fakten über mich

Geburtstagsfakten: 24 Anekdoten und Wahrheiten über mich

Ich habe heute Geburtstag, und so langsam komme ich damit in ein Alter, in dem man sich darüber nur noch bedingt freut. Ist mir glücklicherweise egal – in meiner Lebensphilosophie sollte man jede Gelegenheit zum Feiern ausnutzen.

Dass wir jahreszeitentechnisch bereits Ende Juni angekommen sind, bedeutet übrigens auch, dass ich inzwischen seit fast fünf Jahren blogge – seit sechs sogar, wenn man das Jahr mitzählt, in dem ich in Peru mein Auslands-Tagebuch geführt habe. Wenn ich durch alte Artikel stöbere (was ich seltener tue, als ich vielleicht sollte), dann erschrecke ich mich hin und wieder sehr über die unglaubliche Veränderung, die dieser Blog durchgemacht hat. Von der Abstellkiste für alles, was mir einfiel, hin zum Reiseblog mit professionellem Erscheinungsbild. Und dieselbe Veränderung haben viele Blogs durchgemacht, denen ich seit meinen Anfängen folge.

Das ist toll – ich bin immer wieder beeindruckt, was für großartige Texte, Bilder und Projekte Leute veröffentlichen, kosten- und bedingungslos. Aber manchmal denke ich mir doch, dass ich irgendwie die Persönlichkeit vermisse, bei anderen Blogs genauso wie bei heldenwetter.

Einerseits ist es absolut verständlich, dass Reiseberichte, Geschichten und Tipps dominieren, schließlich kann man gut und gerne die Frage stellen, wen es interessiert, welche Lebensprobleme unbekannte Reisebloggerinnen und Reiseblogger gerade mit sich herumschleppen, wie sie am liebsten ihre Abende verbringen oder wo sie in Zukunft noch hinreisen möchten.

Andererseits habe ich mich häufig dabei ertappt, doch gerade diese Beiträge zu lesen – schließlich ist es doch irgendwie schön, Menschen virtuell kennen zu lernen, deren Abenteuern man folgt. Sich in Gedanken, Plänen und Leidenschaften wieder zu finden. Ein rundes Bild zu bekommen von der Person, die irgendwo am anderen Ende des Landes hinter einem Laptop sitzt und Texte schreibt.

Als kleine Hommage an die alten Zeiten habe ich deshalb beschlossen, einfach ein paar wahllose Dinge über mich zu erzählen – zur Feier des Tages ganze vierundzwanzig. Viel Spaß beim Lesen, und ich freue mich natürlich wie immer riesig über Kommentare!

1. Büchergeschichten

Jetzt kommt ein Satz, für den mich bestimmt viele für verrückt erklären werden: Eigentlich bin ich kein Fan von der Idee, Bücher zu horten. Bücher sollten zum Lesen da sein, nicht zum Ansehen. Noch dazu vertragen sich regelmäßige Umzüge und volle Bücherregale nur bedingt. Daher liebe ich Second Hand-Läden und vor allem Tauschregale. Die benutze ich wie eine Bibliothek – ich nehme Bücher mit, die mir gefallen, und stelle sie nach dem Lesen wieder zurück. Nur die Bücher, die mir besonders gut gefallen haben, und Sachbücher und Uni-Bücher, von denen ich weiß, ich werde sie noch einmal benutzen, bleiben bei mir. Eigentlich, in der Theorie. In letzter Zeit jedoch ertappe ich mich dabei, wie immer mehr Bücher bei mir einziehen und ich sie einfach nicht abgeben kann. Ich bring’s nicht übers Herz!

Mein letzter Neuzugang ist übrigens der grandiose Graphic Novel Freedom Hospital des syrischen Künstlers Hamid Sulaiman, der die Geschichte des syrischen Bürgerkriegs anhand verschiedener Charaktere lebendig werden lässt. Dank aufwändiger Signierung bei einem Gespräch vor einer Woche (inklusive meines Namens auf Arabisch) wird mich das so bald auch sicher nicht verlassen!

