Vögel Himmel

Bloggen, Transparenz und Authentizität: Ein Ausblick

Die Blog-Welt folgt manchmal ganz eigenen Jahreszeiten. Nach der Adventszeit, in der viele Blogs vor Gewinnspielen überquillen, geht es nach ein paar Tagen Weihnachtsruhe ohne Umschweife in den Jahresrückblicks-Flash. Was waren die besten Artikel, die beliebtesten Fotos? Wie haben sich die Statistiken und die Follower-Zahlen entwickelt? Welche Reise war die schönste, die längste oder die weiteste? Was ist einem persönlich passiert? Und was ist für 2016 geplant, wo soll es hingehen?

Auf meinem eigenen Blog war es stattdessen ruhig. So gern ich es mag, zum Jahresende auf das Vergangene zurückzublicken und mich aufs Neue zu freuen, so schwer hätte ich es dieses Jahr gefunden, einen Jahresrückblick zu schreiben. Denn für mich selbst war dieser 31. Dezember kein Zeitenwechsel und kein einschneidender Punkt, im Gegenteil. 2016 statt 2015, die Änderung der Zahl am Ende des Datums scheint mir dieses Jahr das einzige zu sein, was um Mitternacht passiert ist. All die Nostalgie, das Pläneschmieden, die Gedanken, die mich sonst zu dieser Jahreszeit umtreiben, sind dieses Jahr ausgeblieben. Und 2015 war ein gutes, aber ruhiges Jahr, ein Jahr ohne Höhen und Tiefen, ein Jahr voll leisem Glück.

Auch, wenn ich selbst keinen geschrieben habe, habe ich viele Jahresrückblicke auf verschiedenen Blogs gelesen. Und bei dem einen oder anderen sind mir Gedanken wieder gekommen, die mir seit dem Herbst im Kopf herum schwirren und da nachdenkliche Zeilen ja doch irgendwie gut zum Jahresstart passen, pack ich sie jetzt einfach mal aus: Wohin wird sich das Bloggen 2016 und danach meiner Meinung nach entwickeln?

Auf dem Weg zum Fast Food-Blogging?

Mir blutet ja immer wieder das Herz, wenn ich mein SEO-Plugin auf WordPress durchlaufen lasse und die rote Lampe aufleuchtet. „Your text is considered hard to read. Try to shorten your sentences.“ Ja – nein, danke. Wenn ich zwischen meinem persönlichen Schreibstil und einem guten Google-Ranking wählen muss, dann nehme ich doch eher ersteres. Das Ganze könnte ich also gut mit einem sarkastischen Lächeln abtun, aber ich schaffe es meistens nicht. Denn: Wenn meine Sätze, relativ einfach und verständlich, (meistens) ohne Fremdwörter und Verschachtelungen, schon als „schwer zu lesen“ eingestuft werden, was ist dann mit wirklich schweren Texten? Mit Sätzen, die man fünf mal lesen muss und sich danach immer noch nicht sicher ist, alles verstanden zu haben, mit Konjunktiv und Futur II? (Ich studiere Politikwissenschaft mit Schwerpunkt auf Politische Theorie, ich weiß, wovon ich da rede…)

Müssen normale Texte heute ernsthaft für ein Durchschnittspublikum vereinfacht werden? Hauptsatz, Punkt, Hauptsatz, am besten jeweils noch ein Absatz dazwischen, gerne als Aufzählung, sonst liest es eigentlich keiner? Werden Texte überhaupt noch gelesen oder wird eigentlich nur von Bild zu Bild überflogen? Und schließlich: Macht das, was ich hier tue, also das Schreiben, überhaupt noch Sinn – oder wäre es besser, einfach hübsche Bildchen mit drei Zeilen darunter zu zeigen?

Eine gute Freundin von mir studiert Latein, um einmal Lehrerin zu werden. Sie hat mir erzählt, dass sie in Bezug auf ihren Beruf ganz schön schwarz sieht: Mal abgesehen davon, dass viele im Erlernen alter Sprachen keinen Sinn sehen, ist eine grammatikalisch komplizierte Sprache wie Latein für heutige Schülerinnen und Schüler ganz einfach zu schwer. Im Vergleich zu unserer Schulzeit wurden bereits viele Grammatik-Konstruktionen aus den Lehrbüchern gestrichen, da die Kinder sie ganz einfach nicht mehr erfassen können. Komplizierte Lehrinhalte zu vermitteln, sei heute auch in anderen Fächern fast unmöglich, weil die Schüler sich kaum mehr über einen längeren Zeitraum hinweg auf eine Sache konzentrieren könnten.

Als mir meine Freundin das erzählte, musste ich an die Entwicklung von Social Media-Plattformen denken. Diejenigen, die heute zur Schule gehen, nutzen kaum noch Facebook. Selbst Instagram ist fast schon abgeschrieben. Stattdessen beliebt? Snapchat und Youtube. Zwei Netzwerke, auf denen man gar nichts mehr lesen muss. Auf Youtube kann man sich alles anhören bzw. -sehen, Text gibt es allenfalls ein paar Zeilen in der Beschreibung. Snapchat bringt die ganze Mentalität irgendwie noch auf die Spitze: Inhalte sind nur für kurze Zeit online und verschwinden dann automatisch. Alles wird direkt und unverfälscht konsumiert, bevor es im digitalen Nirwana verschwindet. Einmal ansehen und dann nie wieder.

Klar, die Zeiten müssen sich auch mal ändern. Aber diese ganze Entwicklung könnte nicht konträrer stehen zu dem, was heldenwetter ist und bedeutet. Ich möchte lange, hochwertige (und ja: auch mal schwierige!) Texte schreiben, die im Gedächtnis bleiben. Und auch meine Bilder sollen so gut sein, dass man Lust hat, sie mehrmals anzusehen. Wegwerfmaterial ist nicht mein Fall – wenn ich etwas online stelle, soll das meinen Qualitätsansprüchen entsprechen. Und wenn es das tut, würde ich einen Teufel tun und es nach 10 Sekunden oder 24 Stunden löschen lassen!

Klar, der Zielgruppe der 14- bis 18-Jährigen weine ich nur bedingt hinterher. Aber dennoch macht mir all das Sorgen: Lebe ich in einer längst vergangenen Zeit? Stirbt das, was ich hier tue, demnächst aus, und es übernehmen so genannte „Insta-Blogger“ und berühmte Snapchatter?

Die echte, wahre, allgegenwärtige Authentizität

Anfang des Jahres hatte ich von Medien wie Snapchat und Periscope noch nie etwas gehört. Jetzt, und vor allem nach einem Workshop mit Asus und Travel on Toast-Bloggerin Anja zu dem Thema, bin ich um einiges klüger. Und habe zugleich einige Stirnfalten mehr. Für eine Erklärung zu Snapchat verweise ich mal auf diesen sehr hilfreichen Artikel. Periscope erkläre ich ganz fix für alle, denen es so geht wie mir noch vor ein paar Wochen: Das Medium gehört zu Twitter und bietet die Möglichkeit, live zu streamen. Nutzer können kommentieren und der Streamende kann sofort im Video auf die Kommentare eingehen. Nachbearbeiten oder speichern kann man den Stream jedoch nicht: Wer die Live-Übertragung verpasst hat, kann das Ganze noch 24 Stunden lang auf dem Handy aufrufen, danach ist es gelöscht.

