Reisebegegnungen

Reisebegegnungen. Aufruf zur Blogparade

Fragt man Backpacker und Individualreisende nach dem, was Reisen für sie besonders macht, antworten sie oft, dass es die Begegnungen sind. Die Gespräche mit Einheimischen, das Zusammensitzen mit Reisegefährten, die Erweiterung des persönlichen Horizonts, kurze Momente der Verbundenheit, ob geteiltes Glück oder geteilte Angst. Und doch – auf unseren Blogs stellen wir Sehenswürdigkeiten vor und schreiben von unseren Gedanken und Gefühlen. Die Reisebegegnungen, die uns doch so prägen und noch Jahre später ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, sind uns oft höchstens einen kurzen Absatz wert.

2016 möchte ich das ändern: Begegnungen mit den verschiedensten Menschen unterwegs sollen eine große Rolle auf dem Blog spielen, egal ob in Form von Portraits, Geschichten oder Interviews. Auch möchte ich es mir (inspiriert von Gregors Foto-Projekten) angewöhnen, von Reisebekanntschaften, vom Couchsurfing-Host bis zum sympathischen Sitznachbarn im Bus, Fotos zu machen. Denn was könnte schöner und persönlicher sein als die bildgewordene Erinnerung an jemanden, mit dem man gemeinsam gelacht hat?!

Als Auftakt dieser Idee, als Inspiration für mich und als Anregung für euch habe ich beschlossen, eine Blogparade zu starten: Ich möchte von deinen Reisebegegnungen lesen!

Genaueres gibt es am Ende dieses Artikels. Doch zuerst einmal erzähle ich von drei ganz unterschiedlichen Reisebegegnungen, aus verschiedenen Jahren, auf verschiedenen Kontinenten. Auch, wenn ich viele solcher kleinen Geschichten erzählen könnte, diese drei sind mir ganz besonders im Kopf geblieben. Viel Spaß beim Lesen – und bei der Teilnahme an der Blogparade, falls dich dieser Artikel inspirieren konnte! 🙂

Flughafen Tbilisi, November 2014, 4 Uhr morgens. 

Was den Schönheitsschlaf angeht, ist Georgien ein beschissenes Reiseziel. Alle günstigen Flüge landen hier mitten in der Nacht und fliegen auch mitten in der Nacht wieder los, dazu muss man in der Nähe von Istanbul umsteigen, generell mit mindestens vier Stunden Aufenthalt. Bei der Anreise ist das, gepaart mit Vorfreude, nicht so schlimm, bei der Abreise, gepaart mit der Tatsache, dass ich auch die ganze Woche über wenig Schlaf bekommen habe, ist es der Horror. Gerade noch habe ich auf einem Stück Kunstrasen in der Wartehalle gesessen und meinen Rucksack mit einer Rolle Frischhaltefolie umwickelt, so dass die Gurte und Schnallen auf ihrem Weg in den Flugzeugbauch zumindest etwas geschützt sind, dann wurde ich ins Flugzeug gescheucht, an diesem kleinen Flughafen ging es von der Sicherheitskontrolle direkt zum Sitzplatz.

Nicht mal am Fenster, denke ich. Neben mir sitzt ein junger Mann, der sich mit dem älteren Herrn, der den Fensterplatz ergattern konnte, auf einer mir unbekannten Sprache unterhält. Plötzlich dreht er sich zu mir, spricht mich an, ich verstehe kein Wort. Lächeln, nicken, weiterschlafen? Ich entscheide mich für die gefahrvollere Variante und entschuldige mich auf Englisch dafür, nichts zu verstehen. „Ach, die jungen Leute in Georgien sprechen tatsächlich kein Russisch mehr! Ich hab das ja gehört, aber nicht geglaubt“, antwortet er, und in meinem Kopf rattert es ein bisschen, bis ich verstehe, dass er mich für eine Georgierin hält. Schnell kläre ich auf, ich will ja nicht, dass er ein schlechtes Bild der georgischen Jugend im Kopf behält. Dass ich mir als Deutsche Georgien angesehen habe, findet er spannend, und fragt mich alles Mögliche, mit fast kindlicher Neugier und vor allem einem großen Grinsen im Gesicht. „Ich bin Samu“, stellt er sich dann vor, und fängt zu meinem Erstaunen an zu singen: „Wie in dem Lied, weißt du: When I met you in the summer…“

