Macht Reisen einsam? {Werbung}

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Ende letzten Jahres stellte mir unter einem Instagram-Bild jemand eine Frage, über die ich erst lachen und dann doch etwas schlucken musste: „Studierst du eigentlich noch?“

Ich weiß – auf meinen Social Media-Kanälen mag es so aussehen, als ob ich nur noch unterwegs wäre. Dabei ist das weder meine Realität noch mein Wunsch – ich bin immer noch Vollzeit-Studentin und will das auch nicht ändern. Dafür finde ich mein Fach viel zu spannend. Mein Geld verdiene ich zum Großteil nicht mit diesem Blog oder „mit dem Reisen“, sondern in einem thematisch völlig anders gelagerten Nebenjob. Und selbst die Arbeit mit und über heldenwetter spielt sich zu einem Großteil am heimischen Schreibtisch ab. (Okay, das war gelogen… auf dem Sofa oder im Bett.)

Viel unterwegs, oder zumindest mehr unterwegs als die meisten, bin ich trotzdem. Und gerade weil viele dieser Reisen auf die eine oder andere Weise „beruflich“ sind, muss ich mein Umfeld dabei zu Hause lassen. Darum, dass das nicht immer einfach ist, soll es in diesem Artikel gehen.

 „Wo bist du eigentlich gerade?“

Ich bin wohl zu einer dieser Personen geworden, die man zum Gesprächseinstieg auf WhatsApp und Co. „Wo bist du gerade?“ fragt.

Und meistens ist das eine berechtigte Frage. Schließlich bin ich schon allein in Deutschland entweder in Zuhause Nummer eins oder in Zuhause Nummer zwei, und dazwischen liegen 400 Kilometer. Und das tatsächliche Reisen kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ein kurzer Blick in den Kalender hat mir gezeigt, dass ich in 2017 bis jetzt fast die Hälfte der Zeit auf Reisen war – und das hab ich nicht mal als sonderlich reise-intensive Zeit empfunden.

Vor allem mit Freunden, die nicht so viel verreisen, ist das nicht immer einfach. Gerade als Blogger will man das eigentlich nicht wahrhaben, aber unsere Reisegeschichten interessieren nur eine Minderheit. Wer ständig von hier und dort erzählt, macht sich schnell unbeliebt. Viele Geschichten langweilen, und gleichzeitig steht man als Angeberin da.

Macht Reisen einsam?

Wer viel alleine unterwegs ist, der wird früher oder später Einsamkeit kennen lernen – auf eine positive oder auf eine negative Weise, und manchmal auch beides gleichzeitig. Das kann eine schreckliche Erfahrung sein, aber auch eine ganz wunderbare. Einsamkeit ist eine verrückte Sache, die beruhigend und erschreckend, lustig und traurig, erkenntnisreich und langweilig sein kann.

Doch auch, wenn man keine monatelange Weltreise alleine geplant hat, und auch, wenn man in Gruppen unterwegs ist, kann das Reisen einen gewissermaßen isolieren. Man macht Erfahrungen, die man zu Hause erst mal nicht teilen kann, oder zumindest nicht so, wie man es gerne würde. Man lernt Dinge, die einen verändern, und über die man sich mit den Daheimgebliebenen nicht wirklich austauschen kann. Gleichzeitig haben die Menschen zu Hause Dinge erlebt, mit denen man selbst vielleicht nicht mehr zurecht kommt. Und viel zu oft verpasst man einfach wichtige Ereignisse, weil man sich irgendwo in der Welt herumtreibt.

Ich glaube, so wie mir geht es dabei vielen Vielreisenden. Zum vielen Unterwegs-Sein kommt schließlich meistens noch, dass unsere Freundeskreise sich heute ohnehin auf ganz Deutschland, Europa oder gar die ganze Welt verteilen. Egal, wo man ist: Irgendwas verpasst man immer, und irgendwen vermisst man immer.

Wie soll man damit umgehen? Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht – und freue mich auch über eure! Schreibt mir eure Meinung einfach in die Kommentare.

Reisen, ohne den Anschluss zu verlieren – ein paar Ideen

Den Erzählerdrang loswerden

Irgendwo muss man hin mit den ganzen Eindrücken und Erlebnissen – gerade, wenn man alleine reist. So kommt man mit hunderten von Geschichten zu Hause an, die man unbedingt teilen möchte. Das kommt nicht immer gut an, und spätestens nach zwei Wochen haben wohl nur noch die hartgesottensten Reisefreunde Lust an den Erzählungen und Berichten.