Klar, Snapchat hat seine Berechtigung als Spaß-App und Periscope ist grundsätzlich eine super Sache. Man stelle sich mal die Möglichkeiten für Journalisten vor, wenn irgendwo etwas passiert und potentiell jeder, der vor Ort ist, live im Video berichten kann! Aber im Blogger-Bereich bleibt für mich bei beiden Apps ein übler Nachgeschmack. Sie passen gut zu den Schreien nach Authentizität, die dieses Jahr überall zu hören und zu lesen waren. Instagram, da ist ja alles nur gestellt – Snapchat, Periscope, hier sind die Bilder unbearbeitet, unverfälscht, echt.

Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass es so etwas wie völlige Authentizität beim Thema Selbstdarstellung im Internet nicht gibt und auch nicht geben kann, finde ich das bedenklich. Möchte ich wirklich meinen Alltag mit fremden Menschen teilen, unbearbeitet und ungestellt? Möchte ich mich irgendwo im Internet live zeigen, ohne die Möglichkeit, etwas zu zensieren oder nachzuretuschieren? Möchte ich meine Leserinnen und Leser auf diese Weise mit auf meine Reisen nehmen?

Ich bin recht freizügig, was mein Online-Leben angeht. Schöne Bilder von mir poste ich gerne und ich habe kein Problem damit, meinen vollen Namen preiszugeben. Durch meinen Blog muss ich sogar meine Adresse ins Netz stellen, und selbst wenn ich das nicht müsste, wäre diese durch meine „Aus dem Fenster“-Fotos relativ fix zu ermitteln. Aber jede und jeder von uns hat dabei eine Grenze. Und meine liegt genau hier: Ich zeige Teile meines Alltags, kleine oder auch große magische Momente. Mein kompletter, unverfälschter Alltag bleibt jedoch da, wo er hingehört, nämlich privat.

Die hohen Nutzerzahlen von Snapchat, Periscope & Co. führen mich auch zu einem zweiten Gedanken: Bin ich als Bloggerin auch automatisch immer Online-Persönlichkeit? – Oder besser: Muss ich das sein? Auf meinem Blog stehen Inhalte im Mittelpunkt, Texte und Fotos, nicht ich als Person. Auch auf Instagram präsentiere ich hauptsächlich meine Foto-Fähigkeiten, nicht mich selbst. Und auf Facebook gibt es eine Mischung aus Persönlichem, Fotos und Inhalten. Wenn ich etwas auf Snapchat präsentiere, zeige ich keine Fähigkeit von mir, ich zeige meinen Alltag, mich als Person. Wen interessiert das, und was würde ich damit erreichen wollen?

Wenn ich die Kommentare unter den Fotos bekannter Instagram-Models lese, frage ich mich oft, was die Mädels selbst davon halten. „I want her life“, steht da, oder „I want to be like her!” Wie fühlt es sich an, solche Kommentare zu bekommen? Was bringt einem das selbst? Wie ist es, berühmt zu sein einfach nur dafür, dass man gut aussieht und sich gut selbst in Szene setzen und vermarkten kann? Was denken die Leute in zehn Jahren darüber?

Klar, in einem Blog stehe ich als Person hinter den Texten und mache das auch deutlich. Ein bisschen Ich spielt immer mit hinein, sonst würde ich ja ein ganz unpersönliches Online-Magazin schreiben. Aber so ganz grundsätzlich geht es um das, was ich kann, meine Texte, meine Fotos, nicht um das, was ich bin, und das soll auch weiterhin so sein. Ein positiver Kommentar zu meinem Schreibstil gibt mir doch so viel mehr als einer dazu, dass ich wirke wie ein toller Mensch – von jemandem, der nur das von mir kennt, was ich online preisgegeben habe!

Es ist nicht alles Gold

Noch so etwas, was 2015 durch die Blog-Welt geschallt ist: Der Wunsch nach Transparenz und die trübe Feststellung, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Zum einen weiß dank Skandalen über gekaufte Instagram-Follower heute jede und jeder, dass Reichweite nicht gleich Reichweite ist. Zum anderen ist das Bloggen immer noch keine todsichere Geschäftsidee, egal, wie viele Ratgeber einem das weismachen wollen. Eine gewisse Ernüchterung hat sich bei vielen breit gemacht, manche auch große Blogs lehnen Kooperationen mit Firmen inzwischen in jeglicher Form ab und besinnen sich zurück aufs Bloggen als Hobby.

„Egal, was du da tust: Ich muss das reproduzieren“, meinte ein Freund von mir letztens, als ich davon erzählte, wie ich auf dem Event in Düsseldorf, zu dem ich eingeladen war, die Zusage für die Blogger-Reise nach China bekam. Eine verständliche Reaktion – Düsseldorf war cool, und, hey, China?! Wie genial ist das denn?! Doch letztlich ist vieles, das sich super anhört, nicht unbedingt das Allergelbste vom Ei. Zwischen nächtlichen Zugfahrten quer durch Deutschland und anstrengenden E-Mails kam dieses Jahr auch bei mir irgendwann die Ernüchterung: Klar, es gibt viele coole Kooperationsmöglichkeiten, aber man kann auch nicht zu allem ja sagen. Schließlich bin ich eigentlich noch hauptsächlich Studentin und mache das mit dem Bloggen nur nebenbei, auch wenn es sich manchmal genau anders herum anfühlt.

Genau so, wie bei mir selbst die Erkenntnis kam, betrachte ich nun auch Kooperationen auf anderen Blogs aus einem anderen Blickwinkel heraus: Cool, wenn jemand ein echtes Buch veröffentlicht – aber steht der Lohn der Autorin wirklich im Verhältnis zur Arbeit? Wow, eine Blogger-Reise mit so vielen spannenden Berichten – kam die Bloggerin zwischen den ganzen Programmpunkten überhaupt noch zum Atmen? Wie viel kann mir eine organisierte Reise geben, wenn ich doch eigentlich auf Erfahrungen und das Lernen aus bin und nicht verreise, nur um dort gewesen zu sein?

Nach jedem Event und nach jedem bezahlten Artikel frage ich mich selbst, wo ich eigentlich möchte, dass das alles hinführt. Und danach freue ich mich jedes Mal, dass ich es noch nicht wissen muss: Ich studiere noch, mache dieses Jahr ein langes Praktikum, werde danach ein Weilchen ganz frei haben. Ich habe viel Zeit, das mit dem Bloggen irgendwie nebenbei zu machen und zu schauen, wo es damit hingeht. Ich habe Zeit, Erfahrungen und auch Fehler zu machen.

Auch habe ich mich im vergangenen Jahr manchmal gefragt, wo die Professionalität, die der Blogger-Szene so gern nachgesagt wird, eigentlich zu finden ist. Ein paar wenige Blogs haben Kontakte und setzen tolle Kooperationen um, der Rest prügelt sich in Facebook-Gruppen um 20-Euro-Gutscheine für dubiose Online-Shops und beschwert sich hinterher darüber, dass Blogger für ihre Arbeit nicht fair entlohnt werden.

Wohin sich das alles noch entwickeln wird? Keine Ahnung – ich bin erst einmal gespannt auf die Reisemesse ITB im März, auf der ich zum ersten Mal als Bloggerin zugegen sein werde. Professionell auftreten, ich, im ganz realen Leben?! Na, das kann noch was werden… Das Gute: Mittlerweile weiß ich schon mal ein bisschen besser, was ich will, und lerne, nein zu sagen und mich zu behaupten. Und selbst, wenn ich in zwei oder drei Jahren feststelle, dass ein Blog neben einem Vollzeit-Job irgendwie doof ist und mit dem Ganzen wieder aufhöre, weiß ich, dass ich durch heldenwetter selbstbewusster, organisierter und weniger naiv geworden bin. Und das ist ja auch schon mal was wert.