Wir quatschen so dahin und meine Müdigkeit und meine schlechte Laune verfliegen. Samu erzählt mir, dass er auf dem Weg nach Budapest ist, wo eine Veranstaltung seiner Uni stattfindet. Er selbst kommt aus Baku in Aserbaidschan, als ich ihm erzähle, dass ich so fasziniert von den vielen nächtlichen Lichtern Tbilisis war, empfiehlt er mir eine Reise dorthin. „Tbilisi ist nichts dagegen! Schau’s auf Google nach!“ Kurz frage ich mich, ob alle Menschen in Baku, vom stetigen nächtlichen Flimmern und Glitzern geprägt, so hyperaktiv und gut gelaunt wie Samu sind. Ist doch nicht normal, denke ich, um vier Uhr morgens so gut drauf zu sein, und dann: Es sollte mehr Menschen wie Samu geben. Auch noch nach dem letzten grinsenden Winken am Istanbuler Flughafen bleibt ein Stückchen Sommersonne bei mir – manche Leute haben einfach diese phänomenale Gabe, andere glücklich zu machen.

Tbilisi bei Nacht

Lima, Peru, Dezember 2011.

Meine Sommerresidenz in Lima ist eine kleine Wohnung im Untergeschoss eines alten Hauses in Barranco, die keine zehn Fußminuten vom Strand entfernt liegt. Als Bett und Sofa gleichermaßen dienen zwei Matratzen, nachts eine zu viel – perfekt für Couchsurfing-Gäste, von denen es in Lima jede Menge gibt. Die meisten davon sind nett, sehen sich tagsüber die Stadt an und kochen abends mit mir, einige davon sind ein bisschen anstrengend, dann kommt Justin aus Seattle. Er ist zum ersten Mal in Südamerika und ich habe lange überlegt, ob ich ihn als Gast haben möchte. US-Amerikaner, Literaturstudium, angehender Schriftsteller, relativ planlos unterwegs, noch dazu ohne Spanischkenntnisse. Klingt für mich nach Klischee-Selbstfindungstrip, nach der Suche nach der „ach-so-authentischen“ Erfahrung. Trotzdem – ich gebe ihm eine Chance. Es wird eine der besten Couchsurfing-Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Wir verstehen uns sofort, gucken abends gemeinsam die bescheuertsten Filme, können uns endlos unterhalten, bereiten Pizza ohne Ofen zu, haben schon nach zwei Tagen unsere eigenen Insider-Witze. Dennoch, nach ein paar Tagen brauche ich einfach mal wieder Raum für mich, und das ist zu zweit schwierig, wenn man eine Wohnung mit nur einem Zimmer hat, Justin versteht das und zieht aus.

Es mag bescheuert klingen, aber ich vermisse ihn. Und so bin ich überglücklich, als ich ihn ein paar Tage später im Bus sitze und ihn durch die Windschutzscheibe die Straße überqueren sehe. Was für ein Zufall – vor allem in dieser Zehn-Millionen-Stadt! Ich springe aus dem Wagen, der schon losgerollt ist, und rufe ihm hinterher, Mann, fast wie in einem kitschigen Hollywood-Film. Wir stehen an der Straßenecke und er erzählt mir, dass sein Rucksack gestohlen wurde – Pass und Kreditkarten inklusive. Weil er sich um einen neuen Pass kümmern muss, ist er immer noch in Lima, eigentlich wollte er schon längst weiterreisen. Natürlich zieht er erst mal wieder bei mir ein. Als er am nächsten Tag in Richtung Botschaft fährt, gibt mir das die Chance, einen Blick in sein Notizbuch zu werfen, das ich kaum mehr aus der Hand legen kann. Würde er ein Buch über seine Reise schreiben, ich wäre die erste, die es kauft.

Er zieht weiter nach Cusco, natürlich. Fast bin ich etwas enttäuscht darüber, dass so ein außergewöhnlicher Mensch so einen gewöhnlichen Weg geht. Als ich einige Zeit später eine Couchsurfing-Nachricht von ihm bekomme, nehme ich das zurück: Er hat in Cusco lange in einem Hostel gearbeitet und Spanisch gelernt, Machu Picchu hat er nie zu Gesicht bekommen. Ich denke an ihn, seine Worte und seine Art, die Welt zu sehen, und finde es schade, dass wir heute keinen Kontakt mehr haben. Doch manchmal soll es wohl nicht sein – wenigstens bleibt mir die Musik, die ich mir von seiner Festplatte gezogen habe, ruhige Lieder mir unbekannter Bands, die mich, ohne dass ich sagen könnte, warum, an Justins Heimat Seattle denken lassen, die richtigen Melodien für ein bisschen Sonntagnachmittagsnostalgie.

