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Reiserückblick, Reisepläne, Reiseträume – Worte zum Jahresende

Ich bin 2016 so viel gereist wie noch nie zuvor in meinem Leben. Zähle ich Deutschland mit, habe ich das Jahr in 12 verschiedenen Ländern verbracht und drei verschiedene Kontinente gesehen. Ich bin dem Polarkreis nahe gekommen und habe mehrfach den Äquator überquert. Sechs der Länder habe ich dabei zum allerersten Mal besucht. Dazu kamen mindestens sieben Reisen innerhalb von Deutschland – die gingen von Ost nach West und von der Mitte Deutschlands bis ganz in den Süden. Ganz ehrlich, wenn ich das so schwarz auf weiß geschrieben sehe, fällt mir auf, was für ein Wahnsinn das ist. 

Mein Reisejahr 2016

Geplant habe ich das Jahr so nicht, und hätte ich vermutlich auch nicht. Klar, dass ich dieses Jahr so viel gereist bin, lag auch daran, dass ich besonders große Lust darauf hatte – und mir durch ein Stipendium einiges leisten konnte. Aber viele der Reisen haben sich sozusagen auch einfach ergeben, und um manche kam ich quasi gar nicht herum.

Und selbstverständlich hatte der Blog einen unglaublich großen Anteil an meinen vielen Reisen 2016: Nicht wenige der Reisen waren Pressereisen, die mir dank euch fleißigen Lesern, den vielen, die damals im China-Reise-Voting für mich gestimmt haben, und dank der Autorenschaft für die Reisedepeschen ermöglicht wurden. Ein noch größerer Wahnsinn – und dabei meine ich nicht unbedingt die Möglichkeit, kostenlos zu reisen, sondern eher die beeindruckenden Einblicke, die ich bekommen habe.

In Finnland – aufgenommen von Elke von Meerblog.

Ich durfte auf Kirchendächer in Quito klettern, in Finnland an einem Wild Food-Kochkurs teilnehmen und im sächsischen Vogtland Musikinstrumentenbauer in ihren Werkstätten besuchen – Dinge, die „normalen“ Reisenden verwehrt bleiben. Und das alles dafür, dass ich Dinge tue, die ich ohnehin mehr liebe als alles andere auf der Welt: fotografieren und schreiben. Und beides auch noch fast ohne Vorgaben, frei Schnauze, sozusagen. Was für ein unglaublich großes Glück.

Was in Pressereisen fehlt

Und doch war 2016 auch das Jahr, in dem ich feststellen musste, dass Pressereisen und das Leben als Reisebloggerin zwar viel ermöglicht, doch auch einige Einschränkungen bereithält. Wer mit festem Programm auf Pressereise unterwegs ist, nimmt ein Land, einen Ort ganz anders wahr als jemand, der einfach drauflos reist. Dabei entstehen aus Letzterem häufig die Momente, an die man sich ewig erinnert.

Wie dieses Jahr meine zwei Tage in Estland, in denen ich mir mit drei guten Freunden einen Mietwagen schnappte und wir quer durchs Land brausten, vollkommen ohne Plan. Wir sind im Regen durch den Wald gestapft und bis auf die Unterhose nass geworden, haben spontan die Hipster-Bars unseres Wohnviertels in Tartu erkundet und garantiert niemals in einen Reiseführer geschaut. Gefunden haben wir die absurdesten Sehenswürdigkeiten, die teils nicht mal die Einheimischen kannten, den wunderschönsten Ostsee-Sonnenuntergang und die besten Pfannkuchen von Tallinn.

So viel zum Thema „Sehenswürdigkeiten, die nicht mal die Einheimischen kennen“: Klatschnass inmitten einer Kunstinstallation im Wald im Südosten von Estland.

Oder wie meine Zeit in Lima, in der ich mich treiben ließ durch alternative Museen und vegetarische Restaurants, in der ich mir jede mögliche Sekunde nahm, um Freunden, Taxifahrern, Spontanbegegnungen zuzuhören und so viel über das Land zu lernen, aufzusagen, wie es mir möglich war. Meine drei Monate in Ecuador, in denen ich hauptsächlich Freundschaften schloss, bei denen es mir wirklich einen Stich ins Herz gibt, wenn ich darüber nachdenke, wie viele Kilometer Luftlinie uns trennen und wie es mir die Visumsregelung beinahe unmöglich macht, vor nächstem Juli dorthin zu reisen.

