Gedanken

Der Blog und das Leben

Es ist 23:34. Ich liege ausgestreckt auf meinem Bett, den Laptop vor mir auf der Matratze, so hingebastelt, dass sowohl Internet- als auch Ladekabel gerade bis zur Steckdose reichen, und bearbeite Fotos für einen Artikel, der diese Woche online gehen soll. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs, morgen stehen ab zehn Uhr früh Vorlesungen und ein hoffentlich ergiebiger Bibliotheksaufenthalt an. Mein Blick fällt durch das Fenster auf das gegenüberliegende Haus, in dem ein Fenster noch hell erleuchtet ist. Die Leute, die dort wohnen, gucken jetzt wahrscheinlich einen Film. Oder trinken ein Glas Wein bei einer letzten Unterhaltung vor dem Schlafengehen.

Und ich? Ich blogge. Würde ich das meinen Nachbarn erzählen, würden sie vermutlich erst mal fragen, was das überhaupt ist. Oder, ob ich denn eine professionelle Journalistin wäre. Schließlich hat die New York Times einen Blog, oder auch die Zeit. Naja, und ich. Weiterlesen

Erfahrungen

Alles glänzt so schön neu

Ich hatte ja bereits zum Neujahr angekündigt, dass ich ein bisschen am Design schrauben wollte. Das „ein bisschen schrauben“ hat sich dann zu einer Generalüberholung ausgeweitet. Wahrscheinlich haben sich nicht wenige beim Aufrufen meines Blogs heute gefragt, wo sie denn hier gelandet sind 😀 Ich hoffe mal, ihr habt euch nicht zu sehr erschrocken und ihr könnt euch langsam nach und nach an das neue Design gewöhnen!

Diesmal ist alles von mir selbst zusammengeschraubt. Auch Header, Kategorienbilder, Social Media-Buttons und so weiter habe ich selbst erstellt. Das war auch der wichtigste Grund für das neue Design – das Alte hat mir zwar mehr als gut gefallen, aber ich wollte endlich etwas komplett Eigenes, etwas, das ich vorzeigen kann, weil ich es selbst gemacht habe. Und daran basteln musste ich Bekloppte natürlich mitten in der Prüfungszeit… die Inspiration kommt manchmal zu den unnützesten Zeiten!

Hachja, was ich ein bisschen schade finde, ist, dass das alte Design doch sehr sehr ungewöhnlich war und sich sehr stark von anderen Blogs abgehoben hat. Dieses Kompliment habe ich öfter bekommen und mich immer ein bisschen gefühlt, als würde ich mich mit fremden Lorbeeren schmücken – schließlich stammte die Idee mit den Bildern auf der Startseite nicht von mir! Jetzt schwimmt heldenwetter zumindest designtechnisch im Blogger-Einheitsbrei mit und muss durch seinen Inhalt überzeugen. Da meine Posts meistens recht lang sind, habe ich allerdings den Magazine-Look von Copy Paste Love verwendet. So seht ihr auf der Startseite ein Bild und den Anfang des Textes und kommt nach einem Klick auf „Weiterlesen“ zum vollen Artikel.

Wie das bei neu erstellten Designs (zumindest bei mir) so ist, gibt es bestimmt noch ein paar Fehler, die ausgemerzt werden müssen, und ich werde die nächsten Tage über noch hier und da ein bisschen etwas ändern/perfektionieren. Vielleicht hätte ich noch ein paar Tage warten und alles, wirklich alles, perfekt coden sollen, aber nein – diese riesige Neuigkeit musste jetzt quasi mal raus! Kritik und Verbesserungsvorschläge nehme ich sehr gerne entgegen. Und Lob natürlich auch 🙂

Gedanken

Spotted: Frauenfeindlichkeit

Sind bei euch in der Stadt bzw. an der Uni auch diese Spotted-Seiten aus dem Boden geschossen? Wenn nein – das Prinzip ist recht einfach. Wenn jemand im Hörsaal, in der Bibliothek, auf der Straße, im Club, sonstwo einen Menschen entdeckt, der ihm gefällt bzw. den er gern näher kennen lernen würde, schickt er eine kurze Beschreibung der Person und des Ortes an die Seite, deren Inhaber sie anonym veröffentlichen. Wer sich angesprochen fühlt, kann dann kommentieren – oder auch die anderen Seitenbenutzer können bei der Suche helfen. Weiterlesen

Erfahrungen

Notizbücher und ich

Wer hier schon ein bisschen länger mitliest, dürfte mitbekommen haben, dass ich ein kleines bisschen verrückt nach Notizbüchern bin. Ich habe Notizbücher für jede Gelegenheit, und letztendlich benutze ich immer nur einen sehr geringen Prozentteil davon und meine Gedanken finden ihren Platz doch wieder auf Post-Its und Notizzetteln. Aber trotzdem, schon allein die Möglichkeit, diese Bücher mit Ideen und Plänen, Texten und Skizzen zu füllen, finde ich ganz wunderbar. Deswegen bin ich hin und weg von dem Päckchen, das mich diese Woche erreicht hat. Adrienne und Mathias von Rarbooks hatten mir ja bereits für das Wichtel-Gewinnspiel etwas gesponsert, und jetzt bin auch ich im Besitz von zwei wunderschönen Notizbüchern* aus ihrem Shop. Ihr Plan ist, Papier eine „zweite Chance“ zu geben, und so besteht jedes Notizbuch zu 90% aus Altmaterial, das durch Handarbeit wieder zu etwas Wertvollem, Hochwertigem und Schönem wird. Upcycling vom Feinsten 🙂 Weiterlesen