Küste Lima

Südbahnhof Frankfurt am Main, Januar 2016, 0:45 Uhr.

Als der Zug einfährt, ist es viertel vor eins. Ich erwarte einen ICE und bin überrascht von dem knarzenden blauen Ungetüm, das vor mir anhält. Selbst der Schaffner, der aussteigt, wirkt wie aus der Zeit gefallen, und das meine ich wortwörtlich, verwirrt steigt er auf den Bahnsteig, als hätte er seit Jahren nur das Zuginnere gesehen. Innen gibt es viel Stauraum für Gepäck, merkwürdig geformte Sitze, die sich fast waagrecht nach hinten schieben lassen, sonst herrscht der Minimalismus. Keine Durchsagen, keine Anzeige, kein überflüssiger Schnickschnack. Der Zug fährt von Basel nach Prag, doch man kann sich in der Nacht gut vorstellen, dass er noch weiter fährt, nach Moskau, quer durch den Balkan oder gar über Sibirien und die Mongolei bis nach China, die großen Bahnrouten, bei deren Namen unausgesprochene Träume mit im Raum hängen. Wohin die Reisenden, viele schlafend, wenige erwartungsvoll, wohl fahren mögen? Die sagenumwogendsten Orte kommen mir in den Sinn. Hier werden Reiseschriftsteller inspiriert, denke ich, aber vielleicht entstammt das auch der Tatsache, dass mein Hirn nach 30 Stunden ohne Schlaf die merkwürdigsten Wege nimmt.

„Man sollte öfter Nachtzug fahren“, schreibe ich in mein Reisetagebuch. Auf der Strecke ruckelt es, oft halten wir an. Überhaupt scheint der Zug jeden anderen auf der Strecke überholen zu lassen, jedes Mal ein Stopp, jedes Mal wieder gewaltiges Rattern, wenn der schnellere Zug sich vorbeidrängelt. Ich möchte mit meinen Mitreisenden philosophische Gespräche führen oder zumindest Karten spielen, doch irgendwie wird das heute nichts, weder das ältere Ehepaar hinter mir, mit dem ich schon am Flughafen auf den Bus gewartet habe und das ebenfalls Thüringen ansteuert, noch der bärtige Hipster mit dem Seesack zu meiner Linken, mit dem ich bereits gemeinsam vergeblich Steckdosen gesucht habe, wirken zu Gesprächen aufgeschlossen, alle schlafen. Ich kann nicht schlafen, denn einige im Wagon schnarchen, und das grelle Deckenlicht, das auch zwischen den Bahnhöfen nicht erlischt, wirkt nach einer Weile wie Folter. „Man sollte nie wieder Nachtzug fahren“, notiere ich innerlich, als ich völlig gerädert gegen fünf wieder aussteige. Immerhin wurde ich binnen vier Stunden von meinen Illusionen befreit.

Und auch meine Gespräche soll ich noch bekommen: Im nächsten Zug, nur noch das kurze Stück von Weimar nach Jena, treffe ich einen Dokumentarfilmer aus dem Iran, der in Deutschland lebt, weil es für Dokumentarfilmer im Iran nicht so einfach ist, und einen Film über alternative Musik in Zentralasien gedreht hat. Ich könnte mir heute noch in den Hintern beißen, dass mein müder Kopf sich genauere Informationen zum Film nicht merken konnte – der klang nämlich wirklich interessant.

Begegnungen

Doch genau das ist wohl das Schöne an vielen Reisebegegnungen: Sie sind dafür gedacht, kurz zu sein und nicht zu halten, sie sind die schnelle Illusion von Gemeinsamkeiten, die sich bei einer längeren Bekanntschaft in Luft auflösen würden, sie bestechen durch ihre Vergänglichkeit und ihre Verankerung in dem, was für uns nicht Alltag ist.

Aufruf zur Blogparade: Reisebegegnungen

Hat dich mein Artikel inspiriert, auch eine Reisebegegnung zu teilen – oder einen allgemeinen Text über Begegnungen auf Reisen zu schreiben? Super!