Der Wunsch nach Authentizität; der Weg hin zu kürzeren, leichter konsumierbaren Inhalten und Ernüchterung in Bezug auf Kooperationen – das ist also das, was ich an „Trends“ aus der Blog-Welt 2015 mitgenommen habe. Was denkst du davon? Siehst du andere Trends oder hast du das Ganze ähnlich erlebt wie ich?

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44 Gedanken zu “Bloggen, Transparenz und Authentizität: Ein Ausblick”

  1. Hallo Ariane,
    du hast sehr ähnliche Gedanken wie ich und es ist schön diese mal schwarz auf weiß zu lesen. Ich blogge fernab jeglicher Gedanken an Kooperationen, das was ich mache ist einfach zu klein, zu speziell, zu sehr ich. Aber anders könnte ich das auch gar nicht. Schreiben und Fotografieren sollten zu aller erst einem selbst Freude bereiten. Sonst ist das doch alles Mist! Deine Begeisterung zu dem was Du machst merkt man Deinem Blog an, mach doch so weiter wie Du Dich wohl fühlst. Und das hinter vielen Blogs nur heiße Luft steckt, dass ist ja nun leider kaum anders zu erwarten. Das sind alles auch nur Menschen hinter deiesen tollen Designs.
    Auf die China Bilder von Dir bin ich schon ganz gespannt!
    Viel Spaß und alles Liebe, Tine

    1. Hallo Tine, vielen Dank für deine Worte! 🙂 Das stimmt, der Spaß ist wirklich das Wichtigste, und es freut mich, dass man den zwischen meinen Zeilen herauslesen kann. Von den China-Bildern sind die ersten übrigens schon hier online: http://blog.chinatours.de/ – Leider konnte ich die noch nicht groß bewerben, weil ich in China in Facebook, Instagram & Co. nicht reinkomme, der Great Firewall sei dank 😉

  2. Das sind spannende Gedanken. In zwei Jahren sieht die digitale Welt schon wieder komplett anders aus.
    Wir leben in Zeiten, in denen heftig konsumiert wird, jedoch kristallisieren sich Gruppen heraus, denen das zu schnell ist. Die verabschieden sich von der Bildfläche und sind somit gar nicht mehr virtuell erreichbar. Also werden manch Menschen diese tollen Gedanken von dir erst gar nicht lesen. (Aber ich werde ihnen davon, bei Gelegenheit, erzählen). Doch auch hier die Frage: Was ändert das ?

    Da wären wir dann bei „kantischen Fragen“…

    Ich selbst hatte von 2011-2014 von einem Blog, den Spendern (Lesern) und der Zusammenarbeit mit bekannten Firmen die Welt bereisen können. Blicke ich heute zurück, war das eine super Leistung. Während all der Zeit habe ich mich einen Dreck um klicks und google ranking gekümmert, es war mir schlichtweg egal. Wieso? Weil es in erster Linie darum geht, dass deine Inhalte deinem Spiegelbild entsprechen.

    Was bringt es einem blogger wenn er bei facebook 40 000 likes ergattert hat, aber sich selbst in seinem Blog oder seiner Seite nicht wieder findet? Was bringt es einem Blogger wenn er bekannt ist, aber keine privaten Momente mehr hat, weil er alles teilt? Was bringt es überhaupt ein blogger zu sein, wenn man tief drinnen eigentlich die Aufmerksamkeit von echten Freunden möchte – und nicht von der virtuellen Welt und deren Gestalten. Und wer sagt, dass wir wirklich all die klicks haben, die uns google analytics darstellt? Wer sagt, dass klicks unsere Sinne befriedigen können, während unsere Sinne gar nicht mehr wissen, was Befriedigung eigentlich für ein Gefühl ist ?

    Umso mehr ich auf meine Online-Zeit zurückblicke, umso tiefer blicke ich auf eine spannende, aber auch gefährliche Entwicklung zurück. Auf eine aus der ich mich selbst gerettet hatte. Nämlich in dem Moment, in dem ich mir sagte: „Was bringt dir all das schreiben und berichten, wenn du doch gar nicht weißt, wohin die Reise gehen soll?“

    Sicherlich haben meine Artikel anderen Menschen ein wenig Inspiration geschenkt. Auch mal gezeigt, dass die Welt nicht schwarz/weiß ist. Doch sicherlich wussten das die meisten Leser meiner Seite eh schon. Sie wollten es nur nochmals und nochmals lesen, damit sie sich nicht so allein fühlen. Denn all das Erlebte wurde in irgendeiner Form schon erzählt, geschrieben oder fotografiert. Wenn nicht von dir und mir, dann von ihm oder ihr.

    Also warum tun wir das alles ?

    Darauf habe ich auch keine Antworten und wenn, dann wären es nur Spekulationen, Vermutungen und Ideen. Aber diese sind genauso unwichtig, wie das www – denn als es das nicht gab, gab es auch Menschen. Die gab es immer und die wird es immer geben.

    Während also die digitalen Archive in Nirwana landen, werden die in Stein gemeißelten Geschichten der antiken Zeit immer noch existieren. Unsere WordPress, Tumblr und Jpegs werden aber der Vergangenheit angehören.

    Also gut, dass du wenigstens ein paar von den Erinnerungen auf Papier gedruckt hast, evtl. halten die ein wenig länger durch. Am Ende werden wir alle als feiner SternenStaub enden und vielleicht diskutieren wir auf irgendeinem Planeten darüber, welcher Artikel im 21. Jahrhundert der coolste war…

    Wir sehen uns.
    Sicherlich.
    Denn das Leben geht immer weiter. Mit uns.
    Und ohne uns.

    Alles Gute nach China,
    Alexandros Tsachouridis Mondon – von http://www.alealife.tumblr.com

    1. Hallo Alexandros,
      vielen Dank für deine Gedanken und den langen Kommentar! Ja, es ist verrückt, wie sich alles verändert – und wie die Dinge, an die man sich lange hat gewöhnen müssen, schon wieder aus der Mode kommen.
      Letztlich kommen uns Dinge wie Blogs, Social Media und Klickzahlen so erstaunlich wichtig vor – wenn man mal darüber nachdenkt, ist das schon verrückt. Gerade beim Reisebloggen verschwimmen die Grenzen zwischen Leben und darüber berichten, umso wichtiger ist es, dass man sich aufs Erleben konzentriert und sich nicht zwischen Texten und Fotos verliert 🙂
      Die Frage nach dem Warum ist auf jeden Fall spannend – Menschen haben wohl immer schon gern Geschichten erzählt und irgendwie nach Bestätigung gesucht („Der/die denkt genauso wie ich!“). Und ein Blog eröffnet ja auch die Illusion, etwas zu schaffen, das bleibt, und das ist ja irgendwie auch ein menschliches Grundbedürfnis.
      Viele Grüße aus Linzhou!