Zwei Seiten der Medaille

Eine Pressereise kann Einblicke bieten, die man als „normale“ Reisende niemals bekäme, und doch ist es vorgetäuschte Authentizität. Auf einer Pressereise passiert mir selten etwas Verrücktes, denn ich habe kaum die Möglichkeit, mir dafür Zeit zu lassen. Ich fixiere mich so stark auf meine Berichterstattung, dass mir das verloren geht, woraus sich meine Geschichten eigentlich speisen.

Reisen, eigentlich ist der Kern davon, sich treiben zu lassen. Eben keinen Plan zu haben. Nicht zu wissen, wo es langgeht. Auf die Tipps von Einheimischen zu vertrauen. Menschen kennen zu lernen. Über sich selbst hinauszuwachsen, wenn Probleme auftreten. Herauszufinden, dass sich alles irgendwie lösen lässt – und wie gut und hilfsbereit Menschen überall auf der Welt sind. Mutig zu sein, und frei.

Aufgenommen von Beatrice von Reisezeilen.

Aus Pressereisen entstehen spannende Einblicke, die ich meinen Lesern sonst nicht bieten könnte. Doch wenn ich nur noch an Pressereisen teilnehme, verliere ich das Spontane, die verrückten Geschichten, das Lesenswerte. Diesen Herbst habe ich an so vielen Pressereisen teilgenommen, dass ich seit Juli nur sechs Artikel veröffentlicht habe, die nichts mit irgendeiner Form von Pressereise oder Werbung zu tun hatten.

Wahrscheinlich ist dir das gar nicht negativ aufgefallen, und das ist auch der Sinn dabei: Ich veröffentliche hier schließlich nur Geschichten und Texte, die mir selbst am Herzen liegen und mich begeistern – egal ob auf Einladung oder selbst bezahlt. Dafür sorgt normalerweise schon die Auswahl der Pressereisen – natürlich fahre ich nur an Ziele, die mich interessieren, die ich ethisch vertreten kann und von denen ich mir schöne Artikel erhoffe. Die meisten Pressereisen dieses Jahr waren zudem individuelle Vereinbarungen, bei denen ich das Programm zusammen mit dem Veranstalter abstimmen konnte.

Ein erster Vorsatz für 2017

Ich möchte mit diesen Zeilen auf keinen Fall jammern, im Gegenteil, dieses Jahr war so voller großartiger Erfahrungen, dass ich nicht anders kann, als den Kopf zu schütteln und ein leises „Wow“ zu hauchen, wenn ich darüber nachdenke. Aber ich möchte den Vorsatz festhalten, im nächsten Jahr auf eine gesündere Mischung zu kommen zwischen Pressereisen und privaten Erlebnissen – auch wenn das bedeutet, häufiger zu Hause zu bleiben zu müssen. Ich möchte wieder mehr spontan und verrückt reisen und berichten, von Begegnungen und Chaos-Erlebnissen erzählen können.

Häufiger zu Hause bleiben, das wird 2017 sowieso ein Thema werden. Gerade am Ende dieses Jahres habe ich festgestellt, dass vor allem Pressereisen für mich häufig in Stress ausarten. Ich habe es weder auf dem Blog noch auf Social Media sonderlich breitgetreten, aber ich bin im Oktober für mein Masterstudium nach Bonn gezogen und führe seitdem eine Fernbeziehung nach Jena, wo außerdem noch viele liebe Freunde von mir wohnen. Da ich entsprechend sowieso ständig übers Wochenende mehrere hundert Kilometer fahre, bin ich inzwischen ab und an froh, einfach mal zu Hause zu sein. Ich weiß, es gibt Reisende, die das nicht verstehen können – aber ich freu mich darauf, es ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Das Schöne am Reisen ist ja: Sobald es einen wieder packt, kann man sich einfach in den nächsten Zug oder Flieger setzen!