Wir Reiseblogger erzählen Geschichten von unseren Erlebnissen oder geben Tipps für bestimmte Regionen der Welt. Doch all die Menschen, denen wir unterwegs begegnen, denen widmen wir oft viel zu wenig Raum in unseren Texten. Dabei sind sie es, die uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, die uns beweisen, dass tief im Herzen alle Menschen gleich sind, und die uns im Kleinen die Welt erklären.

Deswegen wünsche ich mir Texte über deine Reisebegegnungen, egal ob lustig, traurig, absurd, romantisch, herzlich, herzerweichend oder alles zusammen! Als Anregungen für deinen Artikel kannst du diese Fragen nehmen – musst es aber selbstverständlich nicht, über kreative Einsendungen freue ich mich immer!

  • Welche Begegnungen auf Reisen sind dir im Kopf geblieben? Erzähl von einer oder mehreren. Wie kam es dazu, was hast du daraus gelernt, warum ist dir gerade dieser Mensch in Erinnerung geblieben?
  • Zeig uns Fotos von deinen Reisebegegnungen – oder portraitiere sie auf eine andere Art. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Interview oder einer Art Reportage?
  • Wie stehst du ganz allgemein Reisebegegnungen gegenüber? Fällt es dir leicht, auf Reisen in Kontakt mit anderen Leuten zu kommen, oder bist du eher eine introvertierte Person?
  • Hast du vielleicht sogar Tipps dafür, wie man am besten mit Leuten ins Gespräch kommt? Oder Lust darauf, eine Typologie der coolsten Hostel-Bewohner/Couchsurfing-Hosts/… zu schreiben?
  • Hat dich eine Reisebegegnung einmal so geprägt, dass du das Gefühl hattest, die Welt danach anders wahrzunehmen? Warum?
  • In meinem letzten Absatz habe ich über die Flüchtigkeit von Reisebegegnungen geschrieben. Stimmst du mir hier zu? Gibt es jemanden, den du auf Reisen getroffen hast und zu dem du heute noch Kontakt hältst?
  • Menschen zu fotografieren ist schwierig, und noch schwerer ist es, wenn es auf Reisen stattfindet und schnell gehen muss. Kannst du Tipps für die Portraitfotografie geben – oder dafür, wie man einen schnellen „Draht“ zu Menschen findet?

Du siehst, das Thema bietet ganz viel Spielraum für die verschiedensten Artikel. Egal, ob du Geschichten, Tipps oder Fotos teilen möchtest, lass dich gerne von dieser Blogparade inspirieren!

Blogparade Reisebegegnungen

(Foto von Lechon Kirb.)

So kannst du teilnehmen:

Mitmachen ist denkbar simpel: Veröffentliche etwas zum Thema „Reisebegegnungen“ und poste unter diesen Artikel einen Kommentar mit dem Link. Das „angedachte“ Medium sind Blogartikel, aber ich nehme auch sehr gern andere Einsendungen – Instagram-Fotos, Flickr-Alben, Videos und so weiter – an. Hauptsache, du bist im Rahmen des Themas kreativ und teilst deine Ergebnisse irgendwo, wo sie öffentlich sichtbar sind! Bitte verlinke in deinem Beitrag diesen Artikel, damit viele Leute darauf aufmerksam werden. Du kannst gern auch alte Beiträge einreichen, solange du im jeweiligen Beitrag hinzufügst, dass du damit an dieser Blogparade teilnimmst.

Wenn du gerne etwas zum Thema schreiben möchtest, aber keinen eigenen Blog hast, schreib die Geschichte deiner Reisebegegnung einfach in einen Kommentar hier auf der Seite.

Für die Teilnahme an der Blogparade hast du 2 Monate Zeit, also bis zum 20. Mai. Danach werde ich alle Einsendungen in einem eigenen Artikel vorstellen. Beiträge, die mir besonders gut gefallen, werde ich zudem zwischendurch über meine Social Media-Plattformen teilen 🙂

Wenn dir das Thema der Blogparade gefällt, teile diesen Artikel doch über Facebook, Twitter & Co. Ich würde mich freuen, wenn viele darauf aufmerksam würden! Und ansonsten: Ran an die Tasten und frohes Schreiben!