2. Die Sache mit dem Yoga

Ich habe ja schon mal Yoga gemacht, irgendwann, vor grauer Vorzeit. Alleine, im Kinderzimmer. Und zwischendurch fand ich Yoga irgendwie doof, was für Leute eben, die sich auch Plastikbuddhas ins Wohnzimmer stellen. Dann gab’s im Sommer in Bonn einen wöchentlichen kostenlosen Kurs im Park, und ich bin Yoga verfallen. Ja, ich weiß, ich komme damit ziemlich spät zum aktuellen Trend, aber ist mir egal. Ich habe tatsächlich noch nie einen Sport gemacht, nach dem ich mich so gut und entspannt gefühlt habe. So richtig voran geht es bei mir noch nicht mit den Figuren, aber ich übe fleißig. A propos Gründe zum Feiern: Wenn ich dieses Mit-den-Händen-vom-Boden-abstützen kann, dann gibt’s ne Party.

3. Von Umzügen, Anpassungen und merkwürdigen Gestalten

Im vergangenen Herbst bin ich von Thüringen nach NRW gezogen, genauer gesagt nach Bonn. Die Entscheidung habe ich ganz rational, aus meinem Studieninteresse heraus, gefällt, und mich mit der Stadt an sich überhaupt nicht beschäftigt, bevor ich hingezogen bin. Ich bin vorher nie dort gewesen. Selbst mein WG-Zimmer habe ich über Skype gefunden. Letztendlich war das vielleicht ganz gut, denn mein Master hier ist super – aber die Stadt ist so eine Sache. Ich habe ja schon einmal einen Artikel darüber geschrieben, was ich an Bonn gerne mag, und der war absolut ehrlich, aber die Eingewöhnungszeit war doch lang.

Das mag daran liegen, dass ich einen tollen Freundeskreis und meinen Freund in Jena zurückgelassen habe, oder daran, dass ich es einfach nicht gewohnt bin, in großen Städten zu leben. Einen Teil hat jedoch auch der Standort meiner Wohnung beigetragen. Am Rande der alternativen Altstadt gelegen, beneidet mich jeder darum – der noch nicht hier war. Denn unsere Straße, eine der beliebtesten in Bonn, macht einen Knick, und man landet in einer Ecke, die so trostlos ist, dass man sie eher in Bonn-Tannenbusch vermuten würde als in der schönen Nordstadt. Ein paar Meter weiter, hinter den noch immer nicht abgehangenen Landtagswahlplakaten (hat man uns vergessen, oder hat sich niemand mehr hin getraut?), gegenüber von der Methadonausgabestelle und schräg hinter dem Obdachlosenasyl wohne dann ich.

Dank des unschlagbaren Preises, der schönen Wohnung, der Stadtnähe und der weltbesten Mitbewohner hat mich die Lage erst mal nicht sonderlich interessiert, und tut es bis heute nicht. Trotzdem waren nächtliche Streits auf der Straße und abgerissene Gestalten, die gegen Mittag an unsere Hauswand pinkelten, erst mal gewöhnungsbedürftig für mich. Inzwischen habe ich nicht mal mehr Angst vor dem weißhaarigen Opa, der die Straße regelmäßig mit lautem Gebrüll und den entsprechenden Bewegungen wissen lässt, er sei ein fähiger Ninja-Krieger, und der bärtige Obdachlose an der Straßenecke grüßt mich immer freundlich. Ich würde sagen, ich bin angekommen. (Okay, ich muss das wieder zurücknehmen: Kurz vor Veröffentlichen dieses Artikels wurde ich quer über die Straße hinweg als Nutte beschimpft und angeschrien, ich solle die Fresse halten, als ich still und alleine auf dem Fahrrad saß. Aber jeder hat ja mal nen schlechten Tag.)

