Gedanken

Reisen an Weihnachten

Wer viel reist, freut sich über jeden Feiertag. Ostern, Pfingsten, der dritte Oktober oder Allerheiligen zählen wahrscheinlich zu den beliebtesten Reisetagen im Jahr. An Weihnachten bekommen wir sogar zwei Feiertage, plus, falls man länger verreisen möchte, den 1. Januar hinten dran. Doch an Weihnachten verreisen, geht das überhaupt?! Oder anders gesagt: Will man das wirklich? Ich habe ein paar Bloggerinnen und Blogger gefragt, ob sie an Weihnachten schon einmal verreist sind und die verschiedenen Geschichten und Gedanken in diesem Artikel zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen – mit diesem Beitrag nehme ich übrigens an einem Blogger-Adventskalender teil, zu dem ihr unten mehr Informationen findet. Weiterlesen

Geschichten

Irgendwann ist immer das erste Mal

Traumpfad Eltzer Burgpanorama

Irgendwann ist immer das erste Mal. Und, auch wenn es mir viele nicht glauben können, bis vor einigen Wochen bin ich noch nie zuvor alleine gewandert. Ich bin bereits mehrmals alleine gereist, doch diese Reisen gingen immer in Städte. Wenn es in die Natur ging, schloss ich mich größeren Gruppen an. Klar, in Deutschland war ich auch häufig alleine spazieren. Aber das waren kurze Strecken, zwei Stunden durch Park und Stadtrand. So richtig für mehrere Stunden mitten in die Natur, ganz ohne jemanden an meiner Seite? Noch nie.

Dass sich das änderte, war letztendlich eher Zufall als fester Beschluss: Ich suchte mir nicht in Cheryl Strayed-Manier einen Weg, der das Land von Nord nach Süd durchquerte, um zu mir selbst zu finden, und ich gelangte auch nicht zu tiefer spiritueller Erkenntnis auf dem Jakobsweg.

Ich bin ins Maifeld gereist und den Traumpfad Eltzer Burgpanorama gewandert. Und danach noch ein bisschen weiter. Und hab dabei tatsächlich so einige Erkenntnisse gewonnen – von denen eine lautet: Alleine wandern ist ziemlich großartig.

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Gedanken

Faszinierende Felsen, oder: Wie wir Orte nutzen

Externsteine

„Wir gehen unten rum, da tauchen die Steine so imposant vor uns auf!“ Man sollte meinen, nach einer solchen Ankündigung wird jede Sehenswürdigkeit weniger beeindruckend. Und doch: Als wir aus dem kleinen Waldstück heraustreten und zwischen den Blättern vor uns auf einmal die Felsentürme emporragen sehen, kommen wir aus dem Staunen erst einmal nicht mehr heraus.

Die Externsteine im Teutoburger Wald leben wohl von ihrem Überraschungseffekt: Sie erheben sich so plötzlich aus dem umliegenden Wald, dass man überhaupt keine Vorstellung davon hat, wie sie entstanden sein könnten. Als hätte jemand die Steine vor langer Zeit bestellt und vergessen, sie irgendwo zu ihren Artgenossen zu bringen. Oder als wären ein paar riesige Wanderer auf dem Weg von Hannover nach Paderborn versteinert worden.

Dreizehn einzelne, relativ frei stehende Felsen, der höchste ragt beinahe fünfzig Meter in die Luft. Erosionsprozesse haben ungewöhnliche, teils bizarr anmutende Formen hineingeschliffen.

So weit die Fakten. Doch klar, dass es bei so einem ungewöhnlichen Naturwunder niemals bei den reinen Fakten bleibt. Weiterlesen

Impressionen

Eine kleine Ankündigung: #reisebilder im November

reisebilder november

Instagram hat sich dieses Jahr zu meiner absoluten Lieblingsapp entwickelt – ja, ich weiß, ich bin ein bisschen Spätzünderin, was das angeht. Seitdem ich gelernt habe, wie ich meine Fotos von der Spiegelreflex direkt aufs Handy schieben kann (danke, Anna!) und so unterwegs nicht mehr abhängig von Handykameras bin, die mir als zumindest ambitionierter Hobbyfotografin erstens keinen Spaß machen und zweitens meine Kreativität einschränken (mal abgesehen von dem Umstand, ständig mit Kamera und Handy gleichzeitig zu hantieren!), sind Instagram und ich große Freunde. Hier kann ich auch Fotos präsentieren, die es vielleicht nicht (oder noch nicht) auf den Blog schaffen, und es macht mir Spaß, meinen Feed hübsch zu gestalten. Und ich kann FotografInnen und Reisenden aus der ganzen Welt folgen – und mich beim Warten auf die Bahn oder an der Supermarktkasse mal eben in fremde Länder träumen. Weiterlesen

Gedanken

Warum wir alle mehr durch Deutschland reisen sollten

reisen in Deutschland

Wer viel in der Welt unterwegs ist und sich traut, näher hinzusehen, der lernt viel über verschiedene Kulturen. Im Idealfall sind Menschen, die viel reisen, tolerant und haben nach jeder Reise ein differenzierteres Bild von der Welt. Wer etwas kennen lernt, hat schließlich normalerweise weniger Angst davor.