  3. Hallo liebe Ariane,
    wieder einmal ein toller Text! Das Bloggen oder allgemein Plattformen wie Instagram, Snapchat, YouTube sind in so viel Hinsichten diskutierbar und ich mache mir selber unglaublich viele Gedanken zu den verschiedenen Aspekten, deswegen Respekt, dass du es geschafft hast deine Gedanken in einen strukturierten und vor allem guten Beitrag unterzubringen, bei mir würde das wahrscheinlich in einem Wirrwarr enden.
    Liebe Grüße und mach weiter wie bisher auch wenn wordpress dich für deine angeblich zu langen Text kritisiert 😉
    Ronja

    1. Danke! Ja, ich finde es auch immer wieder spannend, sich damit auseinanderzusetzen. Das mit dem Wirrwarr kann ich gut verstehen, mir geht es da ähnlich. Ich habe nur einfach irgendwann abgebrochen, um einen Artikel fertig stellen zu können – ich hätte mich auch noch seitenweise in Gedanken verlieren zu können… 😉

  4. Es ist grundsätzlich ein Problem von deutschsprachigen Autoren, dass sie gern dem Glauben anhängen, eine gute Sprache sei eine solche, die keiner versteht. Ich weiss, wovon ich rede, denn ich habe Philosophie studiert. 🙂

    Sprache ist Kommunikation und als solche hat sie das Ziel, Informationen zu transportieren. Das können abstrakte Gedanken sein, aber auch Gefühle. Nur: Wird ein Text nicht verstanden, dann verfehlt er meiner Meinung schlicht seinen Daseinszweck.

    Deswegen finde ich es eine Form des Anstandes, sich dem Leser anzupassen. Das heisst nun natürlich nicht, dass jeder nur noch Hauptsätze aneinanderreihen soll. Vielmehr muss man sich überlegen, wen man ansprechen will und dann eben die passende Sprache wählen. Ich glaube daher nicht, dass es hier ein Richtig oder Falsch gibt, sondern eher ein Passen oder Nichtpassen.

    Aber davon abgesehen: Ich finde deine Texte sprachlich schön formuliert und sehr gut lesbar. Aber vielleicht bin ich ja auch einfach nur deine Zielgruppe… 🙂

    1. Hehe, das stimmt tatsächlich! Wobei es sich auch von Disziplin zu Disziplin unterscheidet. Während zB. in den Internationalen Beziehungen (die zugegebenermaßen auch sehr US-geprägt ist) die Verständlichkeit von Texten schon auch ein Gütekriterium darstellt, habe ich beispielsweise in der Soziologie oft das Gefühl, bestimmte Autoren wurden nur deshalb so bekannt, weil sie niemand versteht – und daher alle annehmen, es müsste etwas besonders Kluges in den Texten stehen… Nunja 😀
      Deine Gedanken dazu sind sehr wahr – letztendlich kann man es ja nie jeder und jedem recht machen, und da macht ein gewissermaßen zielgruppenorientiertes Schreiben definitiv Sinn. Vielleicht schreibe ich in Zukunft einfach gedanklich für Menschen, die gerne lesen! 😉

  5. Liebe Ariane,

    was für ein toller und meine Gedanken treffender Artikel. Gerade im Dezember ging es mir ähnlich wie Dir: ich fragte mich, wo eigentlich die wirklich relevanten Artikel zwischen all den Rückblicken, Rezepten und Gewinnspielen sind. Und ich selbst habe mich dabei ertappt, dass ich eigentlich etwas saisonal unabhängiges veröffentlichen wollte, aber das dumpfe Gefühl hatte, dass das eh niemand liest zwischen all den Weihnachtsthemen.

    Die Leser wollen mehrheitlich das Fast Food. Und solange das so ist, wird es auch weiter umfangreich veröffentlicht. Irgendwie kann man den Bloggern fast keinen Vorwurf machen – sie wollen es dem Leser „recht machen“. Dennoch würde auch ich mir mehr Mut zu individuelleren/ längeren Texten in der Blogosphäre wünschen.

    Herzliche Grüße an Dich
    Sandra

    1. Liebe Sandra, vielen Dank! Ja, die Weihnachtszeit ist schwierig – mir geht es jedes Jahr so, dass ich mich nicht so recht entscheiden kann, ob ich diesen Wahnsinn nun mitmachen oder ganz beiseite lassen möchte. Und letztendlich ist diese Zeit ohnehin so stressig, dass ich, egal, was ich mir für den Blog vorgenommen habe, es nicht schaffe 😉
      Ja, viele wollen das Blogging-Fast-Food, aber ich glaube, zumindest einige haben davon inzwischen auch genug (oder wollten es nie?!). Letztendlich find ich es immer gut, wenn man auch mal gegen den Strom schwimmt. Auch, wenn es der Mehrheit nicht gefällt, hat man damit dann zumindest dem Rest eine Alternative geschaffen (und etwas gemacht, auf das man stolz sein kann!). Zumindest sind das so die Gedanken, die ich mir einrede, wenn ich mal wieder auf einen schlecht recherchierten und lieblos zusammengebastelten Artikel mit hunderten Kommentaren und noch mehr Likes treffe 😉

    2. Meine Erfahrung ist, dass es im Dezember jeweils weniger Traffic gibt als in anderen Monat. Seit ich blogge, springen bei mir die Pageviews jeweils im Januar um 30 Prozent hoch. Da platziere ich die leichter zu produzierenden Texte lieber im Dezember und gibt dann wieder im Januar vollgas, wenn es mehr Leute lesen. Vielleicht wäre das eine Erklärung für das von dir beschriebene Phänomen…?

  6. Also an erster Stelle sei mal gesagt, ich meine geschrieben, dass ich deinen Schreibstil mag. Ist mir doch egal, dass dein SEO-Plugin das anders sieht.
    Zweitens ist Bloggen als Hobby neben einem Vollzeitjob sehr wohl möglich. Vielleicht einfach in einer etwas reduzierten Intensität. Ich mache das zumindest seit über fünf Jahren. Klar, manchmal kostet es schon viel Überwindung, nachdem ich bereits den ganzen Tag auf Arbeit Texte geschrieben habe, am Abend auch noch einen Blogartikeln zu verfassen. Aber machbar ist es definitiv.

    1. Danke! 🙂
      Ja, das glaube ich – andere Menschen haben schließlich auch zeitaufwändige Hobbys 🙂 Aber gerade als Reiseblogger ist man dann leider sehr eingeschränkt, wenn es um Pressereisen, Events etc. geht. Schließlich will man seinen Jahresurlaub ja wahrscheinlich auch nicht für eine Kaffeefahrt mit zehn anderen BloggerInnen aufbrauchen… Dafür kann man selbst entspannt reisen und hat auch die Finanzen dafür, und kann später ohne Stress und Pflicht darüber berichten 🙂 Hat eben alles seine Vor- und Nachteile!