streetart bonn

4. Merkwürdige Faszinationen

Ich bin absolut fasziniert davon, wie Sprachen sich entwickeln, und vor allem, wie Menschen unterschiedlicher Muttersprachen die Welt auf verschiedene Arten und Weisen wahrnehmen. Stichwort grün und blau-Begriffe in verschiedenen Sprachen, oder Raumorientierungssysteme. Ich glaube, ich habe in diesem Bereich ähnlich viele Bücher gelesen wie in meinem eigentlichen Studienfach, und ich kann gefühlt tausende von Anekdoten zum besten geben. Mache ich auch manchmal. Ungefragt. Und wundere mich dann jedes Mal, wie man das bitte nicht vollkommen faszinierend finden kann?! Übrigens habe ich auch mal einen Blogartikel mit Sprach-Anekdoten verfasst. Lest und seid begeistert! 😀

5. Mitreißende Wahlen

Ich lasse mich von politischen Ereignissen ungleich heftig mitreißen, gerade von knappen Wahlen. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass die letzten vierzehn Monate für mich ein einziger Albtraum waren. Von den Wahlen in Österreich und in Peru ging es über den Brexit-Krimi und den grauenvollen US-Wahlkampf bis hin zur Wahl von Trump, nach der ich bestimmt eine Woche nicht mehr richtig schlafen konnte. Das klingt jetzt sehr egoistisch, aber: Allein schon für mein Seelenheil wünsche ich mir etwas weniger politisches Drama in der näheren Zukunft.

6. Die Sache mit dem Gottkomplex

Andererseits bin ich ja sozusagen hauptberuflich in einem sozialwissenschaftlichen Studium verankert, und unter Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern fallen die Reaktionen auf solche politischen Ereignisse häufig so aus, dass Außenstehende sie gut und gerne als makaber bezeichnen können. Nach dem Brexit war das, was ich in meinem Umfeld am häufigsten gehört habe, nicht „Oh Gott!“, sondern eher „Wow, klasse, das wird jetzt super spannend!“ Soziologen und Politikwissenschaftler haben das, was eine Freundin einen Gottkomplex nannte: Wir gucken von oben in die Welt, analysieren, was da vor sich geht, und freuen uns ganz schön, wenn mal was Unvorhergesehenes passiert. Trotzdem – zu viel Unvorhergesehenes ist dann auch einfach zu viel Adrenalinkick.

7. Ich, der Serien-Junkie

Ich gucke wirklich gerne Serien. Also, wirklich gerne. Und ich gucke sie so schnell, dass ich häufig nach neuen Serien suche. Das Problem dabei? Am Ende kommt immer eine neue Staffel, und dann habe ich auf einmal fünf Serien parallel, die ich gerade gerne gucken würde. Es ist ein Kreuz. Schlimmer ist jedoch, dass ich die meisten Serien gemeinsam mit meinem Freund angefangen habe – und sie dadurch nicht alleine weiterschauen kann. Früher war das kein Problem, aber da mittlerweile 400 Kilometer zwischen uns liegen und wir keine Lust haben, die Wochenenden, an denen wir uns sehen, mit 48-stündigen Serienmarathons zu verbringen, sammelt sich nach und nach ein riesiger Stapel an ungesehenen Folgen an. Und ja, ihr dürft jetzt alle mal kurz lachen darüber, welche schlimmen Probleme mich beschäftigen.

8. Ich, der Podcast-Junkie

Genauso gern wie Serien zu gucken, höre ich übrigens Podcasts. Entweder True Crime-Podcasts, in denen echte Kriminalfälle aufgeklärt werden, oder Mystery-Podcasts. Gerade Letztere lassen mich ab und an nächtelang nicht schlafen, weil gruselig, aber ich kann einfach nicht aufhören. Meine Top-Empfehlungen sind übrigens Someone Knows Something und The Black Tapes. Vorsicht: Letzteren nicht alleine in dunklen Winternächten hören, wenn ihr etwas schreckhaft seid. Ich spreche aus Erfahrung.