Gedanken

Projekt Fernweh: Einleitung

„Weißt du noch, wie das war, als wir nicht nur Touristen, sondern Reisende waren?“,

fragt ein junger Mann sein 20 Jahre älteres Zukunfts-Ich in einem Werbespot des peruanischen Tourismusministeriums. Ich runzle die Stirn, und denke über mein Leben in Peru nach. Erinnere mich an meine Reisen, durchs Land und durch die Stadt, die ich Glückliche ein Jahr lang meine Heimat nennen durfte, denke auch an den einen oder anderen Touristen (oder Reisenden?), den ich getroffen habe. Sie stammten aus ganz verschiedenen Ländern, hatten ganz verschiedene Ziele und dementsprechend auch verschiedene Arten, zu reisen. Und als ich noch in Peru war, habe ich über sie alle, egal, ob Backpacker oder Luxus-Touristen, ein bisschen die Nase gerümpft. Fast so, als wäre ich verärgert darüber, dass sie in „mein“ Land eindringen, und ganz sicher so, als wüsste ich alles besser. Wer kein Wort Spanisch sprach, war bei mir ohnehin schon unten durch, und für Touris mit geringem Wissen über Land und Geschichte hatte ich kaum mehr als ein Kopfschütteln übrig. Weiterlesen

Impressionen

Klitzeklein & Riesengroß

Die Fotos stammen noch aus den Weihnachtsferien – die beiden unteren sind übrigens auf der Walhalla entstanden, vielleicht habt ihr davon ja schon einmal etwas gehört? Ein toller Ort zum Fotografieren – ich habe mir fest vorgenommen, in den Semesterferien nochmal hinzufahren und vielleicht auch ein paar Model- oder Outfit-Fotos zu machen. Habt ihr auch so Orte, zu denen ihr euch schon tausendmal vorgenommen habt, dort einmal zu fotografieren? Weiterlesen

Geschichten

Alles, was die Fernwehgeplagte braucht…

Auf Donnerstag letzter Woche hatte ich mich schon eine halbe Ewigkeit gefreut. Endlich würde ich eine Mitfreiwillige aus Peru wiedertreffen (mit der es sich am allerbesten über Lima, peruanische Musik, Busfahren und unsere Freunde und Bekannte aus Peru reden lässt) und in München Inca Kola trinken und peruanisch essen gehen. Um euch zu erklären, was das für mich bedeutet, muss ich, glaube ich, ein bisschen weiter ausholen… Weiterlesen

Erfahrungen

Gastbeitrag: Filme einfach zu Hause entwickeln

Heute habe ich zum ersten Mal einen Gastbeitrag für euch, und dann gleich einen so interessanten! Bonnie, die normalerweise auf discreation über Fotografie und Fototechnik bloggt, präsentiert euch heute, wie man mit herkömmlichen Haushaltskram seine eigenen Filme entwickeln kann. Ich bin mir noch etwas unsicher, ob ich das ausprobieren werde – ich habe so viel Angst, irgendeinen doofen Fehler zu machen und meine Negative zu versauen! Aber bei ihr klappt es wohl sehr gut und ein paar Fehlschläge gehören zum analogen Fotografieren ja auch dazu… So oder so ist das Ganze eine unheimlich spannende Idee (ich habe meine Filme immer nur mit verschiedenen Chemikalien aus dem Fotogeschäft entwickelt und wusste bis jetzt nicht, dass es auch so einfach geht), und falls ihr es mal ausprobieren wollt: Viel Spaß und viel Erfolg! 🙂

Als Analogiker denkt man vielleicht irgendwann mal darüber nach, ob es nicht möglich ist, die geschossenen Bilder selbst irgendwie sichtbar zu machen. Filme immer ins Labor zu bringen braucht immerhin ein paar Tage, bis man fertige Negative in der Hand hält. Filme selbst entwickeln. Geht das eigentlich so einfach, dass man das auch zu Hause machen kann? Klar, sonst würde ich diesen tollen Beitrag jetzt nicht verfassen. Man kann seine Bilder sogar mit ziemlich simplen Haushaltsmitteln sichtbar machen. Weiterlesen

Gedanken

Gute Vorsätze

Silvester habe ich auf einem Hügel am Rande Regensburgs verbracht, von dem man angeblich das Feuerwerk in der Stadt sehen sollte. Leider haben ein paar Bekloppte um uns herum bereits um halb 12 angefangen, wie bescheuert in der Gegend rumzuböllern, so dass so viel Rauch in der Luft war, dass man keine zwei Meter mehr geradeaus gucken konnte 😉 War aber trotzdem ganz lustig. Ich möchte euch natürlich allen ein frohes neues Jahr 2013 wünschen – und unten meine Vorsätze für die nächsten Monate auflisten. Habt ihr auch schon so viele gute Vorsätze gefasst? Weiterlesen