  7. Liebe Ariane,

    eines mal vorab: Trotz vielleicht roter oder oranger SEO Ampel: Ich habe deinen Blog doch irgendwie gefunden. 😉
    Und viele andere ja auch.
    Ich weiß noch genau wie es war als ich selbst angefangen habe zu bloggen. Frisch, frei und fröhlich schrieb ich drauf los.
    Keine H2 Überschriften, keine ausgehenden Links und oh nein – keine große Keyword Intensität.
    War aber auch nicht schlimm..denn damals wusset ich von all dem noch gar nichts.
    Dann las ich im großen, weiten Netz plötzlich von SEO, von Beiträgen, die meinen Lesern nutzen MÜSSEN, sonst kann ich ja auch gleich Tagebuch schreiben..für mich in meinen Kämmerchen.
    Ich fühlte mich auf einmal wirklich schlecht…
    Das dann so viele andere Blogge so coole Kooperationen bekamen und ich alles selbst finanziere, machte mich dann auch irgendwann traurig.
    Dann aber hörte ich immer mal wieder nette Worte von Freunden, Verwandten oder inzwischen kennengelernte andere Blogger. Und ich war wieder hochmotiviert.
    Dann las ich wieder von anderen Bloggern, wie viele Besucher diese doch täglich auf ihrer Seite haben. Die kommen vor allem wegen irgendwelchen Packlisten oder weltbesten Kreditkarten Tipps.
    Und dann drehte sich bei mir der Schalter wieder um. Sorry Welt. Aber ob ihr 3 oder 4 paar Socken in euer Reisegepäck stecken wollt, dass müsst ihr schon selber wissen. Über sowas schreibe ich doch nicht, nur um Leser zu fischen. Gut..vielleicht leiste ich dann nicht den gewünschten Mehrwert, aber mein Blog bleibt ehrlich.
    Ich bin mir auch nicht mehr so sicher, ob ich wirklich Kooperationen annehmen möchte. Ich weiß genau, dass mich das beeinflußen wird und ich dann nicht mehr so ehrlich schreibe, wie ich es eigentlich machen würde.
    Gerade vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel veröffentlicht, wo ich über ein Hotel schreibe, dass es in den 70er Jahren stehen geblieben ist und das das Hauptpublikum leider ebenso alt ist. Wäre ich von dem Hotel eingeladen worden, hätte ich mir das sicher verkniffen.
    Ich bin so froh, dass ich es nicht muss!
    Und auch du solltest weiter schreiben, wie du schreibst. Kurze, knackige Hauptsätze kann man ja auch woanders lesen gehen. Wer hier bei dir bleibt, weiß auch was er an dir hat. Qualität statt Quantität eben.
    Am Ende wird sich die Spreu vom Weizen trennen!
    Ganz viel Spaß noch mit deinem Blog (denn der sollte im Vordergrund stehen bleiben..damit die Liebe weiter rauszulesen ist)
    Liebe Grüße Janine

    1. „Aber ob ihr 3 oder 4 paar Socken in euer Reisegepäck stecken wollt, dass müsst ihr schon selber wissen.“ <-- Den Satz werd ich im Kopf behalten für zukünftige Diskussionen 😀 Vielen Dank! Mehrwert lässt sich ja über viele Methoden schaffen, auch wenn ein Artikel einfach schön geschrieben ist und ich ihn gern lese und mich unterhalten fühle und/oder etwas Neues lerne, ist das ja für mich ein Mehrwert 🙂 Eben diesen Mehrwert vermisse ich bei Packlisten allerdings meistens - interessant sind Listen für bestimmte Länder, auf denen man erfährt, was vor Ort gekauft werden kann und was mitgebracht werden sollte, ob die deutschen Stecker in die dortigen Steckdosen passen etc. pp. - Aber Backpacking-Packlisten, in denen die genaue Anzahl an Kleidungsstücken aufgeführt wird, verstehe ich nicht. Ich muss doch selbst wissen, wie viele T-Shirts ich brauche 😉 Wird es hier auch definitiv nie zu lesen geben...

  8. Ein toller Text mit wirklich durchdachtem Inhalt!
    Du wolltest Texte, die im Gedächtnis bleiben? Das ist – auf jeden Fall bei mir persönlich – bei diesem ganz sicher passiert. Aber auch viele von deinen anderen Texten und auch die Bilder sind toll! „Das Internet vergisst nicht(s).“ – das ist ja etwas, was ich mir immer wieder vor Augen führe, wenn es um die Schnelllebigkeit geht. Mir ging es schon oft so, dass ich mich manchmal wirklich etwas vom Online-Leben abkapseln und erstmal durchatmen musste, weil ich das Gefühl hatte überrannt zu werden mit neuen Bildern, Videos und Nachrichten.
    Danke für deine Offenheit und das du es wirklich auf den Punkt gebracht hast. So ein „Jahresrückblick“ bringt ein wirklich zum Nachdenken und mir wird gerade jetzt erst einmal bewusst, wie sehr sich die ganze Online-Welt in einem Jahr verändert hat. Ich mag Snapchat ja irgendwie schon ganz gerne, aber letzten Endes hänge ich umso mehr an Büchern und lese jeden Morgen die Tageszeitung.
    Vielleicht kommt es auf die Einzelperson selbst auch an, wenn es darum geht, sich der Schnelllebigkeit anzupassen.
    Liebste Grüße,
    Leah
    P.S. Ich zähle eindeutig zur Gruppe 14-18;)

    1. Danke! 🙂
      Ja, das mit der Schnelllebigkeit ist wahr – ich plane übers Wochenende meistens alles vor und schaue dann höchstens mal aufs Handy, um mit Freunden etwas über Whatsapp zu verabreden. Durch dieses ständige Social Media-Gedöns wird man sonst früher oder später verrückt.

  9. Hallo Ariane,

    es gibt Tage, da mag ich Snapchat. Es gibt Tage, da ist mir ein Blogartikel noch zu wenig und ich greife lieber zu einem Buch.

    Ich finde es unfassbar spannend, wie sich unsere Medienwelt entwickelt. Beruflich mache ich jetzt schon seit 6 Jahren Blogger Relations. Nach 2 Jahren meinte ich, dass ich jetzt wohl zu spät dran sei, auch einen Blog zu machen und wollte die Energie nicht reinstecken, wenn er eh nicht gefunden werden würde. Weitere 2 Jahre später, vermisste ich das Schreiben so sehr, dass ich doch mit dem Bloggen anfing. Bereut habe ich es bisher keine Minute. Auch wenn er mich manchmal nervt.

    Der Blog ist für mich immer noch die perfekte Form, weil ich dort eben Schreiben kann und das ungemein gut tut. Manchmal frage ich mich zwar, ob meine Leser nicht manchmal zu sehr als meine Therapeuten herhalten müssen, aber gut, mein Blog meine Party. Und ein ganz anderes Thema als hier angesprochen.

    Auf deiner Party bin ich bei jedem neuen Beitrag gerne zu Gast. Ein zuverlässiges Buffet an Beiträgen und Worten und Bildern, das ich zu schätzen und lieben gelernt habe. Aber gerade zu anfangs zeigte es mir, wie unberechenbar diese Welt um den Blog ist. Bis heute frage ich mich, warum du nicht unendlich mehr facebook-fans hat als ich. Einfach, weil es dein Blog verdient hat.

    Ich selbst habe aber auch Tage, da mag ich andere Kost lieber. Da ist Snapchat beim Zähne putzen angenehmer, als den Laptop hochzufahren, um einen Blogartikel zu lesen und ihn auch mit einem Kommentar zu würdigen.

    Ich glaube übrigens wir sind noch lange nicht angekommen, wo die Medienwelt hinführen wird. Es heißt, dass ein Medium erst dann sein volles Potential entfaltet, wenn die erste Generation damit aufgewachsen ist. Beim Internet haben wir das erreicht, bei Smartphones und Co sind wir noch weit weg davon. Es wird also spannend bleiben.

    Ich für meinen Teil erhoffe mir, dass auch die Nachfolgegenerationen Erwachsen werden und die Lust an Tiefe bekommen. Muss ja nicht immer alles so wortreich sein, doch so wie McDonalds und fünf Sterne Lokale ihre Berechtigung haben, so sollte auch die Vielfalt in den Onlinepräsenzen gegeben sein.

    Noch eins zu deinen persönlichen Aspekten. Ich glaube, dass man bei Blogs sehr dazu neigt, die Person dahinter zu interpretieren. Zumindest erwische ich mich oft dabei. Manchmal ist das so entstandene Bild in Wahrheit dann absolut zutreffend, manchmal aber auch nicht.