Mein Reisejahr 2016

Nachdem ich am 1.1. aus Krakau in Polen zurück in die Heimat fuhr, war die nächste Reise bereits in Vorbereitung: Es ging nach China, als Fotografin für China Tours. Mein erstes Mal in Asien (sage ich, wobei man über Georgien streiten kann), und dann gleich der volle Schlag ins Gesicht. Eine untouristische Gegend in China zur Nebensaison, niemand versteht uns, wir verstehen niemanden. Ohne den Reiseleiter, der auch übersetzt, wären wir wohl komplett aufgeschmissen. Die Tour führt uns in wunderschöne Felsformationen, wir lernen viel über die Geschichte der chinesischen Schrift und schauen den Kung Fu-Mönchen im Shaolin-Tempel zu.

Im Februar ist meine einzige Reise der tägliche Gang von zu Hause in die Bibliothek, ich schreibe an meiner Bachelorarbeit und gebe Mitte März ab. Danach geht es mit meinem Freund für ein Wochenende nach London – eine Stadt, in die ich definitiv öfter zurückkommen werde. Beim ersten Besuch kann man wohl nur ausgewählte Sehenswürdigkeiten mitnehmen, wir haben mit Eichhörnchen geschmust, sind Seilbahn gefahren und haben uns durch Märkte geschlemmt.

Mein Sommer in Südamerika

Im April stand dann meine Abreise nach Ecuador an, wo ich für drei Monate in der Deutschen Botschaft Quito als Praktikantin mitgearbeitet habe. Es waren drei großartige Monate, die ich gerne ein wenig verlängert hätte – leider war das aufgrund der strengen Einreisevorschriften nicht möglich.

Die verhalfen mir allerdings zu Land Nummer fünf und meiner kurzen Reise nach Kolumbien. Da ich zwischendurch ausreisen musste und dafür keine weiten Wege in Kauf nehmen wollte, kam nur der Süden Kolumbiens in Frage. Die analogen Fotos von dort habe ich immer noch nicht entwickelt, werde das aber demnächst endlich tun – dann gibt es, sofern die Bilder etwas geworden sind, selbstverständlich auch einen Artikel dazu. Während ich Ecuador als überraschend entspannt und Quito als eine Stadt mit einer erstaunlich hohen Lebensqualität wahrgenommen habe, ist mir Kolumbien als stressig, abartig heiß und generell schwierig in Erinnerung geblieben. Ich habe das Gefühl, das schreit nach einer Wiederholung – vor allem Bogotá und Medellin möchte ich irgendwann einmal kennen lernen.

Nach den drei Monaten Ecuador blieb ich noch sechs Wochen in Peru, wovon ich die meiste Zeit in Lima verbrachte. Es war ein wunderschönes Gefühl, nach vier Jahren wieder hier zu sein, die selben Orte wie früher zu besuchen, alte Freunde zu treffen – und es hat mich darin bestärkt, dass Lima ein Ort ist, an den ich immer zurückkehren werde. Lima, du graue Stadt der tausend Farben, du machst es einem schwer, dich zu mögen, und doch lässt du die, die für längere Zeit hier waren, nie mehr los.

Der Herbst im Norden

Mitte August ging es dann zurück nach Deutschland, und recht bald stand die nächste Reise an: Im Allgäu machte ich mit meinem Freund Radtouren zwischen Deutschland und Österreich. Ein paar Tage später trug mich meine Reise nach Finnland aus dem Noch-Hochsommer in den Fast-schon-Winter. Ohne zu überlegen kann ich sagen, dass die Tage in Lappland für mich eindeutig die schönste Pressereise 2016 waren – ich glaube und hoffe, meine Fotos von dort spiegeln das ganz gut wieder. Zwei Reisen durch Deutschland, quer durch NRW und in die Osteifel, folgten noch im September. Ende des Monats ging es dann wieder in den Norden – zusammen mit meinem Freund erkundete ich für ein paar Tage Riga und Sigulda. Anschließend blieb ich sozusagen vor Ort und besuchte zusammen mit zwei Freundinnen einen Freund in Estland, der dort sein Erasmus-Semester verbringt.

