Kategorie: Impressionen

Impressionen

Quer durch die Alpen, Teil 2: Staunen in Berchtesgaden

Berchtesgaden Königssee

Wenn man aus so einem Ort wie Bled in Slowenien wegfährt, dann denkt man, es könne nicht mehr besser werden. Und vor allem: auf keinen Fall noch märchenhafter. Und dann steht man in Berchtesgaden.

Okay, ich gebe es zu, ich wundere mich zunächst mal über die Touristenmassen, die zusammen mit mir in Richtung des Bootsanlegers am Königssee strömen. Es ist ein Tag Anfang Oktober, der sich anfühlt wie mitten im November, kalt und grau, und es ist früh morgens. Reisegruppen und Schulklassen zwängen sich in die Boote, Babys werden aus regenschutzfolienbepackten Kinderwägen gezogen. Ich erinnere mich an die vielen Instagram-Bilder und Reiseblog-Fotos vom Königssee, stets in absoluter Einsamkeit, hübsche blonde Bloggerin vor See und Felswand, und muss grinsen. So viel zum Thema falsche Erwartungen. Weiterlesen

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Meine besten Fotos 2016/2

Obersee

Die allhalbjährliche Blogparade von Erkunde die Welt ist mittlerweile nicht nur fest auf heldenwetter eingeplant, sondern ist mir beinahe schon etwas ans Herz gewachsen. Ich finde es total schön, am Ende eines (Halb-)Jahres noch einmal meine Fotos durchzugehen und meine Lieblinge auszuwählen. Dabei stöbere ich durch die verschiedensten Reise- und Momentaufnahmen und fühle mich nochmal so richtig zurückversetzt in alles, was im letzten halben Jahr so geschehen ist.

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Eine kleine Ankündigung: #reisebilder im November

reisebilder november

Instagram hat sich dieses Jahr zu meiner absoluten Lieblingsapp entwickelt – ja, ich weiß, ich bin ein bisschen Spätzünderin, was das angeht. Seitdem ich gelernt habe, wie ich meine Fotos von der Spiegelreflex direkt aufs Handy schieben kann (danke, Anna!) und so unterwegs nicht mehr abhängig von Handykameras bin, die mir als zumindest ambitionierter Hobbyfotografin erstens keinen Spaß machen und zweitens meine Kreativität einschränken (mal abgesehen von dem Umstand, ständig mit Kamera und Handy gleichzeitig zu hantieren!), sind Instagram und ich große Freunde. Hier kann ich auch Fotos präsentieren, die es vielleicht nicht (oder noch nicht) auf den Blog schaffen, und es macht mir Spaß, meinen Feed hübsch zu gestalten. Und ich kann FotografInnen und Reisenden aus der ganzen Welt folgen – und mich beim Warten auf die Bahn oder an der Supermarktkasse mal eben in fremde Länder träumen. Weiterlesen

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Meine Lieblingsfotos 2016/1

Lieblingsfotos 2016

Halbjährlich grüßt das Murmeltier – oder, besser gesagt, die Blogparade von Michael vom Blog Erkunde die Welt. In der ruft er die Blogger-Welt dazu auf, ihre schönsten Fotos der vergangenen sechs Monate noch einmal zu präsentieren. Die waren bei mir ganz schön ereignisreich, nicht nur, aber vor allem, weil ich sie in fünf Ländern auf drei Kontinenten verbracht habe – Umzüge, Abschiede, Wiedersehen haben einige psychische Kerben hinterlassen, und kurz gesagt ist das auch der Grund dafür, dass mein letzter Blogartikel bereits mehr als drei Wochen zurückliegt. Quito hat mich nämlich nicht nur als Stadt verzaubert, sondern ich habe dort auch so einige wirklich wunderbare Menschen kennen gelernt, die ich in nächster Zeit irrsinnig vermissen werde. Zum Glück gibt’s dafür eine Lösung – sparen, sparen, sparen, und nächstes Jahr zurückkommen! Weiterlesen

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China, deine Tempel

Tempel China

Wer von einer Reise zurückkehrt, sagt gern: Es war wie in einer anderen Welt.