    Wichtig bei allem ist aber glaube ich, dass die Leser verstehen, dass es immer nur eine Sequenz ist. Auch ich schreibe sehr offen, aber was ich mit meinem Partner auf der Couch oder mit meinen Mädels beim Mädelsabend rede, das ist doch oft noch mal etwas ganz anderes. Andererseits entdecken Freunde manchmal auch Inhalte auf dem Blog, die ich bis dahin nie zur Sprache gebracht hatte …

    Und jetzt muss ich aufhören, das artet hier gerade etwas aus. Aber irgendwie hat mich dein toller Beitrag inspiriert. Bleib 2016 wie ich dich 2015 kennen und lieben lernen durfte. Mit deinen wunderschönen Worten und Bildern!

    Alles Liebe
    Tanja

    1. Das mit dem „therapeutischen“ Schreiben geht mir genauso 😉 Hätte ich keinen Blog bzw. keine Schreib-Plattform, bekäme ich wahrscheinlich irgendwann einen Wörterstau.
      Lieben Dank für das Kompliment – ich habe mir dieses Jahr auch in den Kopf gesetzt, mal an solchen bisher eher zweitrangigen Dingen wie einer höheren Zahl an Facebook-Fans zu arbeiten. Wobei ich finde, dass dein Blog jeden einzelnen Fan und mehr verdient hat, du hast einfach eine tolle Zusammenstellung an Themen 🙂
      Was die Zukunft von Medien, Smartphones & Co. angeht, bin ich auch mehr als gespannt – da scheint uns ja noch einiges zu erwarten. Als Bloggerin steht man all dem ja noch einmal anders und interessierter gegenüber.

  10. Ich mußte so herzhaft lachen als ich las daß Dein SEO-Plugin immer rot aufleuchtet und Deinen Satzbau kritisiert. Bei mir isses nämlich genauso. Dabei mag ich lange Sätze. Also so richtig lange, verschachtelte Sätze und sehr häufig gehe ich, nach dem reinen Runterschreiben des Textes, noch hin und mache aus einem Satz zwei. Manchmal auch drei. Solche Sätze gehen dann aber auch über ein paar Zeilen, das muß ich zugeben.

    Allerdings bin ich der Meinung (oder vielleicht ist es auch nur eine Hoffnung, wer weiß das schon) das Menschen, die gerne solche langen und „sperrigen“ Texte lesen auch als Leser wieder kommen. Ich persönlich mag diesen „ein Satz gleich ein Absatz“ Stil in Blogs überhaupt nicht. Ich lese gerne lange Texte und lange Sätze, die in vernünftigen Absätzen zusammengefaßt sind 😉

    Liebe Grüße,
    Mirtana

    1. Haha, freut mich, dass es nicht nur mir so geht! 🙂 Deine Hoffnung teile ich, was das angeht – und ich glaube auch, dass Blogs mit ausführlichen Texten weniger austauschbar sind.

  11. Liebe Ariane,
    ich bin ja bekennender Snapchat-Fan, auch wenn ich die Kritik an der App und an all den anderen flüchtigen Medien wie Periscope verstehen kann. Klar, der Blog ist immer die Basis. Dort schreibe ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist, teile die Inhalte, die ich mir gern häufiger ansehen möchte und die „für die Ewigkeit“ sind. Auf Snapchat geht es bei mir zu wie in der Kaffeeküche: da wird mal geplauscht, ein Foto geteilt – denn ja, auch auf meinem Instagram-Kanal poste ich nicht mehr jedes Mittagessen. Das findet man dafür vielleicht auf Snapchat. Die Flüchtigkeit hat mich anfangs auch irritiert. Warum sollte ich mir für etwas Mühe geben, das gerade einmal 24 Stunden abgerufen werden kann? Aber genau das ist der Reiz. Wenn es jemand schauen will, muss er sich zeitnah ganz bewusst dafür interessieren. Für mich wird ein Blog immer interessanter, wenn ich den Menschen dahinter kennenlerne. Dafür ist Snapchat perfekt. Man schaut „direkt“ in den Alltag (klar, 100% Authentizität ist nicht möglich, da gebe ich dir vollkommen Recht), aber es ist eben was anderes als ein geschnittenes, optimiertes YouTube Video oder ein gefiltertes Instagram-Bild.

    Zu deinen Texten kann ich nur sagen: schreib weiterhin so „SEO-unfreundlich“. Denn ich liebe deine langen Sätze, die mir so oft so wunderbar aus der Seele sprechen. Vielleicht nicht der Suchmaschine. Aber mir.

    Liebe Grüße!

    1. Ich muss ja zugeben, dass ich mir deine Artikel und Videos zu Snapchat alle bestimmt dreimal durchgelesen bzw. angesehen habe und trotzdem noch nicht verstehe, wo der Reiz von Snapchat für BloggerInnen liegt. Irgendwie finde ich da einfach keinen Zugang. Aber ich verstehe schon, dass diese Aktualität, das Jetzt-Gerade, irgendwie spannend ist. Ich frag mich ja bei anderen BloggerInnen auch oft: Wo ist er/sie eigentlich gerade unterwegs? Während ich diesen Artikel über China lese, ist sie schon weiter in Indien? Und so weiter… Da sind solche aktuellen Alltags-Updates, die auch nur 24 Stunden bestehen, natürlich interessant.
      Vielen Dank übrigens 🙂

  12. SehrSehrSehrSehrSehrSehrSehr toll geschrieben!!!! Und bau ruhig weiter deine zu langen Sätze- ich hab mal Theologie studiert und musste dafür nicht nur Latein, sondern auch Hebräisch und Altgriechisch lernen…ich schaffe das!!! (Ah- Ü38, da weiß ich natürlich nicht, ob ich noch Zielgruppe bin…) ;-)))
    Dass ich noch nicht einmal das SEO- Plugin kenne und bislang weder von Snapchat noch Periscope gehört habe, zeigt mir einmal mehr, dass wir mit dem Bloggen niemals wirklich Geld verdienen werden. Andy und ich stecken bereits seit mehr als 15 Jahren im 9 to 5 Arbeitsleben – oft auch von 8 to 8. Und wir mögen unser Leben so ganz gerne. Das heißt aber auch, dass wir es oft nicht schaffen, einen Artikel pro Woche zu schreiben und mehrmals täglich mit anderen Bloggern zu netzwerken, um unsere Seitenaufrufe und Follower zu pushen. Ja, und sehnsüchtig schauen wir auf euch, die ihr Kooperationen habt, deren Abonnentenzahlen explodieren und die ihr auf Bloggerreisen eingeladen werdet. „EINMAL so ne richtig coole Tour gesponsert bekommen…“ schwärmte Andy noch vor zwei Tagen. Aber mal ehrlich: mit festem Job und Seniorhund ist nicht viel mit flexibel. Und auch nicht mit ITB. Obwohl uns letzteres sicherlich fürs Netzwerken mal ganz gut tun würde. Und obwohl wir das natürlich trotzdem irgendwie zeitlich hinbiegen könnten. Wollen wir aber gar nicht. Wir hatten mal einen Artikel zu Tanjas Blogparade http://www.reiseaufnahmen.de/ueber-mich/glueckssuche-9-to-5-leben-oder-den-job-kuendigen-und-ab-in-die-welt geschrieben und darin gesagt: alles im Leben hat seinen Preis. Wenn der Preis für einen gut-laufenden Blog ist, dass ich mehr Zeit vorm Laptop als mit guten Gesprächen und Freunden verbringe, dass ich jeden Moment erst online teile, ehe ich ihn überhaupt selbst genieße, dass ich meinen Schreibstil in die Bildzeitung verwandle, dass ich meine Privatsphäre aufgebe, dass ich mich nach meinem stressigen Arbeitstag noch durch „Ich-muss-heute-noch-unbedingt-den-Artikel-schreiben“-Gedanken unter Druck setzen lasse, dann kann ich nur sagen: ist mir der zu hoch…. Dann gönne ich es aber jedem, der diesen Preis bereit ist zu zahlen und dafür Erfolg erntet. Und noch mehr gönne ich es denen, die diesen Preis auch nicht, oder nur eingeschränkt zahlen wollen, aber trotzdem Erfolg ernten, weil sie dann nämlich hart dafür arbeiten und offenbar richtig, richtig gut sind! Also mach einfach weiter so!!!!! LG, Miriam