In Finnland – aufgenommen von Elke von Meerblog.

Von Estland aus traf ich die wohl dümmste Reiseentscheidung 2016: Ich nahm aus Spargründen kein Hostel, sondern brachte die Nacht auf dem Flughafen Tallinn (der übrigens erstaunlich komfortabel ist!) mit Netflix herum. Am nächsten Tag landete ich völlig gerädert in München, um nach ein paar Stunden Aufenthalt in den Zug nach Slowenien zu steigen. Endlich wieder Berge – auch die Zugfahrt durch die Alpen war ein kleines Reise-Highlight in diesem Jahr. Nach Slowenien ging es mit meiner Alpen-Tour in Berchtesgaden und Bad Reichenhall weiter, wo ich mich mit dem Thema nachhaltiges Reisen beschäftigt habe. Mitte Oktober war mein Reisejahr dann beinahe vorbei – die Uni rief, und das war absolut okay so. Den Abschluss bildeten dann zwei kurze Ausflüge nach Sonneberg in Thüringen sowie ins sächsische Vogtland und ins Erzgebirge.

Und 2017?!

Ich mache jetzt mal ein verrücktes Geständnis: Ich habe noch keinen einzigen festen Reiseplan für 2017! Dafür habe ich so einige Reiseideen, von denen ich noch schauen muss, wann und wie ich sie am besten unterbringe. Zunächst einmal steht 2017 definitiv der Besuch bei einer Freundin in Schweden an – und die Reise zu einer anderen Freundin nach Norditalien. Während ich wahrscheinlich Schweden für den Spätsommer oder den Herbst einplane, bin ich mir mit Italien noch völlig unschlüssig. Sind der Februar oder der März dafür überhaupt geeignet? Nur ein Wochenende in Mailand, oder besser gleich eine ein- oder zweiwöchige Reise quer durchs Land? Und wenn ja, wo entlang und mit welchen Zwischenstopps? Per Zug, eigenem Auto oder Flug und Mietwagen? Ich freu mich sehr über eure Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren!

Es gibt zudem den Plan, nächstes Jahr gemeinsam mit meinem Freund eine längere Reise anzutreten – wobei „länger“ für uns in diesem Fall einen Monat bedeutet. Nur wohin – das ist die Frage. Dabei haben wir allerdings eher die Qual der Wahl als keine Ideen. Mexiko und Guatemala, China, Vietnam oder doch „einfach“ Schottland? Da wir erst im Herbst starten werden, haben wir zum Glück noch ein wenig Zeit bis zu einer endgültigen Entscheidung – und müssen vermutlich vorher auch nochmal unsere Reisekasse prüfen. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Und zuletzt etwas, das hier vermutlich niemanden zu sehr überrascht: Durch meinen erneuten Südamerika-Aufenthalt dieses Jahr habe ich sozusagen wieder Blut geleckt. Ich sitze an Praktikumsbewerbungen und möchte zudem für meine Masterarbeit einen Forschungsaufenthalt in Peru absolvieren – dafür muss ich allerdings erst einmal mein Thema konkretisieren. Mit etwas Glück und gedrückten Daumen darf ich also bald wieder in meine zweite Heimat auf der anderen Seite der Welt.

Ein Blick in die Zukunft

Ihr sehr also – mein Plan für mehr spontanes, verrücktes Reisen sieht bei der Planung bisher schon mal ganz gut aus 😉 Dafür darf der Rest des Lebens 2017 gern wieder ein bisschen ruhiger werden als dieses Jahr – auch im Privaten, aber vor allem, was die Politik betrifft. (Im Ernst, noch ein Jahr mit so vielen knappen Wahlentscheidungen hält mein Herz nicht mehr aus!)

Und ihr so? Stehen eure Reisepläne für 2017 bereits fest?

