12mal12 März

Uff, der letzte Monat war für mich ganz schön anstrengend. Temporärer Umzug, Chaos, neue Stadt kennen lernen, Heimweh, Zahnschmerzen, Zahnarztangst und manchmal alles gleichzeitig. Da heißt es Ruhe bewahren und sich daran erinnern, wie gut es einem eigentlich geht und wie viele schöne Gründe es dafür gibt, glücklich zu sein. Heute hab ich 12 mehr für euch – meine 12 Monatsempfehlungen zum bald vergangenen März. Viel Spaß beim Durchklicken, Stöbern, Lesen und Ausprobieren!

1. Post für dich!

Post bekommen ist immer schön. Dafür muss es auch keinen richtigen Anlass geben, eine Überraschungspostkarte, die ins Haus flattert, ist auch einfach so mal schön, dachte sich Aileen und rief kurzerhand eine Aktion dazu ins Leben. Die Anmeldungsfrist für die März-Runde ist leider schon abgelaufen, aber schaut weiter bei ihr vorbei, denn im April wird es eine neue Runde geben.

2. I’m not bossy, I’m the boss!

Ich weiß, die Shades of Grey-Debatte war schon letzten Monat und mittlerweile interessiert es wahrscheinlich niemanden mehr. Aber dieser Text hat mich so zum Lachen gebracht, dass ich ihn trotzdem gern noch teilen möchte.

“My desires are…unconventional,” he admits
“So are mine,” I say. “I want to overthrow the government, eliminate the money system, institute complete automation and destroy the male sex.”

Achja: Die besten Antworten von Promis auf sexistische Fragen sind auch richtig gut.

3. Süß und fettig!

Ich hab momentan total Lust aufs Backen – und inzwischen schon eine beachtliche Rezeptsammlung dafür angehäuft. Schokoladig wird es mit Mississippi Mud Brownies oder Chocolate Chip Peanut Butter Bars. Zu Ostern bekomme ich immer Lust auf Karottenkuchen, wie hier bei Oh, wie wundervoll oder hier bei tastesheriff. Ein bisschen gesünder wird es mit Chocolate Chip Cookies ohne Mehl, Chocolate Cups mit Nussmus oder 15 gesunden Workout-Snacks. Und wer demnächst etwas verschenken möchte, kann ja selbst mal kunstvolle Bruchschokoladenstücke kreieren, wie hier bei A Cup of Jo.

4. Wie fair ist meine Mode?

Bei Marens Nachhaltigkeitsprojekt „Blogger denken nach“ drehte sich diesen Monat alles um Mode. Dabei sind so einige interessante Blogposts von ganz verschiedenen Autorinnen und Autoren entstanden. Maren selbst schreibt darüber, dass sich ihr Kleiderschrank verändern muss – und sie erst mal nichts mehr kauft. Leni schreibt über ihren Entschluss, gar keine konventionelle Kleidung mehr zu kaufen – ganz schön beeindruckend. Daniela sammelt Tipps und Upcycling-Ideen. Ich selbst habe über die Kurzlebigkeit der Modewelt geschrieben. Passend dazu gab es diesen Monat bei Petra einen Artikel über die Ausstellung „Fast Fashion“ in Hamburg und einige spannende (und auch erschreckende) Fakten aus der Modewelt.

5. Kunst für zu Hause

Irgendwie hab ich schon wieder Lust, andere Kunst aufzuhängen – dabei sind erst vor wenigen Monaten Bilderleisten zusammen mit neuen Drucken bei uns eingezogen. Am liebsten würde ich eigene Fotos ausdrucken, das tu ich viel zu selten – hier gibts Tipps und Inspiration dafür, selbst große Prints drucken zu lassen. Die Beispiele sehen wirklich fantastisch aus! Auf A Beautiful Mess gibts auch eine lustige Anleitung, nämlich für das Marmorieren mit Rasierschaum und Tinte. Klingt lustig und die Ergebnisse sehen aus, als könnte man das echt mal probieren.