Die Teilnehmer:

Geschichten sind da, um geteilt zu werden!Share on FacebookEmail this to someoneShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on Pinterest

78 Gedanken zu “Reisebegegnungen. Aufruf zur Blogparade”

  1. Da hast du eine großartige Idee entwickelt. Ich liebe Reisebegegnungen. Sie bereichern das Leben. Sie bringen einem schöne Erinnerungen. Ich liebe es von schönen Reisebegegnungen zu lesen. Besonders deine. Aber ich freue mich auch auf die Beiträge der anderen. Außerdem erinnere ich mich grad an eine schöne Begegnung als ich das erste mal im Flieger nach Israel saß. Vielleicht schaffe ich es sie bis zum zwanzigsten Mai auf meinem Blog zu veröffentlichen 🙂

  2. Ich wollte eigentlich schon längst mal über meine erste Couchsurfing-Erfahrung schreiben, weil sie einfach so toll war. Irgendwo schlummert sogar schon ein Entwurf dazu, wenn ich mich recht entsinne. Deine Blogparade ist ein wunderbarer Grund um diesen Entwurf rauszukramen und den Artikel endlich mal fertig zu stellen.
    Ich bin auch schon sehr gespannt auf die vielen anderen Artikel & Begegnungen.

    Liebe Grüße,
    Antje

  3. Wie schön, eine Blogparade zu meinem Lieblingsthema, Ariane! Begegnungen sind für mich schon immer die Essenz des Reisens gewesen, deshalb habe ich auf meinem Blog Travelstories dafür eine eigene Kategorie reserviert. Ich erinnere mich gern an die Begegnung mit der Komponistin und Folkmusikerin Fiona Driver auf den schottischen Orkney Islands.

    Dieser Begegnung habe ich einen Blogbeitrag mit Text, Fotos und Videos gewidmet – es geht ja schließlich um Musik: http://travelstories-reiseblog.com/schottland-fiddler-fiona-driver-orkney-islands/
    Herzliche Grüße aus den Niederlanden, Sabine

    1. Ariane, ich hatte vergessen, auf euren Artikel zu verlinken, sorry! Das ist jetzt nachgeholt (unten in meinem Beitrag). Ich würde mich freuen, wenn Du den Beitrag mit aufnimmst.
      Sonnige Grüße, Sabine

  4. Wow, liebe Ariane, da hast sehr eindrücklich deine Begegnungen beschrieben – vor allem bei der in Lima wird wieder einmal bewiesen, dass die eigene Comfortzone zu verlassen – hier dein kleines Zimmer zu teilen – auch oft belohnt wird. Die Idee zu einer Blogparade gefällt mir richtig gut. Über die eindrücklichste Reisebegnung der letzten Zeit habe ich schon geschrieben – und die Überschrift lautete lustigerweise genau „Reisebegnegungen“ 😉 Hier der Link zur Begegnung mit unserer Wanderführin Zi – bei einer Trekking-Tour im Norden Vietnams. Ich krame noch ein bisschen in meinem Gedächtnis rum – vielleicht kann ich dann mir einer anderen Geschichte „richtig“ mitmachen – und noch einen neuen Blogpost für deine Parade schreiben.

  5. Was für ein toller Artikel <3 Und die Blogparade ist wie für mich gemacht! Da setze ich mich die Tage doch direkt mal ran, denn ich habe schon echt wundervolle Reisebegegnungen gemacht, von denen ich viel zu selten erzähle 🙂

    1. Liebe Caroline, das freut mich wirklich riesig! Ich gucke gleich mal rein und trage deinen Artikel direkt oben ein 🙂

  6. Das ist eine richtig schöne Idee Ariane und ein tolles Thema! Du hast so recht, dass wir viel mehr über all diese einmaligen wertvollen Begegnungen berichten sollten, als immer wieder die oft so ähnlichen Reisetipps zu verteilen. Danke für den Denkanstoß, ich freu mich schon auf’s Schreiben!