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11 Gedanken zu “Reiserückblick, Reisepläne, Reiseträume – Worte zum Jahresende”

  1. Mir war es schon aufgefallen, dass sich hier in letzter Zeit gesponsorte Posts… nun ja, ich will nicht „häuften“ sagen, aber doch vermehrt aufgetaucht sind. Das ist aber auch okay so. Immerhin kostet Reisen Geld und durch die Pressereisen bieten sich einfach viele Möglichkeiten. Glücklicherweise bin ich mir bei dir sicher, dass du trotz Pressereisen nichts in deinen Artikeln beschönigst, so dass die Artikel für mich trotzdem authentisch wirken und deinen Schreibstil mochte ich ja eh schon immer, darum werde ich auch im nächsten Jahr treu weiter mitlesen, auch wenn ich nicht immer kommentiere 😉
    Komm gut ins neue Jahr und ich wünsche dir viel Erfolg für deine Zeit in Bonn.
    Viele Grüße,
    Antje

    1. Liebe Antje, vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin froh, dass du die vielen Pressereisen-Artikel nicht zwingend als schlimm empfindest. Ich verspreche trotzdem, dass ich in Zukunft mehr Artikel veröffentlichen werde, die ganz außerhalb jeglicher Form der Kooperation entstanden sind – das ist mir selbst auch wichtig! Aber selbstverständlich sind auch Pressereisen-Texte und auch Sponsored Posts authentisch, ich wähle Kooperationen schon so aus, dass ich großteils „frei Schnauze“ schreiben kann – alles andere macht einfach keinen Spaß 🙂
      Alles Liebe und dir einen guten Start in 2017!

  2. Spannend das so alles zu lesen und das waren wirklich verdammt viele Reisen, wow. Dabei kann ich dich gut verstehen, dass du auch mal eine Auszeit brauchst, gerade wenn du dann öfter pendelst, da Freunde in Jena wohnen. Meinem Freund ist das schon stressig am Wochenende von Berlin aus immer eine Stunde mit dem Zug nach Hause zu fahren, ich kann dich deswegen gut verstehen. Wir möchten dieses Jahr mal die etwas doch torusitischen Inseln Lanzarote/Fuerteventura erkunden, aber eher in den (hoffentlich vorhandenen) nicht touristischen Gebieten. Wir vermissen es ein wenig zu reisen, also muss das wiederkommen dieses Jahr.

    1. Oh ja! Das ist mir jetzt zum Ende des Jahres auch zum ersten Mal aufgefallen 😀 Lanzarote und Fuerteventura klingen doch toll – ich bin mir sicher, dass man dort auch weniger touristische Ecken entdecken kann! Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!

  3. Ich lese Jahresrückblicken und deinen fand ich besonders spannend ❤! Deine Gefühle, was Pressereisen und private Reisen angeht, kann ich übrigens gut nachvollziehen. Und ich merke: ich habe viel nachzulesen bei dir…

    1. Ich les auch immer gerne Jahresrückblicke 😀 Und wenn ich keinen schreibe, fühlt sich das fast unvollständig an! Vielen Dank, freut mich, dass ich damit nicht alleine dastehe… Man muss halt irgendwie eine vernünftige Balance finden.

  4. Hey,

    wow was für ein Jahr. 🙂 Liest sich sehr aufregend, ich habe es immerhin auf 9 Länder in 2016 geschafft. So spontan wie du kann ich leider nicht sein. Immer wenn ich von einer Pressereise gehört hatte und das Datum sah, wusste ich, dass ich eh nicht von der Arbeit frei bekomme. Daher überlege ich ab Herbst wieder Vollzeit-Master-Studentin zu werden. Als Studentin ist man halt am flexibelsten.

    Das mit den Leuten vermissen, kann ich übrigens gut nachvollziehen. Nachdem ich meinen Job endlich! gekündigt hatte, bin ich für 3 Monate nach Irland gegangen. Die Leute, die ich dort kennengelernt habe, vermisse ich auch total. Wenn ich Glück habe, kommen mich jetzt im Winter noch ein paar Freundinnen aus Südamerika besuchen, da sie mal Schnee sehen wollen.