6. Macht uns Instagram zu Psychopathen?

Seitdem mein Smartphone den Geist aufgegeben hat, denke ich ab und an über die Apps nach, die ich inzwischen nicht mehr nutzen kann. Viele dabei sind recht egal, denn ich kann sie ja immer noch als Desktop-Version nutzen, und das sogar viel angenehmer. Aber meinen Instagram-Channel kann ich momentan gar nicht mehr befüttern. Einerseits finde ich das oft schade, weil ich hin und wieder Dinge sehe, die ich gern festhalten möchte, aber keine Kamera dabei habe. Das sind meistens nicht mal Dinge, die ich mit der großen weiten Welt teilen möchte, eher kleine lustige Sachen, die mir aufgefallen sind, die mich an irgendetwas erinnert haben und die ich Freunden gerne schicken würde. Andererseits merke ich, dass Instagram vorher bei mir doch einen gewissen Druck ausgeübt hat. Ich habe in meinem Instagram-Channel nicht wirklich Dinge für Fotos arrangiert, sondern eher versucht, schöne Alltagsmomente abzulichten, spannende Street Arts, coole Lichtsituationen – und die kann man schließlich nicht erzwingen. Doch wie jedes soziale Netzwerk lebt Instagram eben nicht vom „Ich poste, wann ich etwas finde“, sondern von Regelmäßigkeit – und die vielen tollen Bilder, die andere Menschen so posten, erhöhen noch den Druck. So machte ich mir doch öfter Gedanken darüber, was ich posten könnte, scannte manchmal meine Umgebung nach Fotomotiven oder machte Fotos „auf Reserve“, um sie zu guten Momenten zu instagrammen – Stress vorprogrammiert.

Diesen Monat erschien in der Welt ein Artikel, der mich wieder ein bisschen über das Thema nachdenken ließ – und nicht nur mich, wie Reaktionen in der Blogosphäre zeigen. Darin beschreibt die Autorin Instagram als die „kaputteste App der Welt“ und kritisiert, dass sich in dem Netzwerk eine eigene Form von Ästhetik herausgebildet hat, um diese herum Lebenswirklichkeiten entstehen, dass also nichts echt ist und sich alles immer mehr angleicht. Auch ihre Sätze zur „Neid-Industrie“, die über Werbung via Blog und Social Media entsteht, haben mich zum Grübeln gebracht. Angela schneidet hingegen einen ganz anderen Bereich an: Sie als Profi-Bloggerin möchte ihr Privatleben nicht öffentlich machen – und sieht Instagram somit für sich als Galerie für Schönes und Ästhetisches. Tara Louise hat schon vor einiger Zeit darüber geschrieben, wie Instagram-Accounts sich einander angleichen und sich gefragt, wie junge Menschen heute ihren Stil finden können, wenn ihr Leben nur aus dem Willen zu gefallen besteht. Anne fragt, ob Blogger ehrlich sind und wie weit die Inszenierung der Wirklichkeit denn gehen muss. Und sie kommt zu einem grandiosen Fazit, das ich mir wohl ausdrucken und an den Schreibtisch hängen werde:

Frei nach Pippi Langstrumpf: poste frech und wild und wunderbar!
Neontrauma

Lina schreibt über den Konflikt zwischen dem, was die Leute sehen wollen, und dem, was sie gerne veröffentlichen möchte – etwas, das ich schon im Kleinen merke, kein Wunder, dass einen solche Fragen quälen, wenn man mit dem Blog und den Social-Media-Kanälen die Miete bezahlt… Zum Abschluss noch ein etwas humorvollerer Artikel: „Welt.de hat einen Artikel über meinen Instagram-Account geschrieben“.

7. Drei Geschichten

Die Bloggerwelt war diesen Monat wie immer voll von schönen, traurigen, spannenden, Mut machenden, herzerwärmenden Geschichten. Meine liebsten: „Immer mehr von mir“, „I can’t commit to a postcode let alone a relationship“ und „Vom Reisen und der Muße“.

8. Herzhaft kochen

Nein, mit Rezepten bin ich noch nicht fertig. Es gibt noch fünf herzhafte Empfehlungen für euch: Wie wäre es zum Beispiel heute Abend mit Gemüsepuffern oder Kräuter-Pullapart-Muffins? Oder eine wunderbare Kombination aus süß und salzig namens Quesadilla mit Mango-Salsa? Letzteres hab ich sogar diese Woche schon nachgekocht und war ganz begeistert! Als Dip dazu (Den ihr eigentlich gar nicht mehr braucht, weil die Salsa schon so gut ist – aber hey, Dips sind immer gut!) passt grüner Hummus oder French Onion-Dip.