Dabei kann es einigermaßen „heilsam“ sein, Gedanken und Geschichten auf Social Media oder auf einem Blog loszuwerden. Man kann hier nicht nur alles, was man erlebt hat, in die Welt hinausschreien, sondern bekommt gleichzeitig auch Feedback und Interesse zurück. Der Freundeskreis und die eigene Familie kann allem folgen, ohne dass es ein unangenehmer Zwang wäre. Und für die Zeit daheim kann man sich die wirklich witzigen, bescheuerten und verrückten Geschichten aufheben, die man einfach live erzählen muss.

Ich selbst habe übrigens angefangen zu bloggen, als ich nach dem Abi für ein Jahr nach Peru gezogen bin. Daraus ist dann letztendlich heldenwetter hervorgegangen 🙂

Wenn du deine Reisegeschichten nicht öffentlich machen möchtest, kannst du einen Blog auch mit einem Passwort schützen – oder einen Instagram-Account auf privat schalten.

Öfter mal gemeinsam reisen

Ich selbst bin sozusagen je nach Laune extro- oder intervertiert. Meistens finde ich es aber sehr anstrengend, den ganzen Tag über mit anderen Menschen zu verbringen. Wenn ich den Tag über in der Uni oder in der Arbeit war, ist mein Verlangen nach sozialer Interaktion sozusagen gestillt und ich bin abends mehr als gerne alleine. Und wenn ich lange Zeit mit denselben Menschen unterwegs bin, können mich die kleinsten Dinge auf die Palme bringen.

Das sind wohl verständliche Gründe, warum ich bisher, wenn ich die Wahl hatte, lieber alleine oder mit meinem Freund verreist bin. Und das ist beides schön. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Mit Freunden zu verreisen ist ebenfalls großartig – und in einer kleinen Gruppe von Leuten, die sich gut kennen, sehr viel weniger anstrengend, als ich das gedacht hätte.

Natürlich muss man nicht auf Teufel komm raus jemanden mitnehmen, und ich weiß, dass viele einfach deshalb alleine verreisen, weil ihre Freunde keine Zeit oder keine Lust haben. Aber wenn ihr die Möglichkeit habt, dann verreist gemeinsam – auch, oder gerade wenn ihr vorher dachtet, das ist nichts für euch!

Kontakt halten – und aufmerksam bleiben

Ich muss leider zugeben: Ich bin verdammt schlecht darin, Kontakt zu halten. Ich vergesse regelmäßig, Nachrichten zu beantworten, und wenn ich es mal schaffe, an einen Geburtstag zu denken, wäre eigentlich das allein schon ein Grund für eine Feier. Schande über mein Haupt – ich muss das in Zukunft dringend ändern!

Anderen eine Freude zu machen, ist schließlich gar nicht mal so schwer. Mit den personalisierten Geschenken auf Radbag zum Beispiel kann man ein persönliches Geschenk aussuchen, erstellen und versenden – und braucht dafür nicht nur keine Bastel- und Verpackungsmaterialien, sondern muss sogar nicht einmal zu Hause sein. Auf Postern, Frühstücksbrettchen oder Notizbüchern kann man eine persönliche Botschaft unterbringen: ein passendes Zitat, eine gemeinsame Erinnerung oder die beste Zeile aus dem gemeinsamen Lieblingslied.

Was mir besonders gut gefällt? Natürlich die Superheldinnen-Tasse! Aber auch das „Weißt du noch, damals…“-Poster finde ich eine tolle Inspiration: Da lassen sich gemeinsame Erlebnisse einfügen und zu einer Geschichte verspinnen.