    1. Danke! 🙂 Huiuiui, Hebräisch und Altgriechisch, da bin ich baff. Mir hat Latein mehr als gereicht 😉 Da brauche ich mir mit schwierigen Satzkonstruktionen ja keine Sorgen zu machen!
      Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit Vollzeit-Job und Blog einen ziemlichen Spagat eingeht. Klar geht alles, aber letztendlich hat man tagsüber schon genug Stress – und es ist auch nicht nur eine zeitliche, sondern auch eine mentale Frage. Ich finde es schon schwer genug, Studium, Nebenjob und Blog organisatorisch und gedanklich unter einen Hut zu kriegen und dabei keine wichtigen Deadlines zu vergessen… Vom Zeitfaktor gar nicht zu reden.
      Das mit dem Preis, den man zahlt, ist ein guter Gedanke – zum Glück gibt es viele Gegenbeispiele an tollen BloggerInnen, die großartige Texte schreiben, eben gerade nicht größtenteils online leben und ihre Privatsphäre behalten und trotzdem erfolgreich sind. Schade nur, dass die meinem Gefühl nach weniger Nacheiferer haben als andere.

  13. Liebe Ariane,
    gerade in diesem Moment bin ich total dankbar, dass wir uns in Neuharlingersiel kennengelernt haben und ich dadurch auch deinen Blog entdeckt habe. Eben wegen solcher Artikel.
    Gerade eben hab ich noch bei Jasmin geschrieben, dass ich die klassischen Blogartikel viel lieber mag als YouTube. Von Snapchat etc. will ich nicht mal anfangen. Kein Video könnte mir einen so tollen Text bieten, wie den, den du hier geschrieben hast. Ich mag deine Art zu schreiben super gerne und mir ist ehrlich gesagt noch nie der Gedanke gekommen, dass deine Sätze zu verschachtelt oder zu kompliziert sein könnten.
    Liebe Grüße,
    Antje

    1. Mit Youtube kann ich auch wenig anfangen – für spannende Video-Projekte und Musik ja, für Vlogs (sagt man das noch? :D) und so weiter nein. Liegt aber wahrscheinlich bei mir auch daran, dass ich gern in meiner eigenen Geschwindigkeit lese. Ich mag beispielsweise auch keine Hörbücher.
      Vielen lieben Dank für das Kompliment, ich hab mich auch sehr gefreut, dich dort kennen zu lernen und lese deinen Blog seitdem sehr gern, auch wenn mir für Kommentare und Ähnliches meist die Zeit fehlt.

  14. Liebe Ariane,
    ich lese sehr gerne deine Texte und finde sie gut verständlich! Auch finde ich deine Gedankengänge immer wieder bewundernswert und regen mich zum nachdenken an, denn ich die Frage wohin das bloggen noch führen wird, hab ich mir ehrich gesagt noch nie gestellt. Liegt vielleicht daran, dass ich es bisher nur als Hobby mache, ohne große Kooperationen und auch momentan kein Interesse daran habe. Snapchat find ich übrigens mega unötig, kann mich für sowas gar nicht begeistern, aber Instagram hab ich ja auch erst seit Mai 2015 xD bin was sowas angeht, eher der Nachzüglerin bzw diejenige die erst dagegen ist und es nach einer Weile, wenn es fast schon wieder out ist, dann auch mal probiert und vielleicht sogar cool findet. Youtube hingegen find ich teilweise echt cool, aber schau hauptsächlich auch nur Reisevideos von Orten, die mich wirklich interessieren. Habe mich aber auch schon oft bei daily vloggern gefragt, ob sie das nicht mal nervig finden oder sich unter Druck fühlen, jeden Tag ein Video zu schneiden und hochzuladen. Darauf hätte ich absolut keine Lust! Auch wenn ich jeden Tag die coolsten Dinge erleben würde, irgendwo reicht es einfach. Danke jedenfalls das du immer so schöne, inhaltlich interessante Texte schreibst, ich bin einfach eine Leseratte und finde es meist schade, wenn auf einem Blog zu wenig Text vorhanden ist.

    Liebe Grüße
    deine Jasmin von nimsajx.blogspot.de

    1. Das freut mich sehr, danke! 🙂
      Hehe, gut, dass es noch andere gibt, die mit Snapchat & Co. wenig anfangen können. Youtube finde ich meist schwierig, solche Vlogs und Ähnliches kann ich mir irgendwie nicht antun. Freut mich, dass du gern lange Blogartikel liest 🙂

  15. Hallo Ariane,
    ich mag deine Texte. Und deine Fotos, aber das weißt du auch schon 😉
    Snapchat habe ich noch nie benutzt, hab noch nicht mal die App, und Persicope kann ganz nett sein. Wenn man Glück hat, wird gerade ein Tutorial gesendet, auf das man grad Lust hat.
    Die Zeiten von Thomas Manns oder Musils seitenlangen Sätzen sind vorbei und viele Jüngere können sowas auch gar nicht mehr lesen. Oder Latein verstehen 😉 Das ist schade, aber ich denke, auch nur ein Trend. Hoffentlich zumindest! An Tagen, an denen ich schwarzsehe, raufe ich mir allerdings auch die Haare! Instagram benutze ich grad sooo selten, weil ich das Gefühl hab, dass das gar nicht zu meinem Leben passt: Keine weißen Wände, kein perfekt arrangieretes Essen – alles tausendmal gesehen und für unrealistisch befunden.
    Gerade was den eigenen Blog angeht: Ich denke, man sollte einfach so schreiben, dass man mit sich zufrieden ist. Das machen und annehmen, woran man Spaß hat.
    Bist du jetzt gerade schon in China? Früher oder später wärst du sowieso da gelandet, auch ohne Bloggerreise!
    (Jetzt hab ich mich übrigens verzettelt. Mist, dabei bin ich doch auch studierte Latinistin und sollte mit langen Sätzen umgehen können 😉 Grüße an deine Freundin!)
    Anne

    1. Danke! 🙂
      Ich glaube, an Periscope sollte ich mich wirklich mal herantrauen, so als Zuschauerin. An sich hat die Idee ja echt Potential. Instagram-Fotos müssen keine weißen Wände und perfekt arrangiertes Essen beinhalten, es gehen auch einsame Zelte in wunderschöner Berglandschaft oder Selfies mit Kaffeebecher in rauher Natur 😀 – Nein, Spaß beiseite, ich finds am schönsten, wenn Leute ihren Alltag in spannenden, ungewöhnlichen Fotos einfangen!
      Ich bin jetzt seit ein paar Tagen schon wieder zu Hause, vom 10. bis zum 20. waren wir unterwegs. Ja, das stimmt wohl – das Land stand so oder so auf meiner Liste. Und ich werd auch ganz bestimmt wiederkommen, schon allein, weil mein Freund unbedingt mal nach China reisen möchte und ich dann definitiv mitkomme 🙂