    Da ich BWL studiert habe, weiß ich, dass fast überall Werbung drinsteckt. Von daher sollte man das gelassen sehen, dass Blogger auf Pressereisen gehen und Kooperationen eingehen. Sie sind wenigstens so ehrlich und geben von sich aus an, dass sie an einer Pressereise teilgenommen haben. Ich habe aber auch schon von Bloggern gehört, die an keiner mehr teilnehmen, weil es ihnen zu stressig und unauthentisch ist. Aber als Studentin mit begrenztem Budget ist das doch völlig okay und eine gute Gelegenheit die Welt zu sehen.

    Für 2017 ist auch noch nichts konkret geplant. Wir wollen eigentlich diese Woche noch Ägypten buchen, hoffentlich bekommen wir auch noch ein gutes Angebot. 🙂 Im Herbst würde ich gern an einer Rallye von Deutschland nach Asien teilnehmen, mal gucken, ob sich das mit Geld und neuem Beruf vereinbaren lässt.

    Aber wenn man einmal Blut geleckt hat, also länger im Ausland war, dann zieht es einem wieder ins Ausland. Irgendwie ist das so.

    LG Myriam

    1. Liebe Myriam, vielen Dank für deinen Kommentar! Ich konnte eigentlich auch nur dieses Jahr so spontan sein – im Frühjahr habe ich sowieso „nur noch“ meine BA geschrieben und danach hatte ich bis Oktober sozusagen frei 😉 Mittlerweile habe ich neben dem Studium auch wieder einen festen Job, für den ich Urlaub nehmen oder Schichten tauschen muss. Aber das ist in Ordnung – es gibt eine Zeit zum Reisen und eine Zeit zum Arbeiten. Aber grundsätzlich ist das Leben als Studentin in Hinblick aufs Reisen echt wunderbar! 😀

      Ich kennzeichne meine Artikel ja und hoffe, dass die meisten LeserInnen dieses Thema so sehen wie du 🙂 Stressig können Pressereisen sein, unauthentisch ist halt immer eine Frage, wie man das Wort versteht bzw. interpretiert. Natürlich ist es irgendwie weniger authentisch, wenn ich mich um nichts kümmern muss und mir ein Guide alles zeigt und für mich übersetzt. Andererseits bekomme ich ganz andere Einblicke in das Land – und auch in Dinge, die durchaus authentisch sein können. Aber ich verstehe das definitiv und versuche mittlerweile, Pressereisen sehr stark nach ihrem Programm auszuwählen.

      Rallye von Deutschland nach Asien? Das klingt ja wahnsinnig spannend! Ich hoffe, du hältst uns auf dem Laufenden 🙂 Bis dahin noch viel Spaß und Erfolg bei der Urlaubsplanung!

  5. Was für ein ehrlicher, offener Artikel ! Ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen, aber wie die anderen Kommentare auch schon sagen, lass Dir über die Presse-Reisen keine grauen Haare wachsen !

    Ich lebe übrigens gerade in Peru, genauer gesagt im Norden, in Chachapoyas. Fallst Du Hilfe brauchst für Deinen Master (ich weiss ja nicht, worin du forschen möchtest), melde Dich einfach !! Gutes Neues Jahr noch 🙂

    1. Vielen Dank! Da hast du wohl Recht 😉 Für meinen Master werde ich wahrscheinlich (hoffentlich) in Lima forschen – ich weiß, dass das für viele unverständlich ist, aber die Stadt hat es mir einfach angetan 😀 Trotzdem vielen lieben Dank für das Angebot! Wenn ich wieder mal vor Ort bin, gebe ich definitiv Bescheid, in Chachapoyas war ich noch nie.

  6. Liebe Ariane,
    Mensch, da hast du aber wirklich verdammt viel erlebt im letzten Jahr 🙂
    Am Anfang deines Artikels habe ich noch gedacht „Krass, Ariane ist ja kaum zu Hause“ – und dann fiel mir wieder ein, dass meine Bekannten das auch immer von mir sagen 😀 Und ehrlich gesagt ist mein 2017 auch schon wieder ganz schön krass getaktet. Mal schauen, vielleicht habe ich dieses Jahr ja auch schon die Möglichkeit zu einer Pressereise – falls sich dafür überhaupt noch eine Lücke finden lässt ;D
    Schöne Grüße,
    Caro

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