Vielen gilt dies sogar als ein Grund, warum sie immer wieder aufbrechen: Sie wollen sich dem Neuen, Ungewohnten aussetzen, Menschen mit ganz anderen Hintergründen kennen lernen und sich deren Geschichten anhören. Weiterlesen

Geschichten

Die Wissenschaft vom Dampf: Sauna in Finnisch-Lappland

Sauna Finnland

Wer an Finnland denkt, denkt vermutlich an Rentiere, den Weihnachtsmann – und an Saunas. Keins der Dinge ist in Lappland ein bloßes Klischee: Wer auf den Straßen unterwegs ist, begegnet auf kurz oder lang einem Rudel der großen Geweihträger. Der Weihnachtsmann war im September natürlich noch nicht anzutreffen, aber wenn der erste Schnee liegt, kommt er vorbei.

Und die Saunas? Ohne die würde das Leben in Finnland wohl zum Erliegen kommen. „Wenn ein Haus keine Sauna hat, ist etwas sehr falsch mit diesem Haus“, erklärt uns Eveliina, bevor wir uns zum ersten Mal zum Schwitzen begeben. Eveliina ist selbst ernannte Sauna-Elfe und begleitet uns gemeinsam mit Gehilfe Joonas bei unseren ersten richtig finnischen Sauna-Versuchen. Wobei: Viel falsch machen kann man eigentlich nicht in einer richtig finnischen Sauna – aber dazu später mehr. Weiterlesen

Geschichten

Die Melancholie des Sommerendes: Radfahren im Allgäu

Pfronten Allgäu

„Heute ist der letzte Tag des Sommers.“ Ich weiß nicht, wie oft ich solche Worte diesen Sommer über gehört habe. Nie haben sie gestimmt – immer wurde es noch einmal warm und sonnig.

Der letzte Tag, das letzte Wochenende des Sommers, so hieß es auch an dem Wochenende, das ich Ende August zusammen mit meinem Freund in Pfronten im Allgäu verbrachte. Diese ganz spezielle „Wenn-nicht-jetzt-wann-dann“-Stimmung des kurzen Sommers in Deutschland und ganz Mittel- und Nordeuropa hatte uns vollkommen ergriffen. Und so schwangen wir uns aufs Fahrrad und erkundeten so viele Orte wie möglich, badeten in jedem See, der sich dafür anbot, legten uns ins frisch gemähte Gras, genossen das Rot des Sonnenuntergangs. Weiterlesen

Geschichten

Gastartikel: Wo das rote Herz Australiens schlägt

Uluru Australien

Australien ist ein Kontinent, der mich immer relativ wenig interessiert hat. Klar, es mag dort spannende Natur geben, aber so spannend, dass es einen Flug einmal quer um den Planeten rechtfertigt? Dazu noch die Dichte an Giftschlangen und Riesenspinnen – muss nicht sein. Dass Australien aber ein ganz eigener Zauber innewohnt, das zeigt mir und euch heute Annemarie von Travel on the Brain, die von ihrem absolutem Lieblingsort erzählt: Dem Uluru.

Annemarie ist tatsächlich mit ihrem englischsprachigen Blog bekannt geworden – und mit ihren wunderschönen Instagram-Bildern. Inzwischen bloggt sie auch auf deutsch und hat passend dazu ein deutsches Buch über ihre Abenteuer in Australien und Neuseeland verfasst, das sie euch unter dem Artikel auch vorstellt. Aber jetzt genug der Vorrede – lasst euch von Annemarie nach Australien mitnehmen! Weiterlesen

Geschichten

Ein Ort zum Bleiben: Huanchaco in Nordperu

Huanchaco

Allgegenwärtig ist das Rauschen der Wellen in Huanchaco, man hört es, wo man geht und steht, man gewöhnt sich daran und doch zaubert es einem ein Lächeln aufs Gesicht, wenn man es wieder bemerkt, allein die Vorstellung: Da draußen, keine zweihundert Meter entfernt, liegt der Pazifische Ozean, so groß wie alle Kontinente der Welt zusammen, da vorne liegt mehr als die Hälfte des Wassers, was es auf dieser Erde gibt. Immer hätte ich gedacht, in den Bergen, in der Natur, fühlt man sich klein, doch das geht auch am peruanischen Pazifikstrand. Weiterlesen

Geschichten

Ferien auf dem Bauernhof – für Große

Papagayo Norte

„Nein, du kannst kein normales Taxi nehmen, das muss ein Pick-up sein!“ Skeptisch blicke ich auf das Hotel, das über der kleinen Stadt Cayambe auf einem Hügel thront. Weit sieht der Weg nicht aus, aber ja, ich muss zugeben, dass es ordentlich hoch liegt, ein gutes Stück über dem Ort. Ich zucke mit den Schultern und steige ein. Kurz geht es durch die Stadt, doch schließlich verstehe auch ich, warum das mit dem Taxi schwierig geworden wäre: Auf und ab rattern wir über Feldwege, das Auto ist für lateinamerikanische Verhältnisse top in Schuss und scheint mir dennoch um die Ohren zu fliegen. Hunde versperren den Weg, schließlich ein paar Schafe, die sich nach einem Hupen jedoch flink von der Fahrbahn wegbewegen. Dann sind wir da, in der Hostería Papagayo Norte, nordöstlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Weiterlesen

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