  16. Liebe Ariane, ich habe Deinen Blog gerade erst entdeckt, über die Reisedepeschen von Johannes, und dies ist der erste Artikel, den ich von Dir lese. Danke dafür! Ich bin nicht allein! Mit 41 Jahren gehöre ich wohl eher zu den „Senior Bloggern“ – also rein altersmäßig – und finde es erstaunlich schön, dass auch so viele jüngere Menschen wie Du sowas von kein Bock auf diesen ganzen Zirkus haben. Ich sag nur Periscope – von dem ich seit vorgestern weiß, weil im Formular zur ITB Anmeldung nach den Nutzerzahlen dort gefragt wird… Danke für den tollen Artikel zum Jahresanfang, der mich sehr inspiriert und Mut macht, zu meinem Stil zu stehen. Ob andere das nun „cool“ finden oder nicht. Viele liebe Grüße, werde nun öfter hier vorbeischauen und LESEN. Katharina von http://www.Lieblingsflecken.de

  17. Was ein Glück, dass ich so ein SEO-Plugin nicht nutze, wahrscheinlich würde das Ding kollabieren angesichts meiner Texte ;)! Das Beste daran: Ich schreibe jetzt sogar beruflich SEO-Texte und schere mich gerade um Satzbau- und Wortwahl-Vorschriften einen Dreck. Ich denke, diese Plugins sind häufig noch auf dem Stand von vor drei Jahren, was die Art des Textens angeht. Ich denke, dass jeder Schreibstil seine Zielgruppe hat, und wenn ich mich verstellen muss, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, ist es einfach nicht meine.
    Ich liebe es, meine romanartigen Texte zu verfassen und nehme dafür geringere Klickzahlen gerne in Kauf. Ist ja immer die Frage, für wen man sowas macht: Für sich selbst (vordringlich zumindest) oder für andere. Und ich blogge, weil ich es liebe.
    Ich habe aber in den letzten Wochen auch immer mehr festgestellt, dass ich im Reader vieles einfach überscrolle, weil es mir so austauschbar erscheint. Das ist schade. Aber man muss ja nicht mitmachen…

    1. Haha, das stimmt wohl! 🙂 Gut, damit gibst du mir Hoffnung – mit SEO stehe ich seit diesem Plugin total auf dem Kriegsfuß. Bei dir kann man ja auch wirklich nicht von geringen Klickzahlen sprechen – dein Blog zeigt mir immer wieder, wie viel wichtiger Talent und Spaß an der Sache für den Blogger-Erfolg sind.

  18. Hallo Ariane,
    Gut das ich nicht die einzige bin, die sich in Gedanken rund ums Bloggen verliert. Im letzten Jahr habe ich meinen Job reduziert, in der Hoffnung, mein Blogprojekt zu monetarisieren. Was passiert ist – hat mir beinahe den Blog gekostet, denn anstatt mehr Zeit für mich und viele coole Projekte zu haben, habe ich mir Sorgen gemacht, wie ich finanziell über die Runden komme, hab gefühlt jeden Tag irgendwie gebloggt und hab gehofft, das meine Zähne nicht allzu teuer werden. Irgendwann sagte mir eine liebe Freundin: Hey, was ist mit dir los, deine Berichte wirken leblos und du wirkst so gestresst. Und tatsächlich, in dem Wunsch jedem Hype nachzujagen, hab ich mich selbst verloren. Seit diesem Jahr arbeite ich wieder ein paar Stunden mehr an der Uni und habe einen Mitbewohner. Ich habe als Reiseblogger bewusst einen Monat „ausgesetzt“ und ein neues Design erstellt – in der Hoffnung, dadurch mein leben ein wenig entspannter zu leben. Ich sch… jetzt drauf. Auf die Trends. Auf die Teenies. Und ich muss auch nicht 500000 Besucher im Jahr haben. Oder 10000 Instagramfollower. Das „Nachjagen“ frustet. Was die Kooperationen angeht – muss es passen. Wenn man sich mit einem Thema wohlfühlt – warum nicht? Wo es hingeht? Ich weiss nicht. Aber lass uns doch einfach das Leben so genießen wie es kommt! Mit guter Musik und geilen Sonnenuntergängen 😉

    1. Ich finde das ganz normal. Wenn man so viel Zeit mit einer Sache verbringt, warum sollte man sich keine Gedanken darüber machen? 🙂
      Freut mich, dass du da im Lauf des Jahres zu dir selbst gefunden hast und jetzt entspannter bloggen und leben kannst 🙂 Ich muss wohl immer denken und planen, deshalb stelle ich mir oft die Frage, wo es einmal hingeht. Aber du hast definitiv Recht – das Leben genießen ist ein guter Plan!

  19. Es gibt ja mindestens 2 Wege ein Blog zu monetarisieren:
    1. lesergewandt
    2. unternehmensgewandt

    Für mich ist 1. der goldene Gral und deswegen sage ich zu 99,5% aller Kooperationsanfragen nein 😉

    Wenn Du mit Blick auf den Leser schreibst, dann klappt’s auch besser mit der Authentizität…

    Dass es jetzt schon wieder neue soziale Netzwerke gibt, ist mir jetzt echt zu viel. Ich muss erstmal Instagram und Pinterest aufarbeiten. Oder muss ich das wirklich?

    1. Ich weiß nicht, ob lesergewandtes Schreiben immer gleichzusetzen ist mit Authentizität… Zumindest habe ich bei vielen Bloggern, die eBooks & Co. an den Mann/die Frau bringen und damit Geld verdienen, eben gerade nicht das Gefühl, dass da jemand so schreibt, wie er wirklich denkt und fühlt. Aber in der Theorie hast du da definitiv Recht und mit Unternehmens-Kooperationen sollte man immer vorsichtig und sparsam umgehen…

      Und zum Thema Social Media: Es gibt diesen blöden Spruch à la „Ich muss gar nichts, außer sterben“. – Ich glaub, hier trifft der ganz gut zu 😉

  20. Endlich komme ich dazu, den tollen Post zu kommentieren 😀
    Ich finde deine Texte auch super, wie sie sind. Solange du nicht mit Futur II ankommst, ist alles gut 😀
    Ich fühle da, wie du – ich kann weder mit Youtube noch mit Snapchat besonders viel anfangen. Ab und an gucke ich rein, wenn jemand von meinen Lieblingsbloggern, etwas spannendes erwähnt, was er/sie auf Snapchat zeigt, aber nicht regelmäßig. Zum einen finde ich vieles uninteressant, Videos oft zu langatmig und Stimmen zu nervig. Zum anderen schätze ich die Möglichkeit, die Inhalte dann zu sehen, wenn MIR danach ist, so wie ich eben jetzt diesen Post kommentieren kann! Ich hoffe, mir bleiben genug Möglichkeiten, das auch weiter so zu halten 🙂

    1. Das hoffe ich auch – mal sehen, wohin sich die Social Media-Welt noch so entwickelt! Danke dir 🙂

  21. Du schreibst mir aus der Seele.
    Ich bekenne: mein Medium ist der Text, unterstützt von einigen Fotos und selten, ganz selten einmal ein Video. Snapchat, YouTube-Kanal – ohne mich. Und meine (durch die juristische Ausbildung verschlimmerten) Schachtelsätze? Die bleiben auch. Die meisten meiner Leser*Innen sind alt genug, die können mir folgen.
    Und Kooperationen? Die sind ohnehin selten, denn barrierefreies Reisen, dass ist keine Zielgruppe, eher noch: damit möchte niemand in Verbindung gebracht werden. Und so bleibe ich ein kleines, spezielles Nischenblog und kann recht gut damit leben!
    #schreibmalwieder!

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