  7. Beim Lesen Deiner Reisebegegnungen sind so viele Erinnerungen aufgeblitzt! Zum Beispiel an Marj aus Oregon, die coolste Backpackerin ever. Als wir uns in einem Hostel in Neuseeland kennenlernten, war sie 66, reiste mit kleinem Gepäck durchs Land und als unser Gastgeber uns seine Boogie Boards anbot, stürzte sie sich mit mir zusammen in die Wellen. Sie ist inzwischen zehn Jahre älter und immer noch in der Weltgeschichte unterwegs. Mein Idol! Oder an Kelli, meine erste Couchsurfing-Gastgeberin. Ich war zur Recherche für einen Artikel über Urban Gardening in Detroit und wurde im Vorfeld x-fach gewarnt, wie gefährlich diese Stadt sei. Kelli lebt in einem Holzhäuschen im Zentrum und ist, weil sie einen Fahrradladen hat, immer mit dem Rad in der Stadt unterwegs. Alles halb so wild hier, meinte sie, und lieh mir eins ihrer Bikes, mit dem ich die nächsten drei Tage durch die flirrende Augusthitze rollte, den Geruch von verwilderten Gärten in der Nase, Grillengezirpe im Ohr, und die unglaubliche Leere dieser Stadt hautnah erfuhr. Am ersten Abend, ich hatte grade den wohl ätzendsten Grenzübertritt aller Zeiten hinter mir, nahm sie mich mit in ihre Stammkneipe. Wir radelten über einen leeren, sechsspurigen Highway, bogen in eine dunkle Seitenstraße ein und standen plötzlich am Set eines Vampirfilms , der direkt vor der Bar, die sich in einem scheinbar unbewohnten Haus befand, gedreht wurde. Eine meiner intensivsten Reiseerfahrungen.
    Den Blogpost, den ich gerne in Deine Parade einreihen möchte, habe ich deshalb ausgesucht, weil es darin um eine Verkettung unvergesslicher Begegnungen geht. Während ich mit Freund und Baby für sieben Monate im Campervan in Neuseeland unterwegs war, haben wir sehr viele wunderbare Menschen kennengelernt – die herzlichste Gastfreundschaft aber haben wir rund um das East Cape erlebt. Dort wurden wir von einer Maori-Familie zur nächsten weitergereicht und für einen Tag oder länger in die Familie aufgenommen:
    http://www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de/tolaga-bay-gruenlippenmuscheln-und-gastfreundschaft/
    Ich bin gespannt, welche Geschichten ich hier in der Blogparade noch lesen werde!

    1. Wow, das klingt wirklich nach großartigen Erfahrungen. Vor allem das mit dem Vampirfilm gefällt mir ja – für solche absurden Situationen reist man, oder? 🙂 Ich geh gleich mal lesen!

  8. Lustigerweise hab ich in meinen „californian travel notes“ schon damit angfangen, von Momenten zu erzählen, in denen vor allem die getroffenen Menschen im Vordergrund stehen. Deshalb werde ich sicherlich bald noch mehr dazu im Rahmen deiner Blogparade schreiben…!
    liebe Grüße!

  9. Ach, was für eine coole Idee, Ariane! Die Begegnungen sind es ja, die aus dem Reisen die wirklich spannenden Geschichten machen! Ich überleg mal ein bisschen, welche am besondersten für mich war und dann bin ich selbstverständlich dabei 🙂
    Sehr berührt hat mich übrigens deine Geschichte von Justin – ich habe auch solche Begegnungen gehabt, wo es nachher einfach ist, als hätte es den anderen Menschen nie gegeben und das ist immer sehr schade… aber irgendwie auch schön, wenn trotzdem bloß gute Erinnerungen bleiben, ein bisschen Melancholie gehört ja immer dazu 🙂
    Alles Liebe,
    Kathi

  10. Liebe Ariane,

    eine wunderschöne Idee für eine Blogparade. Ich habe vor ein paar Tagen zufällig genau zu so einen Thema gebloggt und möchte den Artikel gern zur Blogparade einreichen. Ich werde mal noch zur Parade hier nachträglich verlinken.

    Begegnungen auf Reisen sind wunderschöne Geschenke und machen das Reisen einzigartig. Abgesehen von der wunderschönen Natur in die es uns immer wieder zieht, ist mir der Aspekt der Begegnungen mit am Wichtigsten, denn das Herz braucht immer wieder mal Futter. 🙂

    So nun aber der Link:
    http://findinghummingbirds.de/wenn-eine-begegnung-ein-leben-veraendern-kann/

    Ganz liebe Grüße Janine!