9. Blogging-Tipps

Was Blogging-Tipps (vor allem für Anfänger) angeht, schwirrt ja richtig viel im Netz umher. Der Großteil davon ist (wie ich finde) ziemlich oberflächliches Gewäsch und bringt mir so rein gar nichts. Oder die Artikel richten sich an alle, die ein großes Profi-Blog-Business aufziehen möchten und die Tipps sind mir deshalb viel zu aufwändig. Daher bin ich meistens ziemlich überrascht, wenn ich Artikel zu diesem Thema so gut finde, dass ich sie sogar weiterempfehlen würde – und diesen Monat kann ich es gar nicht glauben, dass ich ganze drei Artikel gefunden habe, die ich mit euch teilen möchte: 9 tolle und simple Social Media-Tipps, Tipps zum Kontaktieren von PR-Agenturen oder Unternehmen und eine ausführliche Liste mit Tipps zur Steigerung der eigenen Produktivität beim Bloggen. Nicht ganz Blogging-Tipps, aber trotzdem cool: Haushaltsgegenstände, die bei der Food Photography helfen. Und für alle, die jetzt Lust darauf haben, Blogging-technisch etwas Spannendes zu machen: Katos Blogparade „Über den Tellerrand“ geht in die zweite Runde, bis zum 6. April kann man sich anmelden.

10. Reiseberichte aus Südamerika

Zwei coole Südamerika-Reiseberichte: Einmal grandiose Fotos aus Ecuador und einmal eine spannende Geschichte von den Minenarbeitern im bolivianischen Potosí.

11. Restaurantempfehlung: Yo Soy in Berlin

In Berlin und so richtig hungrig? Dann hab ich was für euch: Vorletzte Woche habe ich tatsächlich ein Restaurant gefunden, in dem man so viele Tapas essen kann, wie man möchte – und das auch noch für unter zehn Euro. Schinken, Manchego-Käse, Pflaumen mit Speckmantel, Tortilla, Empanadillas, Albóndigas, sogar Meeresfrüchte, einfach alles, was das Herz begehrt. Und das nicht einmal als ödes Buffet, sondern mit schicken Ankreuzzettelchen an den Tischen: Das, was man haben wollte, konnte man ankreuzen und bekam dann eine schön angerichtete Tapas-Platte an den Tisch gebracht. Nachschlag bzw. neue Platten bekam man so oft man mochte. Gelegen ist das Yo Soy auch schön, direkt bei den Hackeschen Höfen. Tolle Sache – schaut doch mal auf der Website des Restaurants vorbei.

12. Street Photography aus Berlin

Nicht wirklich entdeckt, eher wiederentdeckt: Die grandiosen Berlin-Bilder von Guido Steenkamp. Ich bin begeistert und bekomme direkt Lust, mit der Kamera loszuziehen!

[ssba]

8 Gedanken zu “12mal12 März”

  1. Ich liiiiebe deine 12 mal 12, da findet man immer so tolle Links 🙂 Die Artikel zur Fair Fashion und die unterschiedlichen Gedanken finde ich persönlich sehr spannend. Und die Blogging Tipps sind sehr hilfreich. GLG Charlotte

  2. Oooh, wie ich mich jeden Monat auf deine 12mal12-Sammlung freue. Ich klick mich direkt mal weiter zu den Social Media Tipps und hab auch schon wieder Rezepte gesehen, die auf meine Liste müssen.

  3. So spät gelesen, so interessant gefunden 🙂 Eine sehr schöne Sammlung – vielen lieben Dank für die Verlinkung 🙂
    Ich hoffe, das Zahnweh ist Geschichte und der Zahnarzt war nett!

    1. Danke 🙂 Und gern!
      Tatsächlich war ich noch gar nicht richtig. Habe mich in Berlin dann nur checken lassen und beschlossen, das Bohren "meiner" Zahnärztin in der Heimat zu überlassen. Der vertrau ich und da hab ich auch gar keine Angst 😉

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