9. Abgehärtet? Hmja.

Mein Vater ist Arzt, meine Mutter ist Arzthelferin. Alle, die viele Mediziner in ihrem Umfeld haben, können sich das wahrscheinlich ganz gut vorstellen: Bei meinen Eltern am Küchentisch drehen sich Gespräche regelmäßig über eitertriefende Wunden und ähnlich appetitliche Themen. Während ich mir nebendran meine Nudeln reinschaufel. Stört mich höchstens ein bisschen. Müsste ich Blut und Verletzungen aber sehen und nicht nur davon hören, mir würden sich definitiv die Fußnägel aufrollen.

10. Kamel auf Durchreise

Ich trinke unglaublich viel Wasser. Wenn ich das sage, kommt von vielen Leuten so etwas zurück wie „Oh ja, ich auch, bestimmt ein bis zwei Liter am Tag!“ Ähm, ja, ich biete so vier oder fünf?! Glücklicherweise wurde mir (siehe oben) schon bescheinigt, dass das Ganze medizinisch unbedenklich ist. Übrigens trinke ich eigentlich nichts anderes als Wasser. Ich mag weder Softdrinks noch Säfte (mit Ausnahme von dreimal pro Sommer einer Rhabarbersaftschorle) besonders gern und trinke sie höchstens, weil es in gemütlicher Runde einfach komisch aussieht, wenn man nur ein Wasser bestellt. Im Winter kommt aus Wärmegründen ab und an ein Tee dazu.

Was Softdrinks angeht, bin ich darüber hinaus total pingelig. Eine Flasche, in der mal Cola oder Club Mate war, schmeckt – zumindest für mein Empfinden – auch nach dem dreiundfünfzigsten Auswaschen noch nach dem vorherigen Inhalt und darf nicht für den Wassertransport verwendet werden, Punkt.

11. Feuerphobie

Ich hatte letzten Winter, als ich in der Arbeit regelmäßig Teelichter anzünden musste, das Erfolgserlebnis meines Lebens: Nach dreiundzwanzigeinhalb Jahren habe ich mich zum ersten Mal getraut, ein normales Feuerzeug zu benutzen. Hussa!

12. Die kleinen Ängste

Generell habe ich ziemlich viele bescheuerte, kleine Ängste. Alleine Autofahren ist jedes Mal wieder ein Drama für mich, obwohl ich es schon häufig gemacht habe. Genauso wie eigentlich alles, was mit tiefem Wasser oder Feuer und Hitze zu tun hat. Wenn ich solche Sachen Freunden erzähle, lachen sie mich meistens aus. Ist schon auch irgendwie merkwürdig, dass ich kein Problem damit habe, couchzusurfen, bereits ab und an getrampt bin und quer durch die Welt reise – aber mich vor ner Kerze fürchte. Naja, ich nehm das einfach mal so hin und freue mich darüber, wenn ich kleine Erfolge (siehe oben!) feiere.

13. Zum Thema Wasser

In meinem Körper ist irgendwas kaputt. Glaube ich. Zumindest bin ich nicht fähig, den Kopf unterzutauchen, ohne dass mir Wasser sehr unangenehm irgendwo in Nase oder Rachen läuft. Selbst wenn ich mir Mund und Nase dabei zuhalte. Irgendwo ist da scheinbar ein fälschlicherweise offener Kanal.

