Schlagwort: Meer

Geschichten

Worüber soll man sich auch Sorgen machen?

Loop Head Wild Atlantic Way

Kilkee nimmt drei Seiten im Irland-Reiseführer ein und besteht letztlich gefühlt doch nur aus einer Straße und einem Strand. Weit muss man gehen bei Ebbe, um zum Wasser zu kommen, und wie man so über den vollkommen leeren Sand spaziert, denkt man sich, dass hier im Sommer bestimmt die Hölle los sein muss. Also, in der einen Woche, die der irische Sommer dauert.

Jetzt im März, wo einem der eiskalte Wind durch die Haare fährt, ist man trotz vier Lagen Kleidung froh, sich wieder ins Auto retten zu können. Das Faszinierende am County Clare ist, dass man nicht einmal wirklich aussteigen muss: Die Küstenstraße, der „Wild Atlantic Way“ führt so nah an den Klippen vorbei, dass jeder Blick aus dem Fenster uns begeisterte „Ohh“s und „Ahh“s entlockt. Mächtig schwappt die Gischt in die Schluchten und Ritzen, die die Felsen gebildet haben, am Himmel kreisen die Seevögel. Weiterlesen

Geschichten

Ein Ort zum Bleiben: Huanchaco in Nordperu

Huanchaco

Allgegenwärtig ist das Rauschen der Wellen in Huanchaco, man hört es, wo man geht und steht, man gewöhnt sich daran und doch zaubert es einem ein Lächeln aufs Gesicht, wenn man es wieder bemerkt, allein die Vorstellung: Da draußen, keine zweihundert Meter entfernt, liegt der Pazifische Ozean, so groß wie alle Kontinente der Welt zusammen, da vorne liegt mehr als die Hälfte des Wassers, was es auf dieser Erde gibt. Immer hätte ich gedacht, in den Bergen, in der Natur, fühlt man sich klein, doch das geht auch am peruanischen Pazifikstrand. Weiterlesen

Geschichten

Da, wo die Wale geboren werden

Puerto Lopez Ecuador

Ich steige in ein Mototaxi und fühle mich angekommen. Der Wind, der die Haare zerzaust, der Staub, der durch die Ritzen kriecht, das Ruckeln auf den ungeraden Straßen, die die dreirädrigen Gefährte häufig zum äußersten Wanken bringen und sie manchmal auch umkippen lassen. Ich folge dem Rauschen des Meeres hinunter zum Strand, brauner Sand, graublaue Weite, helle Gischt. Fast niemand ist unterwegs, einsame Fischerboote wackeln auf den Wellen oder stehen verlassen im Sand, blau, grün und gelb getüncht, mit Zeichnungen von Fischen und religiösen Namen versehen. Welle um Welle erreicht den Strand und gleitet wieder zurück in den Pazifik, diese endlose Wassermasse, die mehr als ein Drittel der Erde einnimmt. Palmen schütteln ihre Blätter im Seewind, Pelikane halten mit eleganten Flügelschlägen dagegen. Obwohl keine Sonne scheint und es Winter ist, haut einen die Hitze einfach um, T-Shirts und Flip-Flops sind hier im gesamten Jahr der Dresscode, wobei: Die Herren verzichten auch gerne auf Letzteres und recken einem ihre Wampe entgegen. Träge liegt ein Hund am Straßenrand, wie so oft fragt man sich, ob er überhaupt noch atmet. Weiterlesen

Geschichten

So einfach kann es sein: Unterwegs rund um Aberystwyth

Keine Vorstellung, keine Erwartungen. In etwa so bin ich an unsere Zeit in Wales herangegangen. Okay, ich hatte einen Reiseführer durchstöbert, einen Wanderführer gekauft und ein paar Artikel auf Reiseblogs gelesen, aber das war es dann auch. Ich hatte keine Sehenswürdigkeiten im Kopf, die ich besuchen wollte, und keinen konkreten Plan für die Zeit in dem kleinen Land. Vielleicht liegt meine Begeisterung für unsere Reise genau darin – Leben von Tag zu Tag, den Kopf frei von Plänen, sehen, was kommt, ist es nicht das, was wir uns von einer Reise wünschen, besteht die Abwechslung vom Alltag, die wir wollen, nicht genau darin? Weiterlesen

Geschichten

Zwei Seen und das Meer: Die Cregennan Lakes

Die Straße schlängelt sich zwischen Hügeln hindurch und scheint immer schmaler zu werden. Rechts und links ist sie von niedrigen Mauern aus gestapelten Schieferstücken oder Zäunen begrenzt – würde uns jetzt ein Auto entgegenkommen, wir müssten ein ganzes Stück rückwärts fahren. Doch wie so oft in Wales sind wir die einzigen weit und breit. Weiterlesen

Erfahrungen

Ein bisschen Meer geht immer

Ich bin ja eigentlich eher ein Berg-Mensch. Klingt vielleicht komisch, aber die Meer- und Strand-Liebe vieler Menschen kann ich nicht so wirklich teilen. Klar, ein Sonnenuntergang mit Palmen über weißem Karibiksand ist schon nett, und es war auch schön, in Peru direkt an der Treppe zum Strand zu wohnen. Außerdem heißt auch für mich „Meer“ direkt Urlaub – der Blick auf die Wellen entspannt schon, das muss ich zugeben. Aber ich schwimme und bade nicht gerne, so fällt das Meer für mich in dieser Hinsicht schon mal flach, und die langen weiten Landschaften, die bei anderen Freiheit hervorrufen, finde ich eher langweilig. Berge und Hügel bieten wenigstens etwas Abwechslung fürs Auge! Weiterlesen

Geschichten

Rotterdam

Nachdem alle Amsterdam-Posts ja schon online sind, musstet ihr auf den Beitrag über Rotterdam nun ja eine ganze Weile warten. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht, denn nach den gemütlichen fahrradgeprägten Amsterdambildern sehen die Fotos aus Rotterdam wirklich aus, als wären sie in einer ganz anderen Welt entstanden. Statt Blumen gibt es viel Metall, große Schiffe, Kräne und moderne Brücken, das vorherrschende Farbschema ist blaugrau statt grün und statt überfüllten Straßen sind die meisten Bilder recht unbelebt. Rotterdam ist auch wirklich eine ganz andere Stadt als Amsterdam, aber nicht weniger interessant! Weiterlesen

Impressionen

Ein Tag am Strand

Ab und an sollte man einfach mal einen Ausflug ans Meer machen. Genauso, wie man ab und an einen (zumindest einen kleinen) Berg besteigen sollte. Und da so schöne Sonne war, fuhren wir zwischen Amsterdam und Rotterdam noch schnell an einen Strand im Westen der Niederlande. Starker Wind, Sand zwischen den Zehen, Picknick in den Dünen, Erdbeeren und Stroopwafels, und später der erste Sonnenbrand des Jahres. Viel mehr muss ich dazu wahrscheinlich gar nicht mehr sagen. Weiterlesen