schon etwas ans Herz gewachsen. Ich finde es total schön, am Ende eines (Halb-)Jahres noch einmal meine Fotos durchzugehen und meine Lieblinge auszuwählen. Dabei stöbere ich durch die verschiedensten Reise- und Momentaufnahmen und fühle mich nochmal so richtig zurückversetzt in alles, was im letzten halben Jahr so geschehen ist.

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Geschichten

Wildnis auf dem Teller: Wild Food in Lappland

wild food finnland

Wild-Food-Kochkurs heißt der Programmpunkt. Wir sind in Finnisch-Lappland, wo die Winter lang sind und die Rentiere entspannt über die leeren Landstraßen spazieren, und zumindest in meinem Kopf spielen sich, als ich den Begriff zum ersten Mal höre, Szenen ab, in denen bärtige Männer mit karierten Hemden in reißenden Bächen stehen und Lachse mit der Hand fangen. Oder so ähnlich. Wild eben. Weiterlesen

Gedanken

Reisen an Weihnachten

Wer viel reist, freut sich über jeden Feiertag. Ostern, Pfingsten, der dritte Oktober oder Allerheiligen zählen wahrscheinlich zu den beliebtesten Reisetagen im Jahr. An Weihnachten bekommen wir sogar zwei Feiertage, plus, falls man länger verreisen möchte, den 1. Januar hinten dran. Doch an Weihnachten verreisen, geht das überhaupt?! Oder anders gesagt: Will man das wirklich? Ich habe ein paar Bloggerinnen und Blogger gefragt, ob sie an Weihnachten schon einmal verreist sind und die verschiedenen Geschichten und Gedanken in diesem Artikel zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen – mit diesem Beitrag nehme ich übrigens an einem Blogger-Adventskalender teil, zu dem ihr unten mehr Informationen findet. Weiterlesen

Geschichten

Irgendwann ist immer das erste Mal

Traumpfad Eltzer Burgpanorama

Irgendwann ist immer das erste Mal. Und, auch wenn es mir viele nicht glauben können, bis vor einigen Wochen bin ich noch nie zuvor alleine gewandert. Ich bin bereits mehrmals alleine gereist, doch diese Reisen gingen immer in Städte. Wenn es in die Natur ging, schloss ich mich größeren Gruppen an. Klar, in Deutschland war ich auch häufig alleine spazieren. Aber das waren kurze Strecken, zwei Stunden durch Park und Stadtrand. So richtig für mehrere Stunden mitten in die Natur, ganz ohne jemanden an meiner Seite? Noch nie.

Dass sich das änderte, war letztendlich eher Zufall als fester Beschluss: Ich suchte mir nicht in Cheryl Strayed-Manier einen Weg, der das Land von Nord nach Süd durchquerte, um zu mir selbst zu finden, und ich gelangte auch nicht zu tiefer spiritueller Erkenntnis auf dem Jakobsweg.

Ich bin ins Maifeld gereist und den Traumpfad Eltzer Burgpanorama gewandert. Und danach noch ein bisschen weiter. Und hab dabei tatsächlich so einige Erkenntnisse gewonnen – von denen eine lautet: Alleine wandern ist ziemlich großartig.

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Gedanken

Faszinierende Felsen, oder: Wie wir Orte nutzen

Externsteine

„Wir gehen unten rum, da tauchen die Steine so imposant vor uns auf!“ Man sollte meinen, nach einer solchen Ankündigung wird jede Sehenswürdigkeit weniger beeindruckend. Und doch: Als wir aus dem kleinen Waldstück heraustreten und zwischen den Blättern vor uns auf einmal die Felsentürme emporragen sehen, kommen wir aus dem Staunen erst einmal nicht mehr heraus.

Die Externsteine im Teutoburger Wald leben wohl von ihrem Überraschungseffekt: Sie erheben sich so plötzlich aus dem umliegenden Wald, dass man überhaupt keine Vorstellung davon hat, wie sie entstanden sein könnten. Als hätte jemand die Steine vor langer Zeit bestellt und vergessen, sie irgendwo zu ihren Artgenossen zu bringen. Oder als wären ein paar riesige Wanderer auf dem Weg von Hannover nach Paderborn versteinert worden.

Dreizehn einzelne, relativ frei stehende Felsen, der höchste ragt beinahe fünfzig Meter in die Luft. Erosionsprozesse haben ungewöhnliche, teils bizarr anmutende Formen hineingeschliffen.

So weit die Fakten. Doch klar, dass es bei so einem ungewöhnlichen Naturwunder niemals bei den reinen Fakten bleibt. Weiterlesen

Impressionen

Eine kleine Ankündigung: #reisebilder im November

reisebilder november

Instagram hat sich dieses Jahr zu meiner absoluten Lieblingsapp entwickelt – ja, ich weiß, ich bin ein bisschen Spätzünderin, was das angeht. Seitdem ich gelernt habe, wie ich meine Fotos von der Spiegelreflex direkt aufs Handy schieben kann (danke, Anna!) und so unterwegs nicht mehr abhängig von Handykameras bin, die mir als zumindest ambitionierter Hobbyfotografin erstens keinen Spaß machen und zweitens meine Kreativität einschränken (mal abgesehen von dem Umstand, ständig mit Kamera und Handy gleichzeitig zu hantieren!), sind Instagram und ich große Freunde. Hier kann ich auch Fotos präsentieren, die es vielleicht nicht (oder noch nicht) auf den Blog schaffen, und es macht mir Spaß, meinen Feed hübsch zu gestalten. Und ich kann FotografInnen und Reisenden aus der ganzen Welt folgen – und mich beim Warten auf die Bahn oder an der Supermarktkasse mal eben in fremde Länder träumen. Weiterlesen

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