14. Eitelkeiten

Ich bin relativ pflegeleicht, was mein Aussehen angeht. Schminken tu ich mich eher rudimentär und unfähig, dauert so zwei Minuten. Klamotten müssen eher bequem sein als schön, oder im Idealfall beides – ich benutze beispielsweise nur Rucksäcke, keine Umhängetaschen, weil mir Letztere Rückenschmerzen bereiten, und ich trage niemals hohe Schuhe. Meine Haare wasche ich nur einmal in der Woche. Das liegt zum einen daran, dass sie das mehr als gut verkraften und eigentlich nicht fettig werden, und zum anderen daran, dass sie so dick sind, dass sie drei bis vier Stunden brauchen, um zu trocknen. Föhnen geht nicht, da machen meine Arme einfach schlapp, bevor ich halb durch bin.

Das führt dazu, dass ich manchmal Verabredungen absagen muss, weil ich „meine Haare waschen muss“ – wobei trocknen wahrscheinlich das akkuratere Wort wäre 😉 In meinem Freundeskreis längst ein Running Gag, will ich gar nicht wissen, was Leute damit von mir denken, die mich nicht so gut kennen, um zu wissen, dass ich keine vier Stunden mit fünfzehn verschiedenen Pflegeprodukten vor dem Spiegel verbringe…

15. Komische Geschmacksnerven

Ich esse eigentlich alles. Eigentlich. Denn es gibt zwei Dinge, die kann ich auf den Tod nicht ausstehen: Minze und Kaffee. Mir wird schon schlecht, wenn ich Minze nur rieche – bei Kaffee jedoch mag ich den Geruch, nur beim Geschmack könnte ich schreiend weglaufen.

16. Heulsuse

Ich würde mich nicht unbedingt als total emotionalen Menschen bezeichnen, aber ich bin einfach nah am Wasser gebaut. Bei Filmen und Serien genauso wie bei Dingen, die mir im realen Leben passieren. Bin ich überwältigt, glücklich, überfordert, traurig – fließen schnell die Tränen. Ich find das auch nicht schlimm oder peinlich, auch wenns natürlich schon Situationen gab, in denen mir das unangenehm war. Letztendlich ist es ja auch gut, wenn man nicht komplett aus Stein ist 😉

17. Die Anti-Perfektionistin

Ich habe das Gefühl, auf JEDEM Blog irgendwann den Satz zu lesen „Ich bin absolute Perfektionistin“. Ja, nee, ich nicht. Also, so gar nicht. Bei mir gilt eher das Motto „Fertig ist besser als perfekt“, oder auch einfach „Ich lass das jetzt so“. Ich hoffe, das merkt man meinem Blog nicht allzu sehr an?!

18. Die Sache mit den Dialekten

Ich stamme ja aus Bayern, spreche aber absolut keinen Dialekt. Was die meisten Leute mit einem „Zum Glück!“ kommentieren, finde ich fast ein bisschen schade. Dialekte sind doch eigentlich was Schönes – solange man fähig ist, auf Hochdeutsch umzuschalten. Noch unangenehmer als die Tatsache, dass ich keinen Dialekt spreche, ist, dass ich meinen Heimatdialekt unglaublich schlecht verstehe. Da ich mit anderen Arten des Bayerisch aber einigermaßen gut klar komme und auch die meisten Österreicher relativ problemlos verstehe, bilde ich mir einfach ein, dass es daran liegt, dass Oberpfälzer grundsätzlich so sprechen, als hätten sie drei große Kartoffeln im Mund. Wie soll man eine Sprache verstehen, bei der nicht mal erkenntlich ist, wo ein Wort aufhört und das nächste anfängt?!

19. Rechtschreibfehler

Ich mag keine Grammatik- und Rechtschreibfehler. Aber im Internet, in einer Zeitung oder einer geschriebenen Notiz finde ich sie, zumindest wenn sie nicht extrem gehäuft auftreten, absolut verkraftbar. Was mich allerdings fertig macht, ist, wenn ich einen Rechtschreibfehler oder ein falsch gesetztes Komma in einem gedruckten Buch entdecke. Hallo?! In einem Buch sollte man sich doch bitte mal die Zeit nehmen, um Fehler zu finden und auszubessern?! Allein die Vorstellung, in wie vielen tausend Exemplaren dieser Fehler abgedruckt wurde und dass sich das nie, nie wieder richtig ausbessern lässt… Das ist einfach nicht in Ordnung, da legt sich ein Schalter in meinem Kopf um. Grauenvoll, so was.

