Projekt Fernweh: Kindheitserinnerungen aus Elba

Heute schreibt Toni von Faible einen Gastbeitrag, und sie stellt uns einen Ort vor, an dem sie als Kind sehr glückliche Tage verbracht hat: die Insel Elba. Jetzt war sie wieder dort, und hat ganz wunderbare Fotos mitgebracht. Aber lest selbst!

Achja: Bei einem ersten Überfliegen eurer Gewinnspiel-Kommentare habe ich gelesen, dass viele an heldenwetter besonders das Projekt Fernweh mögen. Das freut mich natürlich sehr! Und ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass das Projekt von und mit euch lebt! Wir reisen so lange weiter, wie ihr Orte, Gefühle, Erinnerungen hier vorstellt 🙂 Wer einen Beitrag schreiben möchte, darf sich also sehr sehr gerne bei mir melden!

Es riecht nach frischen Cornettis. Der Duft kitzelt in der Nase wie die Sonnenstrahlen im Gesicht. Mhmmm… In der Ferne kreischen Möwen. Langsames Augenaufschlagen. Appetit auf das frische Gebäck, dessen Geruch das ganze Haus erfüllt. Ich gehe zur Tür, die auf den Balkon führt. Vorsichtig öffne ich die dunkelgrünen Läden und lasse die Sonne nun ganz herein. Ich trete auf den Balkon. Vor mir das Meer und unterhalb der kleine, wunderschöne Ort Marciana Marina.

Endlich war ich wieder da – da, wo ich als Kind jedes Jahr 2 Wochen meines Sommers verbracht habe. Auf Elba – einer italienischen Insel zwischen Korsika und Festland. Ich habe dort schon Sandburgen gebaut, Papas eingebuddelt, Melone geschlemmt, Boote beobachtet, Lemon Soda mit Strohhalm getrunken, Sonnenallergie gehabt, Tretbootfahren erlebt, Quallen auf nackter Haut gefühlt, Paninis gegessen, zu „Il Coccodrillo come fa?“ getanzt, mit kleinen Italienern im Pool geplanscht – mich einfach wohlgefühlt. Bis ich in die Schule gekommen bin. Ab da ging es nicht mehr nach Elba. Zwar habe ich andere tolle Orte am Meer gesehen und erlebt, aber keinen habe ich je so wahrgenommen.

Diesen Sommer ging es nach 11 Jahren wieder zurück. Ins gleiche Hotel, in die gleichen Restaurants, an die gleichen Strände. Und es war wieder wie früher. Der atemberaubende Blick, das gute Essen (ich liebe diese Kräuter- und Gemüsevielfalt!) und der tolle Ort.

Von unserem Hotel läuft man ca. 5min in den Ort. Wunderschöne Lädchen mit ausgefallenen Sachen und Leckereien. Ganz besonders zu empfehlen ist der Wochenmarkt: Dort gibt es Grillhähnchen mit Rosmarin und wunderschöne Ledertaschen.

Auch in anderen Orten waren wir. Da die Italiener Ende Mai noch keine Ferien hatten, waren Insel und Strände wunderbar leer. Klippen, Sandstrand, Felsbuchten, Kiesstrände – Boutiquen, kleine Tante-Emma-Supermärkte, abgelegene Eisdielen und Espresso-Bars. Für jeden ist was dabei und er kann die Zeit dort genießen.

Wir haben geweint, gelacht und für nächstes Jahr wieder gebucht. Vielleicht kommen auch wie früher meine Großeltern mit. Nächstes Jahr habe ich dann um diese Zeit mein Abitur fertig – und freue mich darauf, wieder eine Woche auf dieser wunderschönen Insel sein zu können.

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8 Gedanken zu “Projekt Fernweh: Kindheitserinnerungen aus Elba”

  1. Hmmm das klingt ja so schön!! Ich glaube ich überlege mir, ob ich meine nächsten Urlaub auch dort verbringen möchte. 🙂 Besten dank für diesen tollen Beitrag!
    Liebe Grüsse Alizeti

  2. Das selbe Erlebnis hatte ich jedes Jahr (meist sogar mehrmals) auf der kanarischen Insel Fuerteventura. Ich bin beinahe zwanzig Mal dort gewesen (und btw. 17 Jahren alt. ~)
    Was natürlich nie heißt, dass man noch nirgendwo anders war 😉
    Aber ein zweites Stück Heimat kann nie schaden, nicht?
    Toller Beitrag!
    ~ Jen

  3. Das klingt so toll!
    Ich war bis ich 10 war jedes Jahr in Griechenland, Kreta oder Rhodos… Und ich vermisse diese Inseln wahnsinnig!
    Ich denke, solche Reisen, gerade in der Kindheit, prägen doch sehr.
    Bald möchte ich auch mal wieder dorthin 🙂

  4. oh wie schön es dort aussieht!ich mag das projekt fernweh auch richtig gerne an deinem blog, bin selbst grad für ein paar monate in guatemala und mache hier einen freiwilligendienst, vielleicht kann ich ja auch irgendwann mal was zum thema fernweh schreiben. heimweh hab ich hier jedenfalls nicht 🙂 ganz liebe grüße, marike

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