  11. Was für ein schönes Thema für eine Blogparade! Und mir fielen beim Lesen spontan wieder so viele tolle Menschen ein, die mir begegnet sind. Von seltsamen, aber sehr lustigen und netten Menschen im Zug, von Mitreisenden bei Fahrgemeinschaften und von Hosts in anderen Ländern. Hach, da werd ich auf jeden Fall mitmachen! Im Mai findet sich da ja bestimmt ein passender Slot auf meinem Blog. Wirklich schöne Idee!
    Liebe Grüße,
    Lisa

    1. Das freut mich sehr 🙂 Ja, Fahrgemeinschaften und Couchsurfing sind ein Garant für solche Geschichten 😀

  12. Hallo Ariane,
    ich habe schon vor einiger Zeit einen Artikel über einen ganz besonderen Reisemoment geschreiben, der wunderbar zu deiner Blogparade passt:
    http://blog.workntravel.info/lost-auf-wahike-island-neuseeland/
    Dieser Reisemoment war eigentlich auch eine Reisebegegnung, die nur ganz kurz gedauert hat. Ein Unbekannter, der aus dem Nichts aufgetaucht ist, mir geholfen hat und dann wider verschwunden ist. Reisebegegnungen sind wirklich etwas ganz Besonderes. Ich habe auch vor in meinem Blog mehr darüber zu schreiben. 🙂
    LG Johanna

  13. Hi Ariane,
    die Menschen, die wir treffen, machen doch unsere Reisen erst reisens- und erzählenswert, oder?
    Ich finde deinen Beitrag ganz wundervoll und toll geschrieben. Ich habe einen Artikel schon länger in den Entwürfen gehabt, nach langem hin- und herüberlegen, ob ich auf Veröffentlichen klicken soll, hat mich dein Beitrag dann ermutigt es zu tun. Vielen Dank dafür!
    https://binichschonda.com/2016/05/08/was-passiert-wenn-man-auf-sich-selbst-trifft/

    LG
    Candy

  14. Liebe Ariane, was für ein schönes Thema für eine Blogparade! Reisebegegnungen sind für mich das Salz in der Suppe, wenn ich auf Reisen bin. Einen Ort oder ein Land versteht man erst, wenn man sich mit seinen Menschen auseinandersetzt. In Kerala habe ich in Herbst durch Zufall einen Maler kennengelernt, dem ich diesen Beitrag gewidmet habe: http://www.travelingtheworld72.de/desmond-rebeiro/. LG, Alexandra

  15. Liebe Ariane,
    diese Blogparade ist eine super Idee. Mir sind auf Anhieb mindestens zwei Handvoll wirklich besonderer Begegnungen eingefallen, die ich auf meinen Reisen hatte. Weil ich mich aber so was von überhaupt nicht entscheiden konnte, über welche dieser schönen Reisebegegnungen ich jetzt schreiben soll, habe ich die besonders komischen genommen. Das fiel mir zwar auch nicht ganz leicht, aber da war die Auswahl nicht so groß: https://unterwegsmitkind.wordpress.com/2016/05/10/hallo-nachbarn-urlaub-mit-kindern-im-feriendorf/
    Liebe Grüße
    Gela unterwegsmitkind

    1. Ich kann bei dir leider nicht kommentieren, daher hier 🙂 Es ist zwar keine Reisebegegnung, aber ich nehme deinen Artikel gerne trotzdem mit auf 🙂 Mir geht es ähnlich, wenn ich alleine unterwegs bin, habe ich mehr Begegnungen und Erfahrungen als wenn ich mit meinem Freund unterwegs bin. Ist ja ganz normal – zu zweit beschäftigt man sich einfach miteinander, der Fokus verschiebt sich und die gemeinsame Zeit steht im Mittelpunkt statt das Erleben. Toll, dass du und deine Schwester so eine großartige Beziehung habt – ich habe leider gar keine Geschwister! 🙁

  16. Liebe Ariane,
    als ich deinen Artikel entdeckt habe, musste ich sofort an meine Begegnung mit einem Mädchen in Kambodscha denken: http://somewhereelse.de/leben-in-kambodscha-begegnung/
    Ich finde deinen Vorsatz toll, mehr über Reisebegegnungen zu schreiben und stimme dir zu, dass so manche Begegnung einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Man kann so viel lernen von anderen Menschen.
    Auf weitere lustige, nachdenklich stimmende, bereichernde Begegnungen auf Reisen!
    Liebe Grüße
    Yvonne

    1. Liebe Carola, leider kann ich auf deinem Blog nicht kommentieren. Daher also hier 🙂 Was für spannende Begegnungen du schilderst – deinen Artikel habe ich sehr gerne gelesen! Vor allem das mit dem Zugfahren, was du beschreibst, kann ich sehr gut nachfühlen. Schön, wie dir manche Begegnungen eine neue Perspektive aufgezeigt haben!

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