20. Bitte lasst mich niemals ein Phantombild zeichnen

Ich bin unglaublich schlecht darin, mir Gesichter zu merken. Klar, ich erkenne Leute wieder, aber nie im Leben könnte ich (allerhöchstens mit Ausnahme der Leute, die ich wirklich seit Langem kenne und häufig sehe, aber selbst da ist es kritisch) deren Gesichter beschreiben. Ich kann schon froh sein, wenn ich die Haarfarbe zusammenkriege und die Tatsache, ob jemand eine Brille trägt oder nicht. Man braucht sich daher auch nicht wundern, wenn mir als allerletztes auffällt, wenn sich eine Freundin die Haare zwanzig Zentimeter kürzer schneiden lässt. Ich weiß auch nicht, was das ist. Ich hoffe nur inständig, dass ich nie, nie, niemals jemanden bei der Polizei beschreiben oder wiedererkennen muss.

21. Merkwürdige Hobbys

Ich kaufe wirklich gerne Lebensmittel ein. Vielleicht ist das der heimliche Grund dafür, dass ich mir jede Woche vornehme, meine Mahlzeiten zu planen und nur einmal einkaufen zu gehen, und dann trotzdem alles Mögliche vergesse und jeden zweiten Tag zum Supermarkt rennen muss?

22. Zahlen und so weiter

Ich hatte in der Schule kein Problem mit Mathe. Außer vielleicht mit Geometrie – da fehlt mir einfach die Vorstellungskraft. Aber Graphen, Ableitungen, Stochastik und so weiter, das war alles ein Klacks. Trotzdem war ich froh, als ich nichts mehr damit zu tun hatte. Und darüber, dass ich mich durch den Bachelor mogeln konnte, ohne kompliziertere Rechnungen durchführen zu müssen. Tja, dumm gelaufen, im Master holt mich jetzt schließlich Statistik ein. Und das ist ziemlich abgefahrener Kram. Ich glaube, ich kriege doch noch ne Abneigung Zahlen gegenüber, so ungefähr fünfzehn Jahre zu spät.

23. So viele Themen

Ich denke kontinuierlich darüber nach, einen zweiten Blog zu gründen. Ich hätte total gerne einen Foodblog, einen Schreib-Blog, einen Politik-Blog… Zu jedem einzelnen davon habe ich ein meiner Meinung nach spannendes Nischenthema und eine fertige Design-Idee im Kopf. Nur dumm, dass ich erstens zu wenig Zeit habe und zweitens zu faul dazu bin, auch nur diesen Blog regelmäßig zu füllen. Vielleicht verkaufe ich ja mal meine Konzepte und werde damit reich, ohne was tun zu müssen 😉

24. Sexismus und Fähigkeiten

A propos Mathe – ich bin darüber hinaus in sehr, sehr vielen Dingen schlecht, in denen Frauen klassischerweise nachgesagt wird, schlecht darin zu sein. Ich kann zum Beispiel überhaupt nicht einparken. Generell ist mein räumlicher Orientierungssinn maximal mittelmäßig, trotz dreieinhalb Jahren Geographie im Nebenfach. So etwas wie eine räumliche Vorstellungskraft besitze ich wirklich gar nicht. Handwerken läuft bei mir so mittelmäßig, und ich kann weder fangen noch werfen. Daran nervt mich dann meistens sehr viel weniger, dass ich etwas nicht kann, als es mich nervt, dass ich als Frau etwas nicht kann, von dem von mir als Frau erwartet wird, dass ich es nicht kann. Ist das irgendwie nachvollziehbar? Irgendwann lern ich nochmal so richtig perfekt millimetergenau einparken, und dann hab ich wenigstens eine Sache, bei der ich es jedem Herrenwitze reißenden Mann so richtig zeigen kann.