Transparenzhinweis:
Dieser Artikel ist ein Werbeartikel, das bedeutet, ich habe dafür eine Vergütung erhalten. Das Thema habe ich mir dennoch selbst ausgesucht und den Text eigenständig verfasst. Selbstverständlich veröffentliche ich meine eigene Meinung – meine Begeisterung lässt sich nicht kaufen 🙂 Für dich ändert sich also nichts, außer, dass ich durch solche Einnahmen die Möglichkeit habe, mehr zu reisen – und dich virtuell mitzunehmen!
Geschichten sind da, um geteilt zu werden!Share on FacebookEmail this to someoneShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on Pinterest

8 Gedanken zu “Macht Reisen einsam? {Werbung}”

  1. Eine Freundin von mir reist auch sehr viel. Leider wird unser Kontakt immer weniger – sie hält ihn kaum noch. Und wenn sie mal nicht bei Facebook ein neues Profilbild postet oder in Whatsapp dann würde ich es gar nicht merken wo sie gerade ist. Aber irgendwann ist man es auch satt sich dauernd zu melden und „Hinterherzulaufen“…

    1. Ja, ich weiß – ich kenne das Problem, dank meines reiselustigen Freundeskreises, auch von beiden Seiten. Aber es ist auch einfach schwierig, dann den Kontakt zu halten. Manchmal muss man dann leider auch einsehen, dass es keinen Sinn hat 🙁

  2. I feel you! Und ich glaube, ich habe dir damals die Frage gestellt haha 😀 meinte das aber keines wegs negativ 🙂 bewundere ich dich dafür das du so viel reisen kannst/darfst und wie du das alles mit deinem Studium unter einen Hut bringst! Finde den Artikel auch echt gut und erkenne mich darin auch sehr gut 😀 vor allem an dem Geburtstag meiner einer Freundin war ich gefühlt IMMER weg, außversehen natürlich, aber seit 2-3 Jahren nehme ich mir nun immer vor NACH ihrem Geburtstag zu verreisen 😀 es fällt meist halt auch auf Pfingsten wo ich frei habe. 🙂 das bedeutet ihr einfach viel und ist für mich okay! Auch mit dem Kontakt halten bin ich eher faul… aber ich denke, da muss man auch einfach die Personen aussortieren, wo es sich lohnt Kontakt zu halten und bei denen wo eben auch nichts zurück kommt. Loslassen können ist das denke ich das Stichwort. Ich denke aber, für jeden verlorenen Freund in der Heimat, gewinnt man einen auf Reisen 🙂 von daher gar nicht so schlimm!

    Liebste Grüße <3
    Jasmin

    1. Haha 😀 Ja, ich muss aber auch ehrlich sagen, mich fragen immer die Leute: „Wie schaffst du das alles?“ Und ich so: „Ähm…. gar nicht?“ 😉 Bzw. indem ich immer das Gefühl habe, für nichts Zeit zu haben, und alles nur halb hinbekomme und letztendlich sehr viel zu kurz kommt. Deine Gedanken bezüglich Freunden und Bekanntschaften kann ich gut nachvollziehen – man darf sich letztendlich halt auch nicht an die Idee klammern, mit allen immer Kontakt halten zu müssen. Vielen Dank für den lieben Kommentar und liebe Grüße!

  3. Einsam war ich auf meinen Reisen noch nie. Aber ich reise auch fast immer mit meinem Freund. Nur in Irland war ich ohne ihn, dort jedoch in einer Gastfamilie. Ich will aber auf etwas völlig anderes hinaus. Als wir 2014 in der Sahara zu dritt waren, hatten wir bei Anbruch der Abenddämmerung die Wüste fast für uns allein (nur noch die 3 Dromedare und der Tour Guide). Das war ein einmalig positives Erlebnis für allein sein/ bzw. einsam sein. Die Ruhe, die Farben, nichts außer Sand, kein Strom.
    Übrigens von mir hätte auch die Frage stammen können, ob du noch studierst. 😉

    LG Myriam

    1. Wow, das klingt wunderschön 🙂 Einsamkeit kann auf verschiedenen Ebenen auch etwas sehr Positives sein! Zum einen so wie du beschreibst, zum anderen auch, wenn man alleine etwas schafft und dann stolz auf sich sein kann 🙂

  4. Es ist nicht einfach, mit Freunden „in touch“ zu bleiben. Ich bin da ein bisschen wie Du, ich vergesse Geburtstage systematisch, obwohl es jetzt mit Facebook etwas besser ist 🙂
    Freundschaften halten eigentlich nur wenige, aber vielleicht ist das auch gut so. Mit einer Freundin telefonieren wir 2x im Jahr und jedesmal ist es, als wäre es gestern gewesen.

    1. Ich müsste mir einfach mal einen Kalender anlegen 😉
      Ja, da hast du Recht – man muss einfach einsehen, dass nicht alles für immer hält und dass das auch nicht zwingend schlimm ist.

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