Nie kam mir das so berechtigt vor wie in China. Die für Uneingeweihte völlig unverständliche Schrift, bei der es auch für das Lesen von Ortsnamen nicht damit getan ist, ein paar Buchstaben zu erlernen. Das auf den ersten Blick so homogene Bevölkerungsbild, das sich so deutlich von mir unterscheidet, dass ich nicht einmal die geringste Chance habe, nicht sofort als Ausländerin aufzufallen. Und die völlig anderen kulturellen Codes, Symbole und Philosophien.

Wer als Ausländerin nach China kommt, muss notgedrungen seinen Horizont erweitern und feststellen, dass die vermeintlich selben Begriffe hier ganz andere Dinge meinen. Es gibt eine andere Vorstellung von Dimensionen und Größen, von Nation und Nationalität, von Politik und Demokratie – und eben auch von Religion und Philosophie. Weiterlesen

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170° China und ein Loblied auf die Lomographie

Lomography China

Ich liebe es, analog zu fotografieren, auch und gerade auf Reisen. Oft werde ich dafür merkwürdig angeschaut. Analog fotografieren, schön und gut, aber unterwegs? Von seinen Reisen möchte man doch tolle Fotos mitbringen, die sich auf Instagram & Co. teilen lassen, und keine Experimente, bei denen man erst hinterher weiß, was auf dem Film zu sehen ist?! Noch dazu muss man bei analogen Kameras ständig Filme mitschleppen – und hat keine Möglichkeit, spontan auf sich verändernde Lichtsituationen zu reagieren. Ist der Film mit 200er ISO einmal eingelegt, lässt sich halt nicht mehr so wirklich nachts fotografieren, und bei einem Schwarzweiß-Film werden die nächsten 36 Bilder, egal, was man tut, keine Farben enthalten.

Doch ich liebe es einfach, analog zu fotografieren, und vor allem auf Reisen kommt eine meiner analogen Kameras fast immer mit in den Rucksack. Gerade die Plastik-Kameras von Lomography sind für mich ideale Reisebegleiter – und ich möchte in diesem Artikel gern erklären, warum. Weiterlesen

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Über den Dächern von Lima

– Dieser Artikel enthält Werbung. Einen Hinweis dazu kannst du am Ende dieses Artikels lesen. – 

Eines der ersten Dinge, das den meisten Menschen bei einer Peru-Reise auffällt: Beinahe alle Wohnhäuser in Lima gleichen sich perfekt in der Bauart. Gut, in Miraflores und Barranco gibt es zudem schicke, moderne Appartment-Gebäude, doch Einfamilienhäuser sehen auch hier nicht anders aus als in den ärmeren Stadtteilen im Norden oder Süden.

Ein kleiner Vorgarten mit Blumen oder Kakteen trennt das Haus von der Straße und wird nach außen hin von einem Zaun oder einer hohen Mauer umschlossen. Dahinter mehrere Stockwerke, relativ schnörkellos aufeinandergebaut. Verputzt und bunt gestrichen ist nur die Wand, die zur Straße zeigt, rechts, links und hinten wird typisch pragmatisch auf jeglichen Schmuck verzichtet. Außerdem könnte es ja noch sein, dass die Nachbarn von rechts oder links aufstocken – und die sinnloserweise verputzte Mauer nun gar nicht mehr zu sehen wäre!

Und ganz oben? Da erstreckt sich ein Flachdach, auf fast jedem Haus in Lima. Weiterlesen

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Elbsandsteingebirge in Bildern

Je öfter ich in Deutschland unterwegs bin, desto mehr beschleicht mich der Gedanke, dass man eigentlich gar nicht weit weg muss, um Schönes zu sehen und Spannendes zu erleben. Na klar, reisen ist großartig und die Neugier auf andere Regionen und Länder wird mich immer antreiben, aber für ein Wochenende abschalten, Natur genießen und Neues sehen braucht es keine drei Flugstunden, all das kann man auch vor der eigenen Haustür finden, oder zumindest nur eine kurze Weile davon entfernt. Das ist jetzt natürlich keine neue Erkenntnis – aber zwischen all den großartigen Reiseblogs, die durchs Netz schwirren und von Fernreisen berichten, tritt die nähere Umgebung für mich immer so ein bisschen in den Hintergrund und ich träume von allem, was weit weg ist.

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