So, und jetzt seid ihr dran: Habt ihr euch irgendwo wiedererkannt? Und habt ihr Lust, mir ein paar Sachen über euch zu verraten? 🙂

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7 Gedanken zu “Geburtstagsfakten: 24 Anekdoten und Wahrheiten über mich”

  1. Ich wünsche dir noch alles Liebe und Gute zum Geburtstag! 🙂
    Bei Punkt Nummer 18 musste ich gerade etwas schmunzeln. Ich komme aus der Oberpfalz, spreche den Dialekt selbst, kann aber auch problemlos umswitchen. Ich glaube, der Oberpfälzer wird generell gerne unterschätzt und belächelt. (Wie bringst man einen Oberpfälzer zum Bellen? Sag einfach „da gibt’s Freibier“ und er antwortet „wou, wou, wou?“ – der Witz kommt wirklich IMMER! :D) Wir sind halt ein bisschen eigen, aber keinesfalls dumm. Und der Dialekt ist je nach Landkreis auch sehr differenziert.
    Was ich allerdings richtig schlimm finde, ist geschriebener Dialekt. Kann ich gar nicht haben. 😀
    Toller Post übrigens!

  2. Liebe Ariane,
    ich wünsche dir alles Liebe nachträglich! 🙂 Schön, mal wieder einen so persönlichen Post zu lesen. Die mag ich nämlich auch supergerne.

    Ich hätte auch einmal fast in Bonn studiert, hatte mir auch bereits Wohnungen angesehen, aber dann kam irgendwie doch alles ganz anders und mich hat es nach erst nach Mainz, dann nach Würzburg verschlagen. Mainz fand ich super, mit Würzburg bin ich bis zuletzt nicht warm geworden. Aber gut, nach einem Studium kann man ja auch einfach wieder gehen. 😀

  3. Ein unglaublich sympatischer Post. Jetzt hat man das Gefühl dich wieder ein bisschen besser kennenzulernen.
    Das mit Bonn kann ich so gar nicht nachvollziehen. Ich habe die letzten 5 Monate dort gelebt und fand die Stadt sofort toll. Allerdings hatte ich auch nicht so eine interessante Wohngegend 😀
    Endlich versteht jemand meine Angst vor Feuer und davor ein normales Feuerzeug zu verwenden. Wie oft wurde ich deshalb schon komisch angeschaut oder ausgelacht.

    Grüße
    Anneke ♥

  4. Ah wie krass! Ich liebe solche Fakten und manches hätte ich von dir gar nicht gedacht 🙂 zum Beispiel das mit der Perfektionistin! Dachte du wärst eine, aber das du keine bist find ich viel cooler haha 😀 – bin ich nämlich auch nicht! Und das mit den kleinen Ängsten verstehe ich total, hab da auch so paar. Zum Beispiel vor’m Meer oder auch manchmal im See, da darf ich nicht runtergucken sonst krieg ich Panik. Nenne es immer Höhenangst im Wasser gepaart mit Angst in der Dunkelheit 😀 strange. Oder auch vor’m Verkehr bzw Autos, gehe ungefähr nie alleine über eine rote Ampel oder habe auch oft Angst vor Zügen überfahren zu werden. Ich liebe aber roadtrips! Und dann gibts noch meine Angst vor Motten sprich Nachtfaltern. Diese hässlichen Viecher sind einfach nur wäh. Manche haben Angst vor Spinnen, ich halt vor fliegenden hässlichen Tieren. Schmetterlinge und Wespen, Bienen und co sind kein Problem, keine Ahnung wieso 😀 hat mir jedenfalls Spaß gemacht deinen Beitrag zu lesen und mehr über dich zu erfahren 🙂 und alles liebe und gute nachträglich, ich hoffe du hast schön gefeiert <3

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